Ausschuss Mission – Entwicklung – Frieden

Hoher Besuch kommt: Maggy wird Ende November bei uns sein

Vortragsabend am Samstag, 23.11.2019 um 17.30 Uhr im Deutschhofkeller in Heilbronn

Nach vielen Gesprächen u.a. beim Papst, in Paris mit dem Präsidenten Ehepaar Macron und vielen mehr kommt Maggy in der letzten Novemberwoche auch zu uns nach Gundelsheim für ein paar Tage. Die „Change-maker“ Gruppe vom Friedrich von Alberti Gymnasium mit ihrem Lehrer Axel Schütz an der Spitze und der Vorsitzenden unseres Ausschusses bereiten bereits einen interessanten Abend mit Gesprächen, Film, Musik und Tanz vor und zwar am Samstag, 23. November um 17 Uhr 30 im Deutschhofkeller in Heilbronn. Es ergeht hiermit herzliche Einladung an alle Interessierten und besonders an alle Freunde von Maggy. Wir bitten um Anmeldung, wer an dem Abend teilnehmen möchte. Es werden an dem Abend einige neue Projekte vorgestellt, die das Leben der Flüchtlinge aus Burundi im großen Lager Mahama erleichtern, bzw. verbessern soll. Voraussichtlich wird auch Maggy im Wortgottesdienst am Sonntagmorgen zusammen mit Diakon Feil sprechen. Herzliche Einladung auch hierzu.

Mitwirkung beim Weihnachtsmarkt

Leider wird unser Ausschuss in diesem Jahr keine eigene Hütte am alt gewohnten Platz betreiben, aber teilnehmen werden wir beim Weihnachtsmarkt in Gundelsheim. Wir kommen beim Verein Kulturetta im ehemaligen Verkaufsraum der Fa Schneiderhan unter und werden dort einen schönen Tisch arrangieren, wo wir alle Verkaufsartikel anbieten können. Mit dem Verkauf wollen wir einen schönen Gewinn erzielen, damit wir unsere Partnerschaften wie in den letzten Jahren weiter unterstützen können. Viele Frauen und wenige Männer sind schon wochenlang dabei, etwas für den Verkauf zu stricken, zu basteln, zu nähen oder zu backen. Bitte unterstützen Sie uns und kaufen Sie eine Kleinigkeit, um den Menschen in den Partnerländern zu helfen.

Pulswärmer und Karten für Geldgeschenke

Einige Unterstützerin haben inzwischen ihre Strick – und Werkarbeiten schon abgegeben: so können wir auch in diesem Jahr wieder Pulswärmer anbieten mit schönen Mustern und in verschiedenen Größen. Auch die seit Jahren beliebten Karten für Geldgeschenke sind wieder auf Lager. Für viele Großeltern ist es heute schwierig, das richtige Geschenk für die Enkel zu finden. Nett verpackt ist es am besten, für die Jugendlichen ein Geldgeschenk zu machen. Auch hierfür finden Sie an unserem Stand eine gute Möglichkeit.

Socken Bestellungen

leider sind bis jetzt nur ganz wenige Vorbestellungen bei uns eingegangen. Nutzen Sie die Möglichkeit, die richtige Sockengröße gewiss zu erhalten, indem Sie bereits jetzt die Socken vorbestellen. Tel. 665 bei Maria Hog.

Bitte an Helfer/innen

Unsere bewährten Unterstützer/innen bitten wir, auch in diesem  Jahr uns zu helfen und danken schon im Voraus. Auch zur Standbetreibung bitten wir um Unterstützung.

Ausschuss Mission – Entwicklung – Frieden

Festtage für Maison Shalom zum 25 jährigen Bestehen

Am Donnerstag, 05.09.2019 begannen die Festtage des Jubiläums. Viele ehemalige Waisenkinder, die in die verschiedensten Länder der Welt zum Studium geschickt worden waren, sind für die Festtage zurück gekommen, um in der Organisation mitzuhelfen. So führte ein junger Mann aus Norwegen als Hauptmoderator durchs Programm und bat natürlich als erste O’ma auf die Bühne. Wie wir Maggy durch viele Begegnungen in Gundelsheim kennen, braucht sie kaum ein Manuskript, hat alles im Kopf. Von den vielen Ehrengästen aus 25 Nationen erwähnt sie namentlich nur Annemarie Keicher, die sie vom 1. Tag an seit Okt. 1993 unterstützt hat und den ehemaligen Verantwortlichen für das Gebiet der „großen Seen“ von Caritas International, Christoph Klitsch-Ott, der mit seiner Frau Traudl von 1994 bis 1996 damals als Misereor Entwicklungshelfer in Ruyigi ihr in den ersten schweren Zeiten beige standen ist, und dann Maggy in seiner neuen Funktion viel finanzielle Unterstützung von Caritas vermittelt und die Projekte stets persönlich begleitet hat. Die beiden mussten alle Tage in der ersten Reihe neben den rwandischen Regierungsvertretern, darunter der Außenminister oder die Entwicklungsministerin von Rwanda Platz nehmen. Auf dem Podium berichteten die Waisenkinder der ersten Stunde von ihrem Leben, wie O’ma sie alle gerettet hat und welche groß Chancen sie durch die Unterstützung von den vielen Helfern für Maison Shalom erhalten haben. Am Nachmittag sind die Gäste eingeladen, zum rwandischen „Memorial Station“ zu pilgern, denn auch in Rwanda gerieten die beiden Volksgruppen Hutu und Tutsi im Jahre 1994 schrecklich aneinander, nur unter umgekehrten politischen Vorzeichen wie in Burundi. In Rwanda wurde der Bürgerkrieg nach einem Jahr voller Grausamkeiten beendet; seither regiert der aus Uganda zurückgekehrte Tutsi Kagame mit alleiniger Vormacht das Land zwar ruhig, aber politisch Andersdenkende haben es sehr schwer. Hier herrschte betretenes Schweigen, kein Fotoklicken, eine bedrückende Stimmung. Der Samstag, 7.09. wurde mit einer Festmesse um 9 Uhr 30 eröffnet vom Erzbischof von Kigali, der sichtlich aufgeregt in seiner Festpredigt den Einsatz von Mme Marguerite Barankitse würdigte, auch was sie für ihre geflüchteten Landsleute schon in der kurzen Zeit in Rwanda seit 2015 auf die Beine gestellt hat. Das ist wirklich ganz unbegreiflich, dass nicht nur das Elite Zentrum im Mahama Camp auf die Initiative von Maggy zurückgeht, sondern was rund um das „Haus Oasis“, wie dieser Ort nun in Rwanda heißt, entstanden ist: ein großer Festsaal, bei uns wäre es eine überdachte Terrasse, ein Restaurant mit Küche, die die über 100 Festgäste an allen Tagen bewirtete, kleine Zimmer mit Dusche für Übernachtungsgäste, eine kleine Nähstube, ein Kindergarten für die Kinder der Flüchtlinge, die rund um Kigali kärglich leben mit herzensguten und enthusiastischen Betreuern, dort „Teacher=Lehrer“ genannt, gute Büroräume, von wo aus die Organisation geleitet werden kann. Sowohl im Camp als auch mit den Flüchtlingen rund um Kigali wurden Trommlergruppen geschult, die die alten Tänze und Trommlersequenzen aus dem Eff Eff beherrschen, bei denen jede(r ) Besucher/in die Freude an dieser Tätigkeit spüren kann und mitgerissen wird. Alle Ereignisse wurden von den Trommlern begleitet. Maggy machte es möglich, dass das Holz der schweren Trommeln aus dem „heiligen Wald“ in Burundi hergeschafft werden konnte und damit erneut das Heimatgefühl besonders gestärkt wird. Auch die Mädchen lernen die heimischen Tänze neu ein, kleiden sich wie die Trommler in den Farben des Heimatlandes Burundi. Am Samstagabend fand dann der Abschluss der Festtage mit eben diesen Gruppen statt, Stars aus der Musikszene wurden gar nicht benötigt, Richard, der Direktor von Maison Shalom, griff selbst zum Mikrofon und intonierte heimische Lieder. Der Gottesdienst am Morgen endete auch mit ausgesuchtem Liedgut, das Maggy und viele burundische Männer und Frauen und vor allem die Priester mit dem Erzbischof vor dem Altar  zu Tänzen bewegten und die Europäer und Amerikaner nur staunen ließen. Vor allem die Begegnung mit den Menschen aus 25 Nationen und den geflüchteten Burundern wird für die Besucher aus Gundelsheim für ewig im Gedächtnis bleiben, die vielen interessanten Gespräche, auch über „das Phänomen“ Maggy bleiben unvergessen. Für Frau Keicher war es unbegreiflich, dass alle aus den verschiedensten Ländern wussten, was „Sache“ war: Ach, du bist Mama Container! Maggy hatte allen von unseren Aktionen erzählt und unsere Arbeit so gewürdigt!

Ausschuss Mission – Entwicklung – Frieden

Besuch aus Burundi hat sich angekündigt

Unser 1. Partnerpfarrer in der Pfarrei Mushasha in der Erzdiözese Gitega hat erneut über unseren ehemaligen Pfarrer Adolf Schuhmacher eine Ferienvertretung in Wolfegg vermittelt bekommen. Bereits vergangenen Freitag ist Abbe Audace Nzopfabarushe dort eingetroffen und hat am Wochenende schon mehrere Einsätze absolvieren müssen. Drei Wochen lang wird Abbe Audace den Pfarrer dort vertreten, danach will er noch weitere Freunde in Deutschland besuchen. An erster Stelle – schon auch wegen der günstigen Lage – will Abbe Audace am 27. August 2019 wieder nach Gundelsheim kommen, um einige Tage in unserer Gemeinde zu verbringen. Für viele ist er schon ein alter Bekannter, kommt er doch in den letzten Jahren regelmäßig nach seinen Ferienvertretungen hierher. Schon früher, als Student in Rom war Abbe Audace ebenfalls oft in seinen Semesterferien in Gundelsheim und auch Obergriesheim zu Besuch. Als Partnerpfarrer war er zum 1. Mal bereits 1984 in Gundelsheim zu Besuch. Daraus und besonders nach dem Besuch einer hiesigen Delegation im Jahre 1988 in Gitega hat sich eine enge Verbindung zu Gundelsheim und den verantwortlichen Personen gebildet, besonders eben zu Pfarrer Schuhmacher.

Hinweis für die Ausschussmitglieder

Bitte haltet Euch jetzt schon den Abend des 28.08.2019 frei, damit wir wieder ein gemütliches Treffen mit Audace ausrichten können bei einem gemeinsamen Abendessen. Hierzu sind jetzt schon alle Freunde von Audace herzlich eingeladen. Wegen einer Anmeldung gibt es später noch mal einen Hinweis, bitte dies beachten!

25 Jahre Jubiläum von „Maison Shalom“, das in Rwanda gefeiert werden muss.

Die Verantwortlichen unseres Ausschusses haben für diesen Anlass bereits Gelder zurückgelegt, wie die Einnahmen aus dem Weihnachtsmarktverkauf im Dezember 2018, wo ein Gewinn durch Nachverkäufe etc. von insgesamt ca. € 2000.- erzielt werden konnte. In den vergangenen Monaten und noch im letzten Monat sind sehr schöne Spenden speziell für Maggy auf unserem Konto eingegangen, wofür wir uns ebenfalls auf diesem Wege sehr herzlich bedanken. Insgesamt konnte unsere Kassiererin angewiesen werden, auf das neue Konto in Rwanda € 3000.- zu überweisen, damit neue Investitionen für die Nähstube und die Bildungsangebote für die Flüchtlingskinder weiter voran gehen. Wir freuen uns, dass wir die Organisation „Maison Shalom“ und somit unsere langjährige Freundin Maggy weiter unterstützen können. Alle, die Maggy in den vielen Jahren seit 1988  kennen lernen durften wissen, wie sehr Maggy unsere Unterstützung schätzt und nie als selbstverständlich angesehen hat, sondern immer sich mit Freude und Demut bei uns allen bedankt hat. Unlängst war sie noch beim Papst, um auch bei ihm sich für die vielfältige Hilfe aus aller Welt zu bedanken, die sie in den 25 Jahren des Bestehens der von ihr gegründeten Organisation erhalten hat, als den Stellvertreter Christi in unserer Welt.

 

Ausschuss Mission – Entwicklung – Frieden

Maison Shalom  wurde 25 Jahre alt

Jubiläum wird in Rwanda gefeiert

Hier in Gundelsheim konnten wir im vergangenen September zusammen mit Maggy bei einem Filme Abend und einem erhebenden Gottesdienst in der Nikolauskirche der großartigen Arbeit von 25 Jahre Bestehen von Maison Shalom gedenken. Da Maggy selbst Flüchtling ist, in Rwanda jedoch mit ihren getreuen Mitarbeitern, die mit ihr aus Ruyigi/ Burundi geflohen sind, wieder ein Zentrum von Maison Shalom aufbauen konnte, möchte sie das 25 Jahre Jubiläum vom Bestehen von Maison Shalom jetzt in Rwanda nachfeiern. Jetzt kümmert sich Maggy mit ihrem Team um über 80000 aus Burundi geflohene Menschen, von denen 60% jünger als 25 Jahre sind. In den 3 ½ Jahren konnten in Rwanda bereits Schulräume für Flüchtlinge gebaut werden, auch ein Kindergarten ist entstanden und direkt in der Nähe des großen Flüchtlingslagers Mahama wurde im vergangenen Jahr ein Berufsausbildungshaus eingeweiht. Alle diese Einrichtungen entstanden durch die Mitarbeit der Flüchtlinge. Nun soll das Jubiläum zu 25 Jahre Maison Shalom in Rwanda vom 5. bis 7. September 2019 in der Nähe von Kigali gefeiert werden. Maggy möchte, dass möglichst viele ihrer Unterstützer in den 25 Jahren dort mitfeiern sollen. Es sollen Begegnungstage werden, wo in Workshops viele Geschichten untereinander ausgetauscht werden sollen. Jeder soll vom anderen lernen können. Das Ehepaar Keicher hat sich entschlossen, nach Rwanda zu reisen.

 Große Fernsehaufzeichnung im Französischen TV über Maggy

Bei ihrem letzten Aufenthalt in Europa wurde ein großer Beitrag über Maggy und ihren Einsatz für die Menschenrechte jedes Einzelnen aufgezeichnet, der gestern im französischen TV ausgestrahlt worden ist. Wer es nachgoogeln möchte: http://www.tv5monde.com/emissions/episode/internationales-marguerite-barankitse
Große Spende erhalten

Erneut wurde an der Haustüre eine überaus großzügige Spende für die Arbeit im Flüchtlingslager von Maggy  abgegeben: die Dame meinte, zwar könne sie an den Infoabenden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen, verfolge aber alle Meldungen und möchte mit ihrem Beitrag von € 400.- die „Sache“ unterstützen. Bei Frau Keicher war die Freude groß, zeigte es doch, dass ihre Berichte gelesen werden, und die Spende ist natürlich sensationell. Ganz vielen lieben Dank an die Spenderin mit allen guten Wünschen für ihre Gesundheit.

 

 

Ausstellung in Schaufenstern in der Schlossstraße

19.9.2018

Präsentation unserer Verkaufsartikel beim Weihnachtsmarkt

Schon das ganze Jahr über sind etliche Frauen dabei, Socken, Taschen, Mützen und ähnliches für den Weihnachtsmarkt herzustellen. In der Weihnachtsmarkthütte ist oft gar nicht die Möglichkeit, all die Kunstwerke anschaulich zu präsentieren und alle angefertigten Handarbeitsstücke zu verkaufen. Nun bekommen wir die Möglichkeit, leer stehende Schaufenster zu dekorieren, um auf unsere Verkaufsartikel schon jetzt hinweisen zu können. Selbstverständlich können Sie auch ab jetzt schon Artikel erwerben oder vorbestellen. ( bei Annemarie Keicher und Maria Hog) Besonders weisen wir darauf hin, dass Socken vorbestellt werden können, damit die jeweilig gewünschten Größen auch in ausreichender Zahl beim Weihnachtsmarkt vorhanden sind! Wir bieten wieder eine große Anzahl von Marmeladen an und hoffen auf unsere sehr bewährten Plätzchen Bäckerinnen.

Mit unserer Aktion wollen wir außerdem zur Verschönerung und vielleicht sogar zur Belebung unserer Altstadt beitragen. Bitte beachten Sie demnächst ganz besonders die Schaufenster des ehemaligen Ladens der Fa Schneiderhan und die großen Schaufenster vom Hause Steigleder, wo zu letzt das Friseurgeschäft Kraft und kurzzeitig eine weitere Friseurin beheimatet war. Wir freuen uns, wenn wir Sie neugierig machen können. Sie wissen, dass alle Einnahmen u.a. auch für die Aktionen von „Maison Shalom“ verwendet werden. Wir bedanken uns bei Frau Bürgermeisterin Schokatz und bei Herrn Werner Steigleder für die Möglichkeit der Nutzung der Schaufenster.

Feier zum 25 jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Maison Shalom

19.9.2018

Wunderschöne, äußerst interessante, aufregende, jedoch auch sehr anstrengende Tage sind vorüber. Im kath. Gemeindehaus konnte am Samstag ein sehr schöner Begegnungsabend mit unserem mit vielen Doktorwürden, dem Kinder Nobel Preis, mit dem Aurora und Roosevelt Award und vielen weiteren Preisen hochdotierten Ehrengast, Marguerite Barankitse – Maggy gefeiert werden.

Im Sonntagsgottesdienst durfte Maggy die Predigt mit der Übersetzung durch Pfarrer Häuptle halten, würdig verschönert durch unseren Kirchenchor.

Wir danken allen, die zum Gelingen dieser Festtage beigetragen und allen, die mitgefeiert haben, sowie dem Film- und Vorführteam! Ein großer Dank gilt auch den Geldspendern am Festabend, am Sonntag nach der Messe oder die persönlich vorbei gekommen sind. Mit diesen insgesamt über € 1000.- wird Maggy noch Medikamente für die vielen Kranken im Flüchtlingslager Mahama einkaufen. Die Medikamente sind in Afrika und insbesondere in Rwanda sehr teuer, kein Vergleich mit europäischen Preisen.

Kurz Besuch aus Burundi

28.7.2018       Zwischen einem ganz eng gesteckten Programm, von der SEZ, der Diözese und dem zuständigen Entwicklungsministerium in Stuttgart und den beiden Universitäten Tübingen und Hohenheim zusammengestellt, nahm sich Dr. Alois Misago doch noch die Zeit, für ein paar Stunden in seine 3. Heimat Gundelsheim kommen zu können. Dort genoss er ein leckeres Abendessen auf seine bekannten Lieblingsspeisen abgestimmt, um dann gleich wieder fit zu sein, im allerkleinsten Rahmen über seine neuen Projekte und die bereits gelaufenen Gespräche in Stuttgart und Tübingen zu berichten.

Ein großes Anliegen ist dem Dekan der Universität Bujumbura für das wirtschaftswissenschaftliche Institut, dass ihm endlich mehr Lehrer für seine über 2000 Studenten zur Verfügung stehen werden. Für deren Ausbildung hat er Absprachen mit der UNI Tübingen treffen können. Bisher standen ihm 20 Ausbilder zur Seite, davon 6 mit einer einigermaßen guten Ausbildung, 14 weitere sind jedoch nur Hilfskräfte. Sowohl die Professoren wie alle Ausbilder müssen sich nach weiteren Jobs umschauen, denn ob monatlich der vereinbarte Lohn vom Staat gezahlt wird, ist jedes Mal ein Fragespiel. Auch seinen Studenten kann der Professor keine Hoffnung darauf machen, dass sie nach dem Studium entsprechende Jobs finden werden. So bereitet er sie jetzt schon darauf vor, auch handwerklich geschickt zu sein: sie haben eine Genossenschaft gegründet, die Fahrräder in Stand setzt oder sogar umfunktioniert. Kaputte Fahrräder erhalten sie kostenlos. Als Weihnachtsgeschenk hat sich Dr. Misago ausgedacht, dass jeder Student ein repariertes Fahrrad bekommen wird! Mit Minister Hauk hatte die geschrumpfte Delegation gute Gespräche zur Forstwirtschaft, ob jedoch daraus ein nachhaltiges Projekt werden wird, bleibt abzuwarten. Des Öfteren sind bereits derartige Projekte versprochen worden. Über die Gespräche von Donnerstag und Freitag werden wir nächste Woche berichten.

Leider stand die Reise der Professorengruppe bis kurz vor dem Abflug auf Messers Schneide: 2 Professoren erhielten erst gar kein Visum, Dr. Misago und 2 mitreisende Professoren erst kurz vor dem Abflug. Der deutsche Botschafter wie auch das hiesige Staatsministerium wurden noch um Vermittlung gebeten, jedoch die Behörden in Brüssel reagierten stur. Erfreut konnte Dr. Misago vom Missionsausschuss eine Unterstützung für seine Projekte in Höhe von € 500.- mitnehmen, einen schweren Koffer mit allerlei Wertvollem für den eigenen Haushalt und weitere Geldgeschenke für sich persönlich von den Anwesenden. Dr. Misago hat sich bereits von zuhause gemeldet, dass er müde und glücklich zurück ist und sich für alles ganz herzlich bei allen Unterstützern bedankt. Für ihn wäre es natürlich eine übergroße Freude, wenn er Gundelsheimer in seiner Heimat begrüßen könnte. Die Gundelsheimer Gruppe, die 1988 im Sommer in Burundi zu Besuch gewesen ist, lernte dort Dr. Misago kennen, der selbst mit 2 jungen Männern aus Marl in Burundi während seines Studiums in Marl und Bonn nach langen Jahren wieder einmal in seiner Heimat zu Besuch war. Seit diesen vergangenen 30 Jahren war Alois viele, viele Male in Gundelsheim zu Besuch. Wir kennen ihn schon sein halbes Leben: denn er ist heuer 60 geworden!!!

Weiterer Besucher aus Burundi kündigt sich an

28.7.2018    Abbe Audace Nzopfabarushe, der bei der Gründung unserer Partnerschaft mit Burundi 1978 in Mushasha Ortspfarrer gewesen ist, hat seinen Besuch für Ende August angekündigt. Wahrscheinlich hat unser früherer Pfarrer Adolf Schuhmacher, mit dem die Partnerschaft damals 1988 „ins Rollen“ kam, ihm erneut in Wolfegg ( wie im letzten Jahr) eine Ferienvertretung vermitteln können und Abbe Audace kann noch einige Ferientage für sich anhängen.

Kindergarten gebaut

Schon in all den letzten Jahren haben wir auch Abbe Audace von unserem Konto eine schöne Summe für den Bau eines Kindergartens in seinem Heimatort mitgeben können. Nun hat er bereits viele Unterlagen und den Kostenvoranschlag zum Bau von Toiletten für eben diesen Kindergarten geschickt und bittet erneut um Unterstützung. Der Großteil der Entlohnung für seine Ferienvertretung wird ebenfalls in dieses Projekt fließen und mit der Unterstützung etlicher Freunde, die er im Laufe seiner vielen Aufenthalte in Deutschland gefunden hat, wird auch diese Summe zusammen kommen.  

Besuch von Dr. Alois Misago bei den Universitäten Tübingen und Freiburg

11.7.2018      In der kommenden Woche wird unser Freund Dr. Alois Misago mit 3 weiteren Professoren von der Universität Bujumbura in Baden-Württemberg zu Gast sein. Leider ist es ihm nicht möglich, einen genauen Besuchstermin bei uns in Gundelsheim zu nennen. Die Mitglieder des Ausschusses werden kurzfristig per Email benachrichtigt. Mögliche Termine sind Dienstag oder Samstagabend, eventuell im Büchereiraum hinter der Kirche. Für Getränke wird gesorgt. Weitere Interessierte können gerne an dem Treffen teilnehmen. Dr. Misago spricht sehr gut Deutsch und wird über die Friedensarbeit und seine Ideen zur Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung in Burundi sprechen.

Großzügige Geburtstagsspende von langjähriger Unterstützerin für Burundi

11.7.2018                          Unlängst feierte eine bekannte Gundelsheimer Sportlerin ihren 50. Geburtstag nach und bat dabei ihre Gäste, statt Geschenke eine Spende zu machen, was alle freudig annahmen und reichlich Geld spendeten. Nun konnte die neue Ü-50igerin gleich 2 gemeinnützige Organisationen mit einer wirklich großzügigen Spende unterstützen: Die hier im Kreis tätige Organisation „Große Hilfe für kleine Helden“ und unser Missionsausschuss mit seinen Aktivitäten für Burundi erhielten eine gleichermaßen großzügige Geldspende überwiesen. Wir freuen uns sehr, da die junge Frau seit vielen Jahren uns sowohl bei den Containeraktionen unterstützt hat und auch danach immer weiter dafür gesorgt hat, dass unsere Hilfe sowohl für die Waisenkinder von „Maison Shalom“ als auch für die burundischen Flüchtlinge im Camp Mahama in Rwanda weitergehen konnte. Gerne empfiehlt sie selbst als auch wir, dass diese wunderschöne Geste Nachahmer findet und so unsere Partnerschaft mit Burundi auch im 40sten Jahr ihres Bestehens weiter geführt werden kann. Mit der Organisation „Maison Shalom“ können wir auf 25 Jahre Partnerschaft blicken! Wenn Sie spenden möchten: VoBa HN, IBAN DE 49 620 901 000 446 001 007. Vielen Dank schon jetzt.

Gute Schüler im Camp Mahama in Rwanda

4.7.2018 

Im zeitigen Frühjahr haben wir bereits berichtet, dass etliche Studenten ihren mit Bravour bestandenen Studienabschluss feiern konnten. Nun ist das Schuljahr für die Jugendlichen im Camp zu Ende. Stolz berichtet Maggy, dass einem Mädchen nach hervorragendem Abitur auf ihre Vermittlung hin ein Studienplatz als Stipendium an der Harvard Universität in den USA zugesagt worden ist, der Universität, wo auch Michelle und Barack Obama studiert haben.

Wir freuen uns mit allen, die dazu beigetragen haben, dass junge Menschen aus dem Flüchtlingscamp in die Schule gehen können:

  • der Horneckschule, die weiter mit Geldern aus „Wandern für Afrika“ uns unterstützt,
  • dem Friedrich von Alberti-Gymnasium, das stets besondere Aktionen für „Maison Shalom“ durchführt,
  • unseren monatlichen Dauerspendern
  • sowie allen, die uns ab und zu eine Spende zukommen lassen, die wir in regelmäßigen Abständen an unsere Partner überweisen.

Vielen Dank!

Weltfriedensdienst: Manuel meldet sich aus Zimbabwe

4.7.2018       In seinem 5. Rundbrief aus Zimbabwe meldet sich Manuel Englert mit sehr interessanten Ausführungen über die Kultur.

Er hat sich wieder in fast philosophischer Manier mit diesem Begriff auseinander gesetzt, so dass nur sehr verkürzt der Inhalt seines 5seitigen Rundbriefes hier wieder gegeben werden kann. Wer sich zuhause eingehend mit den Schriften von Manuel beschäftigen möchte, kann den Brief in ganzer Länge als Abzug im Pfarrbüro oder bei Annemarie Keicher abholen.

An der blauen Aushängewand in der St. Nikolauskirche wird der Brief auf jeden Fall in ganzer Länge mit allen Fotos ausgestellt.

Zur Kultur gehört vor allem die Sprache. Manuel hat ja gleich nach der Ankunft versucht, die einheimische Sprache der Shona zu lernen, um so das Herz der Menschen schnell erobern zu können. Inzwischen hat er festgestellt, dass im zwischenmenschlichen Leben nicht einfach das gesprochene Wort von Bedeutung ist, sondern auch der Tonfall und die Lautstärke, wie ein Wort ausgesprochen wird. Manchmal hat das gleiche Wort mit anderem Tonfall auch eine ganz andere Bedeutung. Im Zusammenleben der Shona ist auch das Lachen sehr wichtig, wobei Manuel manchmal das Gefühl hatte, dass das Lachen ein Auslachen wäre: das ist fast nie der Fall: das Lachen ist eine Bestätigung, eine Zustimmung oder eine Aufforderung, wenn von etwas Schwerem erzählt wird, dieses eben nicht so schwer zu nehmen, sondern durch das Lachen daran zu denken: das Leben geht weiter, das Leben ist schön! So wird auch des Öfteren während der Messe gelacht, wobei für Manuel, aus dem westlichen Kulturkreis kommend, eine nachdenkliche Stille angebracht wäre.

Das Allerwichtigste im Leben der Shona ist jedoch der Tanz. Kein Tag vergeht ohne Tanz. Ob Hochzeit, Taufe, ein gutes Essen, eine Beerdigung: es wird getanzt. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Tanzformen, oft durch Trommeln oder Lieder ergänzt. All diese verschiedenen Gefühlsausdrücke geben der Gemeinschaft ein tief verwurzeltes Zusammengehörigkeitsgefühl, das von den Kleinsten bis zu den Ältesten durchgeführt wird. Das Zusammenleben zwischen den Menschen wird von der unangefochtenen Stellung des Mannes (Vater oder ältester Sohn als neues Familienoberhaupt, wenn der Vater gestorben ist) geprägt. Wenn der älteste Sohn als Familienoberhaupt ein Versager oder sogar Dieb ist, bleibt seine Stellung trotzdem unangefochten, um die Ehre der Familie zu bewahren. Dem Ältesten darf nie in die Augen geschaut werden, ihm gebührt äußerste Ehrerbietung. Dieses Verhalten ist für uns Europäer schwer zu begreifen, vor allem, wenn wir sehen, dass z. B. eine der Schwestern mehr für den Lebensunterhalt und das Überleben der Familie tut, als der nichtsnutzige Bruder. Der Lebensunterhalt wird durch den Anbau von Gemüse und Obst, durch das Halten von Tieren selbst erwirtschaftet. Gewinne werden kaum erzielt, weshalb das Leben insgesamt sehr einfach ist. Das Wasser muss von sehr weit weg geholt werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Da kaum ein Stromanschluss vorhanden ist, wird das tägliche Sonnenlicht genutzt, frühmorgens aufgestanden und spätestens um 21 Uhr zu Bett gegangen, nicht ohne vorher draußen zusammen gesessen zu sein.

Das Leben spielt sich ohnehin vorwiegend draußen ab bei ganzjährig guten Temperaturen und seltenen Unwettern.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem Bericht von Manuel. Bitte machen Sie Gebrauch vom Lesen am Schriftenplakat oder holen Sie sich, wie oben angegeben, eine Abschrift. Danke.

[Das in der Kirche ausgehängte Foto zeigt Manuel in einem seiner Arbeitsbereiche, dem Kindergarten. Den Kindern scheint es kühl zu sein: Fliesjacken und Mützen sind Zeugnis.]

Nachrichten aus Rwanda und Burundi

29.6.2018

Neues Haus für Berufsausbildung in Rwanda eingeweiht

In der gegenwärtigen Debatte um die Behandlung des Flüchtlingsthemas ist der Einsatz von Marguerite Barankitse – Maggy – Gründerin und Leiterin von Maison Shalom nicht hoch genug einzuschätzen. Sie sorgt mit ihrer ganzen Kraft und ihren Beziehungen dafür, dass es den Tausenden Flüchtlingen aus ihrem Heimatland Burundi im Flüchtlingscamp Mahama in der Nähe der Hauptstadt Kigali in Rwanda verhältnismäßig gut geht und sie viele Lichtblicke für eine gute Zukunft erhalten. So ist am 22.Juni ein weiteres Haus mit großem „Brimborium“ eingeweiht und eröffnet worden, wo junge Flüchtlinge eine Ausbildung zu Schneider(innen), Designer, Friseur und weiteren handwerklichen Berufen bekommen können. Viele aus dem Flüchtlingscamp sind in ihren besten Kleidern gekommen, viele Freunde aus allen Ländern waren eingeladen ( auch wir ) und Vertreter der Provinzregierung sind erschienen, um der neu formierten Trommlergruppe aus dem Flüchtlingslager zur Eröffnung zu lauschen und natürlich einer engagierten Rede von Maggy. Angrenzend an das neue Haus wurden im Vorfeld schöne Gartenwege angelegt, damit das dazu gehörige Areal jetzt noch bepflanzt werden kann. All die anfallenden Arbeiten wurden von Flüchtlingen selbst übernommen und ausgeführt, eine unschätzbare Möglichkeit in der Bewältigung eines sonst trostlosen Lebens im Camp. Allerdings sind all diese Möglichkeiten nur ein Tropfen auf den heißen Stein bei inzwischen 100 000 Flüchtlingen aus Burundi, die in diesem großen Camp leben müssen. Dennoch eine große Leistung, die darin besteht, die Flüchtlinge in der Nähe ihres Heimatlandes zu halten, ihnen Möglichkeiten für ein Leben in der Zukunft aufzuzeigen und sie nicht auf den schweren Weg nach Europa gehen zu lassen. Das beigefügte Foto zeigt die Flüchtlinge noch bei der Arbeit im Garten. Im Hintergrund das neue Haus, rechts daneben eine Kirche, die nach den Gottesdiensten stets als Schule weiter benützt wird: an der Rückseite ist eine große Tafel angebracht.

Präsident Nkurunziza verkündet, nicht zu einer weiteren Wahl anzutreten
Völlig überraschend hat der Präsident von Burundi angekündigt, 2020 nicht zu einer weiteren, dann 4. Wahlperiode antreten zu wollen. Die Unruhen in Burundi sind nach seiner Ankündigung, sich zum 3. Mal zur Wahl zu stellen, im Frühjahr 2015 ausgebrochen, da die von Nelson Mandela in Arusha in Tansania im Jahre 2005 ausgehandelte Verfassung für Burundi vorsieht, dass ein Präsident nur 2 Amtsperioden von je 5 Jahren im Amt bleiben soll. Die Ankündigung von Präsident Nkurunziza kommt deshalb für alle überraschend, da er noch vor wenigen Wochen ein Referundum durchgesetzt hat, das ihm bis 2034 unbegrenzte Macht gegeben hätte. Ob die Ankündigung nun Wirklichkeit wird ist vorerst ungewiss.

Partnerschaft zwischen Universität Bujumbura und Tübingen

Zu partnerschaftlichen Gesprächen werden in der 3. Juliwoche Prof. Dr. Alois Misago und 3 weitere Professoren aus Burundi an der Universität Tübingen erwartet. Auch in der Hochschule Hohenheim werden Gespräche stattfinden. Unter anderem wird es um landwirtschaftliche Themen und die dazu gehörenden Ausbildungsformate gehen. Das ist wenigstens ein positiver Aspekt der Reise vom letzten Jahr von Dr. Misago, dass die Universitäten sich zu weiteren Kontakten bereit gefunden haben. Eventuell kann Dr. Misago auch einen Abend nach Gundelsheim kommen; leider kann bis jetzt noch kein genaues Datum bekannt gegeben werden, dass eventuell die Gemeinde eingeladen werden könnte.

Spenden für Maison Shalom und die Partnerschaften direkt in Burundi

Auch wenn wir keine Container mehr nach Burundi schicken können, geht unsere Unterstützung weiter: Bitte spenden Sie auf unser Konto: VoBa HN, IBAN DE 49 620 901 000 446 001 007.

Vielen Dank

Jetzt schon an warme Füße im Winter denken!!

Jederzeit nehmen wir Bestellungen zum Socken stricken an. Der nächste Winter kommt bestimmt!! Sie nennen die Größe und den Farbwunsch, wir stricken und bis zum Weihnachtsmarkt sind die Socken auf jeden Fall fertig. Sie können auch Sockenwolle vorbeibringen und zahlen nur fürs Stricken. Das Geld für unsere Strickzeit wird gänzlich für unsere Partnerschaft für Burundi eingesetzt. Von vielen Käufern, die sich auch anderswo umschauen, wird immer wieder betont, dass unsere Socken viel zu günstig abgegeben werden und vor allem von sehr guter Strickqualität sind. Überzeugen auch Sie sich und bestellen Sie jetzt! Vielen Dank. Besonderer Dank geht an unsere Frauen vom Strickteam! Bestellungen sind möglich bei: Maria Hog Tel.665 und Annemarie Keicher Tel: 1295!

Im Flüchtlingslager Mahama stehen erneut Bauarbeiten an

8.6.2018     Bereits im zeitigen Frühjahr wurden ja 2 weitere Klassenräume von jungen Flüchtlingen selbst gebaut und nun sollen zu der bereits seit letztem Jahr bestehenden Nähstube ebenfalls weitere Räume dazu kommen. Die Nähstube damals wurde ja noch mit Material aus Ruyigi eingerichtet, das der treue Fahrer von Maggy unter schwierigen Umständen aus Burundi herausgeschmuggelt hat. Der Erfolg der Nähstube war sensationell, so dass eine Erweiterung vorgesehen wurde.

Beim Bau der neuen Räumlichkeiten hat Maggy selbst mit Hand angelegt, wie auf dem Foto zu erkennen ist (Foto hängt in der St. Nikolauskirche, Gundelsheim an der Stellwand hinten aus), wo sie die Lehmbeutel in der Menschenkette mit weitergibt.

Aus Spendengeldern konnten neue Maschinen erworben werden und nach nur wenigen Wochen der Inbetriebnahme schwebt den Schneidern und den Modell Entwerferinnen vor, eine Modenschau im Lager zu veranstalten. So wollen die Flüchtlinge darauf aufmerksam machen, was in ihnen steckt und welche Möglichkeiten sich ihnen bieten können, wenn sie nur gefördert werden, was sie Maggy zu verdanken haben.

Wenn Maggy wieder nach Rwanda zurückkehrt, wird dieses Vorhaben voraussichtlich umgesetzt.

Darüber hinaus konnte auch ein kleiner Laden eingerichtet werden, der den Flüchtlingen die Möglichkeit bietet, sich auch mal etwas zusätzlich kaufen zu können. Dort wird sogar Gemüse und Obst zum Verkauf angeboten, das die Flüchtlinge selbst auf kleinen, zur Verfügung gestellten Äckern anbauen konnten; so können sie sich ein kleines Bisschen von der Menschenwürde erhalten.

All diese Möglichkeiten werden durch das nimmermüde Eintreten von Maggy bei den Politischen Stellen in Rwanda oder dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR erst Wirklichkeit. Mit ihrem Leitspruch: „Die Liebe wird gewinnen“ lässt sie sich durch nichts entmutigen und setzt sich stets für die Verbesserung der Lebensumstände ihrer Landsleute ein.

Die politische Lage in Burundi

allerdings verschlechtert sich zusehends. Seit Wochen wird in verschiedenen Stadtteilen von Bujumbura geschossen und es sterben täglich Menschen. Immer wieder kommt es auch zu Ermordungen, und dies auch in Gitega und sogar vor Priestern wird kein Halt gemacht. Unsere Freunde in Burundi sind in äußerster Anspannung. Immer wieder fliehen Menschen in das Camp Mahama. Maggy berichtete im letzten Telefonat dieser Tage, dass es äußerst schwierig ist, die Kosten für Behandlungen von Flüchtlingen im Krankenhaus aufzubringen. Auch deshalb ist es ihr nicht möglich, von Brüssel aus nach Gundelsheim zu kommen, da sie nur die Reisen unternehmen kann, deren Kosten für sie übernommen werden.

Plastikverbrauch soll auch in Burundi weniger werden

Nicht erst seit seiner Zeit als Umweltminister setzt sich Albert Mbonerane genau für die Umwelt ein. So hat er zusammen mit Journalisten einen Film über den Tanganijka See gedreht, in dem die Verschmutzung des Sees angeprangert wird um die Menschen zu sensibilisieren, ihren Wasserspeicher sauber zu halten und auch nicht zu überfischen. Unter dem Link erscheint der Film. https://youtu.be/xEXODWkZ0oQ

 







 

Die politische Lage in Burundi

allerdings verschlechtert sich zusehends. Seit Wochen wird in verschiedenen Stadtteilen von Bujumbura geschossen und es sterben täglich Menschen. Immer wieder kommt es auch zu Ermordungen, und dies auch in Gitega und sogar vor Priestern wird kein Halt gemacht. Unsere Freunde in Burundi sind in äußerster Anspannung. Immer wieder fliehen Menschen in das Camp Mahama. Maggy berichtete im letzten Telefonat dieser Tage, dass es äußerst schwierig ist, die Kosten für Behandlungen von Flüchtlingen im Krankenhaus aufzubringen. Auch deshalb ist es ihr nicht möglich, von Brüssel aus nach Gundelsheim zu kommen, da sie nur die Reisen unternehmen kann, deren Kosten für sie übernommen werden.

Plastikverbrauch soll auch in Burundi weniger werden

Nicht erst seit seiner Zeit als Umweltminister setzt sich Albert Mbonerane genau für die Umwelt ein. So hat er zusammen mit Journalisten einen Film über den Tanganijka See gedreht, in dem die Verschmutzung des Sees angeprangert wird um die Menschen zu sensibilisieren, ihren Wasserspeicher sauber zu halten und auch nicht zu überfischen. Unter dem Link erscheint der Film. https://youtu.be/xEXODWkZ0oQ


Nachrichten von Maison Shalom

8.6.2018                     Immer wieder schickt uns Marguerite Barankitse-Gründerin und Leiterin von Maison Shalom- Nachrichten und Fotos oder Videos, wo sie sich gerade zu Vorträgen aufhält oder wie es im großen Flüchtlingslager Mahama, wo hauptsächlich Flüchtlinge aus Burundi untergebracht sind, in Rwanda zugeht.

Gerade ist sie zur Zwischenlandung in Brüssel um weiter nach Armenien zu reisen, wo für dieses Jahr der Aurora Preis erneut vergeben wird:

2 Priester und eine junge Frau aus Indien, die sich gegen Gewalttätigkeit gegen Frauen einsetzt, stehen auf der Wahlliste, die „Maggy“ zusammen mit George Clooney und anderen beurteilen soll!.

Grüße aus Argentinien von Larissa Haaf

3.5.2018   Bei unserem Gemeindemitglied Larissa Haaf, die sich für ein freiwilliges Jahr im Friedensdienst in Argentinien aufhält, sind schon gut 2/3 des Einsatzes vergangen und ihre Gedanken beschäftigen sich bereits mit dem Abschiednehmen.

Das hieß es schon in Bandera, ihrem Einsatzort im Norden Argentiniens, denn nach 7 Monaten hatte sie sich entschlossen, ihre Gastfamilie zu wechseln, um noch einmal eine neue Familie und deren Lebensweise kennenzulernen. Der Abschied von ihren 1. Gasteltern fiel ihr und der Familie schwer, hatten sie sich doch sehr gut aneinander gewöhnt. Doch auch weiterhin kann Larissa mit Familie Vittar in Kontakt bleiben und das Verhältnis ist nach wie vor herzlich. Mit ihr zusammen konnte Larissa noch wichtige Feste feiern, so ihren Geburtstag am 1. November, dessen Feier sich zu einem einwöchigen Festreigen ausweitete. Sowohl von ihrer Gastfamilie als auch von den Schulkindern wurde sie mit hauptsächlich essbaren Geschenken überrascht und liebevoll bedacht.

Über die Allerheiligen Tage konnte sie mit ihrer 1. Gastfamilie Reisen zu den Eltern ihrer Eltern machen ebenso wie zum Weihnachtsfest, das Larissa dann auch die großen Unterschiede der Lebensumstände der beiden Großfamilien aufzeigte. Das Zusammentreffen ihrer vielen neuen Cousins und Cousinen jeweils erleichterten ihr das Aushalten der Festlichkeiten sehr und vor allem, dass sie immer besser die Sprache des Landes beherrscht und versteht. Weihnachten und Ostern werden eigentlich genauso gefeiert wie bei uns, und doch so unterschiedlich. Es ist das Gefühl, das schwer zu beschreiben ist; die Menschen, die sich anders verhalten als in Deutschland gewohnt. Alles in allem jedoch ein unbeschreibliches Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Unterschieds gleichermaßen.

In diese Zeit der großen Festlichkeiten fiel auch der argentinische Sommer, der mit den außergewöhnlichen Temperaturen bis 50 Grad das Leben tagsüber zum Erliegen brachte. Nur in den frühen Morgenstunden kann gearbeitet werden, jedoch sind die Menschen oftmals bis morgens um 4 Uhr auf den Straßen zum Plaudern. Das weihnachtliche Festessen fand so nachts im Garten statt, auch an Ostern noch trafen sich die Familien nachts zum gemeinsamen Schmausen.

Die neue Gastfamilie von Larissa wohnt genau am anderen Ende von Bandera in einer sehr belebten Gegend. Die neuen Eltern sind beide bereits Rentner und richten sich ganz nach dem Stundenplan von Larissa, warten auf sie zum gemeinsamen Essen und haben sie ebenfalls schon nach wenigen Tagen ganz fest ins Herz geschlossen. Auch hier hat sie mehrere Geschwister, die jedoch alle schon in nahe gelegenen Orten wohnen, 2 Brüder sind bereits verheiratet und alle hat sie mit den Gasteltern bereits besucht.

Begeistert berichtet Larissa von den Tanzgruppen, in die sie eingetreten ist; auch hier ist sie herzlich aufgenommen worden. Um auch Tänze aus Deutschland in das Städtchen einbringen zu können hat sie mit den Kindern im Kindergarten Marschtänze eingeübt und diese beim Abschlussfest der „Großen“ zum Wechsel in der Schule vorgeführt.

Mit einer Gruppe aus der Kirchengemeinde war Larissa einige Tage zum Missionieren nur wenige km entfernt auf dem Lande, wo es keine Straße gibt, keine Elektrizität, kein fließendes Wasser. Obwohl sie unangemeldet zu den Familien kamen wurden sie überall freundlich aufgenommen und Wasser und Essen wurde mit allen geteilt. Das Schlafen im Schulhaus allerdings war beschwerlich, da wegen der vielen Skorpione am Boden die jungen Menschen auf den Tischen und Stühlen übernachten mussten. Auch diese Tage waren eine besondere Erfahrung, die Larissa nicht missen möchte.

Bei ihren Geburtstagsfeierlichkeiten hat sie für ihre Gäste schwäbische Spezialitäten auf den Tisch gebracht, und nun wird sie immer öfter darauf angesprochen, wann es mal wieder Maultaschen oder Käsespätzle gibt! So ist das Leben im fernen Argentinien ein Geben und Nehmen, ein Erfahrungsaustausch der besonderen Art zwischen einer deutschen jungen Frau und der Gemeinschaft der Argentinier in Bandera.

Wenn Sie, die geneigten Leser den Bericht von Larissa in ganzer Länge nachlesen wollen: Er ist bereits an der Schautafel in der St. Nikolauskirche ausgehängt. [Anm.: Dort sind auch die Bilder zum Artikel zu sehen]. Auf Wunsch können Sie sich den Bericht auch im Pfarramt oder bei Frau Keicher in ganzer Länge vervielfältigen lassen, damit Sie alles gemütlich zuhause nachlesen können.

Unserer Larissa wünschen wir für die kommenden Monate noch weitere viele schöne und eindrucksvolle Erfahrungsmomente.  

Ausschusssitzung

21.3.2018         Letzte Woche war Sitzungswoche pur und so trafen sich auch die Mitglieder des Ausschusses Mission – Entwicklung – Frieden, um die Jahresabrechnung von der Kassiererin erläutert zu bekommen und über weitere Themen zu sprechen.

Wie immer hatte Frau Rose Schell alles genauestens aufgeschlüsselt und den Mitgliedern auch schriftlich die Aufstellungen überreicht, so dass jede® die Ausführungen der Kassiererin mitverfolgen konnte. Obwohl die Spenden gegenüber der Jahre, als noch Container nach Burundi geschickt worden sind, erheblich zurückgegangen sind, konnte Frau Schell immer noch über große Posten an Spenden berichten.

Der Missionsausschuss versteht sich als Zwischenverbindung und ist bemüht, die Zweck gebundenen Spenden schnellst möglich an die Empfänger weiter zu vermitteln. Die größte Summe erhielt die Organisation „Maison Shalom“, die die Gelder zum einen für eine besondere Weihnachtsfreude für die Flüchtlinge im großen Lager „Mahama“ in Rwanda verwendet hat, zum anderen jedoch wieder 3 Lehrer engagiert hat, um den Kindern und Jugendlichen einen halbwegs normalen Schulbetrieb im Flüchtlingslager bieten zu können.

Die Vorsitzende des Ausschusses, Annemarie Keicher bedankte sich herzlich für die kompetente Arbeit, die Frau Schell seit Jahren ehrenamtlich für den Missionsausschuss leistet, wie sich auch die übrigen Mitglieder für diese Arbeit engagieren: Wolfgang Schuster, Erika Pfisterer, Ferdinand Leist, Maximilian Englert, Ulrike Gehrig-Ferreira und Pfarrer Häuptle kraft Amtes.

Weitere Themen waren: die Weiterführung der seit vielen Jahren bestehenden Unterstützung der anderen Partnerländer Burkina Faso und Kolumbien, für Argentinien besteht ein eigenes Konto in NSU. Für Burundi haben wir noch weitere Einzelkontakte mit Dr. Misago, den wir nach Verfügbarkeit bei seinen Friedensbemühungen und der Berufsausbildung unterstützen wollen und dem 1. Pfarrer unsere 1. Partnergemeinde, Abbe Audace, der bei Besuchen ebenfalls stets auf eine kleinere Spende rechnen darf. Unsere 1. Partnergemeinde in Burundi Mushasha wird seit nunmehr 40 Jahren seit 1978 mit einem jährlichen Etat aus dem ordentlichen Haushalt bedacht. Die Ausschussmitglieder wollen sich kurzfristig bei eventuellen Besuchen aus Burundi bemühen, dieses 40 jährige Partnerschaftsjubiläum mit einem Gesprächsabend zu würdigen.

Mit dem Dank an alle Mitglieder beschloss die Vorsitzende den Abend; zuvor hatte Wolfgang Schuster die Arbeit von Annemarie Keicher mit herzlichen Worten gewürdigt, die es versteht, die gesamte Gemeinde über alle Partnerschaftsaktionen mit fast wöchentlichen Berichten umfassend zu informieren und das Mitdenken für andere immer wach zu halten. Ein Danke geht auch noch an die Damen im Pfarramt, die stets eine zusätzliche Arbeit mit dem Veröffentlichen zu erledigen haben und oftmals für Vervielfältigungen sorgen müssen. Des Weiteren ein Dank an die Kirchenpflegerin Frau Hietschold für die Prüfungen unseres Rechnungswesens.

Große Ehre für Maggy

In Armenien, wo bereits die diesjährige Verleihung des Aurora Awards vorbereitet wird, erhielt Maggy dieser Tage eine große Auszeichnung: Ihr wurde eine persönliche Briefmarke gewidmet.  

Spendenquittungen

15.3.2018                Leider hat sich das Versenden der Spendenquittungen doch etwas verzögert: wir bitten sehr herzlich um Entschuldigung.

In den allernächsten Tagen wird das Schreiben in Ihrem Briefkasten zu finden sein.

In diesem Zusammenhang dürfen wir darauf hinweisen, dass die Spenden für „Maison Shalom“ auch dorthin überwiesen werden, und den Waisen- und Flüchtlingskindern zu Gute kommt, die auch weiterhin von Maggy betreut werden. Selbst erarbeitete Gelder unserer Gruppe werden auch für die Friedensarbeit im Land Burundi und die Berufsausbildungsprojekte von Dr. Alois Misago oder das Malaria Krankenhaus verwendet.

Ein besonderes Angebot für Wolle Liebhaber: Socken stricken schon jetzt

15.3.2018         Wenn Sie Wolle schon zuhause haben und nichts damit anfangen können, bringen Sie diese schon jetzt zu den bekannten Annahmestellen: Maria Hog oder Annemarie Keicher, damit die gewünschte Sockengröße auf jeden Fall bis zum Weihnachtsmarkt fertig gestellt sein wird. Wir berechnen nur geringe Kosten als Arbeitslohn für die Strickarbeit, die dann als Spende für die vielfältigen Aufgaben in unserem Partnerland Burundi verwendet wird: So tun Sie mehrfach Gutes: Sie verhelfen Strick freudigen Frauen zu einer nützlichen Arbeit und unser Missionsausschuss kann sich auf Spendeneinnahmen freuen. Es ist auch möglich, dass aus ihrem Wolleknäuel ein Schal oder Mütze entsteht, ganz nach ihren Wünschen!!  

Die ersten Studenten mit Examen zurück im Flüchtlingslager

Februar 2018      Im Jahre 2015 erhielt Maggy für ihren Einsatz für Waisenkinder in Burundi seit 1993 den Aurora Prize, in Armenien von George Clooney überreicht. Endlich ein Preis mit einer hohen Dotierung: 400000.- US Dollar. Dieses Geld setzte sie für 400 junge Menschen aus dem Flüchtlingslager in Rwanda ein, um ihnen einen Studienplatz an Universitäten in Rwanda und angrenzenden Staaten zu erkaufen.

Die ersten 50 Studenten konnten nun bereits ihren Abschluss mit einem gebührenden Fest feiern. Bei der Feier traten auch die Trommler auf mit einer beeindruckenden Vorführung, wie sie die Gundelsheimer beim Stadtfest im Jahre 1994 vor dem Rathaus erleben konnten und die Schüler/innen der Horneckschule im Schulhof damals. Maggy legt größten Wert darauf, dass die Jugendlichen die alten Traditionen ihres Heimatlandes Burundi auch im Flüchtlingslager erlernen und erleben können. Diese Aufgaben bieten Abwechslung und Schule gleichermaßen.

Berufsausbildung in Burundi

Februar 2018    Im vergangenen Oktober hatte unser Freund Dr. Alois Misago bei der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit SEZ, bei verschiedenen Ministerien, Universitäten und bei Caritas International in Baden-Württemberg, das ja das Partnerland von Burundi ist und in der Diözese Rottenburg ein Berufsausbildungsprojekt für Burundi vorgestellt, das allgemein großen Anklang gefunden hat und ihm für dieses Projekt Unterstützung zugesichert worden ist. Wochen danach wandte sich die Vorsitzende des Ausschusses an die Projektpartner und unseren Bundestagsabgeordneten sowie die Landtagsabgeordneten, um Nachricht zu erhalten, wie die Unterstützung durchgeführt werden würde. Damals fehlten dann noch weitere Schriftstücke aus Burundi. Dieser Tage wandte sich die Vorsitzende erneut an alle Beteiligten, um ein eventuelles Ergebnis zu erfahren. Leider war seither noch nichts passiert, überhaupt nichts in die Wege geleitet worden. Lediglich die LA Friedlinde Gurr Hirsch antwortete auf das Schreiben mit dem Hinweis, dass sie sich einsetzen werde.

Auch von unserer Diözese sind keinerlei Zuschüsse erfolgt, ja die Unterstützung für das Friedensprojekt, das im vergangenen Herbst groß als überragendes Beispiel zur Förderung der Menschen in Burundi auf extra Blättern veröffentlicht worden war, blieb bis jetzt aus. Wenn nicht wir dieses Projekt bereits seit 2015 unterstützen würden, allerdings mit jeweils „nur“ € 500.- jährlich, könnte auch dieses Projekt nicht weiter geführt werden, das im Hinblick auf die nächste Präsidentschaftswahl im Jahre 2020 von so großer Wichtigkeit ist. Der Präsident, der ja unrechtmäßig die 3. Amtsperiode erzwungen hat, schlägt immer skurrilere Töne an: Nun lässt er das Auftreten der Trommlergruppen verbieten, mit der Begründung, dass sie ein Relikt aus der Zeit des verstorbenen Königs sind!  

missio – kontinente

26.1.2018             In den ersten Tagen des neuen Jahres waren wieder die Mitarbeiterinnen für missio – kontinente unterwegs, um den Jahresbeitrag einzusammeln, der seit vielen Jahren unverändert bei € 10.- liegt.

Über das gesamte Jahr hinweg sind die Frauen vier Mal unterwegs, um den Mitgliedern die sehr interessante Zeitschrift ins Haus zu bringen. Darin wird über die vielen Projekte von missio informiert, die durch die Mitgliedsbeiträge in aller Welt gefördert werden können. So werden die Länder der sog. 3. Welt eindringlich vorgestellt, die Probleme, aber auch die Erfolge deutlich gemacht.

Wer sich näher informieren will, kann sich bei den Mitarbeiterinnen: Hanne Schell, Anita Plauth, Margrit Haberbosch, Gerdi Kunz, Zita Braun, Sabine Waniek und Barbara Ederer näher informieren oder die Zeitschrift bei ihnen bestellen, auch bei Annemarie Keicher, die die Verbindung zu missio Aachen hält und den Schreibkram erledigt!

Malaria in Burundi

26.1.2018         Die 55 Einzelstaaten in Afrika sind alle grundverschieden!

Malaria ist in Burundi immer noch eine gefürchtete und schlimme Krankheit, an der jedes Jahr auch Tausende versterben. Vor 2 Jahren konnten wir mit 3 größeren Einzelspenden das Malaria Krankenhaus in Bujumbura unterstützen, das dann über 3000 an der Malaria infizierte Kinder retten konnte, indem über die „action medeor“ kurzfristig und ganz schnell entsprechende Medikamente geliefert werden konnten. Dort wird auch die Pflanze Artemisia angebaut, der eine „Wunderwirkung“ zugeordnet wird und die Erforschung wird vorangetrieben.

Das Ehepaar Keicher konnte bei einem Besuch 2005 sogar in Ruyigi miterleben, wie eine junge Frau, eben noch mit einer Nachricht aus dem Büro bei Maggy vorstellig, umfiel und sofort ins alte Krankenhaus gebracht werden musste. Wochenlang musste sie stationär behandelt werden, erhielt nur Infusionen, weil sie eine Mitarbeiterin von „Maison Shalom“ war, das wiederum das Krankenhaus mit Materialien aus unseren Containern ab und zu versorgt hatte. Sogar in Ruyigi deshalb, weil in der Höhe die Krankheit Malaria seltener auftritt als am Tanganijkasee, wo Malaria zur Tagesordnung gehört.

Für Europäer ist die Krankheit weitaus ungefährlicher, da ihr Immunsystem meist sehr gestärkt ist, sie sich bei Reisen nach Afrika prophylaktisch schützen können und, falls es zum Ausbruch kommt, ihnen dann sehr gute Medikamente zur Verfügung stehen, die sich die Burunder und die meisten Menschen in Afrika gar nicht leisten können. Schlafen ohne Moskitonetze ist für Europäer völlig unmöglich, für die Burunder in der Gegend rund um den Tanganijkasee ebenfalls, wer es sich leisten kann!! Es ist bedauerlich, dass die großen Pharma Konzerne dieses Problem noch nicht so gelöst haben, dass ein wirksames, bezahlbares Medikament für Afrika auf den Markt gebracht werden kann.

Weitere Neuigkeiten vom „Maison Shalom“ / Rwanda

19.1.2018       Dieser Tage konnten wir erneut mit Maggy telefonisch Kontakt haben. Noch einmal bedankte sie sich für die große Weihnachtsspende und berichtete weiter, dass die Gelder sogar ausgereicht haben, auch im Flüchtlingslager in Uganda, wo ebenfalls ein große Anzahl von Burundern untergebracht ist, Weihnachtsfreude zu verbreiten.

2 ihrer engsten Mitarbeiter sind gleich nach den Feiertagen dorthin gereist, um den Jugendlichen Fußbälle zu bringen, damit sie beim Spielen ein wenig Abstand von der misslichen Lage bekommen.

Im Lager in Rwanda konnte inzwischen noch eine „Nähstube“ eingerichtet werden, so dass die Frauen die Schulkleider für die Kinder selbst anfertigen und so auch die Zeit nützlich verbringen können. Die Stoffe hat Maggy günstig besorgen können. Die Nähmaschinen die wir ja in großer Zahl in unseren 24 Containern nach Afrika verschickt haben, hat offenbar ihr Fahrer aus Ruyigi herausholen können. Als junger Rebellensoldat ist er in den 90iger Jahren zu ihr geschickt worden mit dem Auftrag, sie zu töten. Maggy hat damals bemerkt, dass „Rugandi“ (so sein Spitzname) eine Waffe bei sich trug und hat ihn sogleich zur Rede gestellt: „ Du kannst mich töten, ich bin unbewaffnet: Du kannst aber auch die Waffe ablegen und bei mir als Helfer bleiben. Ich mache einen guten Menschen aus Dir.“ Das hat sich erfüllt: Heutzutage geht er durchs Feuer für Maggy und nimmt immer wieder die schwierigsten Wege auf sich, um noch irgendetwas aus Ruyigi/ Burundi zu holen, damit den Flüchtlingen geholfen werden kann.

Weihnachtsgrüße

Abbe Audace hat verschiedenen Personen in Gundelsheim selbst Briefe geschickt, möchte aber auch an alle Gemeindemitglieder Grüße und Gottes Segen ausgerichtet haben.

Dr. Alois Misago bedankt sich noch einmal für die Unterstützung und wünscht ebenfalls ein gutes Neues Jahr.

Sr. Consilia, die für uns die Verbindung nach Kolumbien aufrecht hält, schickte ebenfalls Weihnachtsgrüße.

Weltfriedensdienst - Berichte

Larissa Haaf hat noch vor Weihnachten Grüße aus Argentinien an uns gerichtet, die jedoch wegen des zeitigen Abgabetermins erst jetzt veröffentlicht werden können:

Weihnachtsgrüße aus Agrentinien! Feliz Navidad alle zusammen! Seit meinem letzten Rundbrief sind schon wieder zwei Monate vergangen und in dieser Zeit ist hier im kleinen Bandera unglaublich viel passiert! Ich hab meinen Geburtstag gefeiert, ich hatte meinen ersten Auftritt in meiner Tanzgruppe und ich durfte bei der wundervollen Abschlussfeier meines Kindergartens dabei sein. Im Moment bin ich in mit meiner Schwester Christina, die gerade zu besuch ist, in Buenos Aires, da wir den Anfang der fast meiner dreimonatigen Schulferien dazu nutzen das Land indem ich jetzt schon seit über vier Monaten wohne besser kennenzulernen. Mir geht es sehr gut und ich bin schon gespannt wie dich das Weihnachtsfest hier in Argentinien verbringen darf. Ich schicke euch alle lieben Grüße und werde mich schon bald mit einem ausführlichen Bericht bei euch melden. Bis dahin wünsche ich euch Feliz Navidad y un prospero año nuevo!

Saludos eure Larissa.

 

Manuel Englert in Simbabwe hat über die Weihnachtstage 8tägige Exerzitien nach Ignatius von Loyola durchgeführt und anschließend war er auf einer 7tägigen Exkursion in ein ihm noch nicht bekanntes Gebiet von Simbabwe. In seinem 3. Rundbrief befasst er sich mit philosophischen Gedanken derart gekonnt über die Religion und das Mensch Sein, dass eine Zusammenfassung seines Aufschriebes seinen Gedankengängen nicht genügen würde. Deshalb empfehlen wir allen Interessierten, seinen Rundbrief im Schaukasten nachzulesen oder ihn als Druckauflage bei Annemarie Keicher oder im Pfarramt abzuholen!  

Herzlichen Dank für alle Spenden!

9.1.2018

Weihnachtsfreude im Flüchtlingslager in Rwanda

Mit unserer großen Spende über € 6500.-, die noch im alten Jahr an „Maison Shalom“ in Rwanda überwiesen werden konnte, wurde im Flüchtlingslager „Mahama“ für die burundischen Flüchtlinge in Rwanda eine große Weihnachtsfreude zelebriert! Nach den Weihnachtsgottesdiensten, die an allen 3 Tagen stattfanden, war Maggy mit ihrem großen Helferteam von ca 30 Personen täglich unterwegs, um insgesamt 18000 Kinder zu beschenken, und mit ihnen ihre Familien. Jedes Kind erhielt einen eigenen Bleistift und einen Notizblock, dazu zusätzliche Lebensmittel und vor allem für jede Familie frisches Obst, was ein ganz seltenes Geschenk ist. Für das neue Jahr wird ein 2. Lehrer verpflichtet, was ebenfalls durch unsere Spende möglich ist. Dadurch können auch Jugendliche und junge Erwachsene zusätzlich den Schulunterricht besuchen und das Schulzimmer ist optimal ausgenutzt, wenn den ganzen Tag über Unterricht angeboten werden kann. Dennoch können nicht alle Kinder täglich zum Unterricht kommen, der Unterricht wird gestaffelt angeboten. Für die Kinder im Flüchtlingslager ist es eine Freude, wenn sie zur „Schule“ gehen können. Maggy dankt im Namen der Kinder und Flüchtlingsfamilien sehr herzlich für diese großzügige Geste der Solidarität und im eigenen Namen, dass sie in Gundelsheim solche Brüder und Schwestern hat, die sie nie in 25 Jahren Bestehen von „Maison Shalom“ im Stich gelassen haben, ja immer wieder neue Anstrengungen unternehmen, damit sie für andere wirken kann.

Weitere Spenden eingegangen, auch von Horneckschule

Noch im alten Jahr haben wir auch von der Horneckschule aus der Aktion „Wandern für Afrika“ eine größere Spendensumme von insgesamt 1500.- € erhalten und einige weitere schöne Einzelspenden von € 50.- bis 100.- und noch höher! Ganz herzlichen Dank dafür. So wird es möglich sein, im Frühjahr erneut eine größere Summe an „Maison Shalom“ zu überweisen. Jedoch werden wir erst noch einmal Rücksprache mit Maggy halten, wofür die Gelder verwendet werden können. Allen Spendern ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für die Unterstützung.

Unterstützung auch für Dr. Alois Misago

9.1.2018   Im vergangenen Jahr wie auch schon früher haben wir Dr. Misago in seinem Bestreben unterstützt mit einer Friedensbildenden Aktion für die Aussöhnung der Menschen in Burundi zu sorgen. Damit er in dieser wichtigen Arbeit fortfahren kann, haben wir ihm aus den Einnahmen des Weihnachtsmarktverkaufes ebenfalls € 500.- überwiesen.

Auch er bedankt sich im Namen aller, die daraus Nutzen ziehen, auf das Herzlichste.

Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt zu Ende

6. November 2017        Bei herrlichem Kerzenschein am Abend und winterlich gezuckert auch tagsüber konnten die Gundelsheimer Mitbürger 3 Tage lang einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt feiern.

Beim Stand vom Missionsausschuss konnten die Menschen, die sich und anderen ein Geschenk aussuchen wollten mit ihrem Kauf auch etwas Gutes für andere im weit entfernten Afrika tun, denn die gesamten Einnahmen werden für die Partnerschaft mit dem „Maison Shalom“ verwendet, das wir seit der Gründung im Oktober 1993 unterstützen.

Die Leitungsmannschaft von „Maison Shalom“ mit der Gründerin und Leiterin Marguerite Barankitse – Maggy - musste nach Rwanda fliehen, wo sie sich besonders um die über 80000 Flüchtlinge aus Burundi kümmert. Wie zuvor in der Region Ruyigi in Burundi sind auch jetzt besonders die Kinder und Jugendlichen das Anliegen von Maggy, und so konnten in den letzten beiden Jahren seit Sommer 2015 im Lager eine Schule und ein Kindergarten gegründet werden. Maggy möchte auf jeden Fall verhindern, dass sich die jungen Flüchtlinge auch auf den Weg nach Europa machen. Sie will mit ihrer kleinen Mannschaft dafür sorgen, dass die Flüchtlinge auch im Lager in Rwanda eine Schulausbildung erhalten, dass sie Berufe erlernen können, damit sie eines Tages bei der Rückkehr nach Burundi nicht als Bettler auf der Straße stehen müssen.

Auch wir möchten weiterhin diese Idee unterstützen und freuten uns sehr, wenn jemand an unserem Stand Halt machte. Zwar waren die Einnahmen nicht so hervorragend wie im letzten Jahr, jedoch mit dem Verkauf von Hand gearbeiteten Sachen das ganze Jahr über kommen wir doch wieder auf einen Reingewinn von fast € 1500.-, die Spenden dazu gerechnet, die in der Spendendose landeten oder Frau Keicher direkt in die Hand gedrückt worden sind. Dieser Gewinn ist aber nur möglich geworden, weil alle Handarbeiten von Socken, Mützen und Schals, supersüße Babyschuhe und Kindersocken, Decken und Täschchen, Filzhausschuhe und Ähnliches mit Wolle und Arbeit gestiftet worden sind. Dazu waren leckere Plätzchen und Apfelbrot, viele Sorten toller Gelees und Marmeladen ebenfalls mit den Zutaten kostenlos zur Verfügung gestellt worden. Außerdem waren von wenigen Herren gefertigte Holzsachen wie Sterne und Autos im Angebot.

Bei all den Unterstützern und Spendern möchten wir uns auf diesem Wege sehr herzlich bedanken. Ihre Arbeit machte diesen schönen Gewinn möglich. Besonderer Dank gebührt Frau Maria Hog, die sich unermüdlich das ganze Jahr über um Strickerinnen bemühte und selbst den größten Posten hergestellt hat. Ein großes Danke geht an Peter Lauber, der immer zur Mithilfe bereit ist und allerhand aus seinem großen Fundus zur Verfügung gestellt hat. Auch bei den Arbeitern vom städtischen Bauhof möchten wir uns herzlich bedanken, besonders bei „unserem“ Viktor! Zum Schluss noch mal ein Danke an alle Mithelfer und alle Käufer: wir hoffen auf Zufriedenheit!!

Konto Nr.

Falls jemand nicht zum Einkauf kommen konnte, die Arbeit des Missionsausschusses jedoch unterstützen möchte, hier die Konto Nr.: VoBa HN DE 49 620 901 000 446 001 007. Bei uns können Sie sicher sein, dass kein jährlicher Bettelbrief vor Weihnachten eintrifft, sondern dass jeder Cent an die Ärmsten weitergeleitet wird. Vielen Dank für alle Unterstützung. Ab € 100.- erhalten Sie eine Spendenquittung.


Trotz großer Sorgen werden Feste im Flüchtlingslager in Rwanda gefeiert

30. November 2017      Unlängst konnten wir schon berichten, dass Maggy zum 24 jährigen Bestehen von „Maison Shalom“ ein Statement herausgegeben hat, dass sie und die über 80000 Flüchtlinge aus Burundi immer noch hoffen, dass sie alle bald wieder nach Burundi zurückkehren können. Wenige Tage darauf sind die burundischen Bischöfe fast geschlossen nach Rwanda gereist, um ihre Mitbürger, die dort in schwierigen Verhältnissen leben müssen, zu besuchen und ihnen Vertrauen in die Zukunft zu vermitteln.

Auf dem Lagergelände hat Maggy mit ihren Mitarbeitern alles für einen großen Gottesdienst vorbereiten lassen. Anschließend wurden weltliche Tänze von Mädchen und Jungen vorgeführt, einmal um die Lebensfreude der Menschen zu erhalten, zum anderen, damit die jungen Menschen die Traditionen ihres Heimatlandes nicht verlernen, wozu eben auch die verschiedensten Tänze gehören.

Erstaunlich für uns Außenstehende ist es zu sehen, wie gut alles organisiert ist, wie selbst in dieser schwierigen Lage es Maggy immer wieder versteht, mit einfachster Kleidung ein Gemeinschaftsgefühl herzustellen: die weißen Haarkränze der Mädchen beispielsweise sind aus Papier hergestellt!! Die Vorbereitung auf solche Anlässe bringt eine gute Abwechslung in das Lager leben und lässt die Menschen immer wieder freudige Augenblicke erleben.

Auf dem Foto, das in der St. Nikolauskirche in Gundelsheim aushängt, können Sie im Vordergrund jüngere Mädchen tanzen sehen, während die Jungen auf traditionelle Art mit Kopfschmuck dahinter den Erntedanktanz zeigen, der früher nur vor dem König aufgeführt werden durfte; jetzt wurde der Tanz zu Ehren der Bischöfe einstudiert.

Im Hintergrund sind noch die Hütten zu erkennen, die die Menschen sich zum Teil selbst bereits aus Lehm und dünnen Baumstämmen gebaut haben, um beim Wind nicht nur Planen über dem Kopf zu haben, die laute Geräusche verursachen.  

Grüße von Sr. Consilia / Kolumbien

30. November 2017        Erst jetzt erhalten wir die Grüße von Sr. Oberin Consilia aus dem Mutterhaus des Klosters von Sr. Amalie Herold. Sie war längere Zeit auf Auslandsreise, u. a. auch in Kolumbien und berichtet, dass es ihr immer noch zu Herzen geht, wenn sie Armut dort hautnah erlebt.

Umso erfreuter ist sie darüber, dass sie erneut unsere Spende von € 500.- dorthin weiterleiten kann und so den Schwestern in Sinceleijo die Möglichkeit gegeben wird, den Ärmsten unter den Schulkindern eine Unterstützung angedeihen zu lassen, was jetzt vor Weihnachten besonders die Kinderaugen zum Leuchten bringen wird. So wissen wir wieder, dass unsere Spende nötig ist und Freude bereiten wird.

Weltfriedensdienst: Manuel Englert berichtet aus Zimbabwe

Um Manuel hatten seit der letzten Woche seine Familie und alle Freunde Sorgen, da sich in seinem „Heimatland für ein Jahr“ ein Militärputsch ereignet hat. Manuel selbst gab an alle ein Entwarnungsmail heraus, dass sich die kritische Lage „nur“ auf die Hauptstadt Harare konzentriert und er sich in keinster Weise bedroht fühlt.

Sein neues Leben hat nun Struktur angenommen: Er ist gewissermaßen als Volontär im Schulbetrieb mit eingegliedert und zu seiner Freude darf er Mathematikunterricht vermitteln in der Oberstufe. Dabei kann er einen sehr kritischen Blick auf den Schulalltag richten, der von allen Schülern ein großes Maß an Disziplin abfordert, das jedoch alle anscheinend gerne annehmen, um am Ende zu den Besten des Schulabgangs zu gehören.

Über 80% der Schüler leben im angeschlossenen Internat, das ein besonders konzentriertes Lernen gewährleistet, für das jedoch die Familien meist den gesamten Monatslohn aufbringen müssen. Das Niveau der Lerninhalte, meint Manuel entspricht in etwa dem der Deutschen und auch die Abituranforderungen entsprächen sich sehr.

Nach dem Schulabschluss steht eine sehr gut ausgebildete Jugend vor dem Nichts, denn Arbeitsplätze sind auch dort, wie wir es aus Burundi kennen, Mangelware. Die willigen Schüler werden von demotivierten Lehrern unterrichtet, die es nicht verstehen, das Potential der Schüler auszuschöpfen; allerdings schränkt Manuel seine Kritik gleich wieder ein, denn bei großen Klassen ist es nicht einfach, sich um Bessere zu kümmern und die anderen nicht auf der Strecke zu lassen!

Schule beginnt um 7.15 Uhr bis 16 Uhr, um 18 Uhr Essen, von 19 bis 21 Uhr Lernen im Klassenzimmer. So müssen die Schüler bereits um 5 Uhr aufstehen, denn vor Schulbeginn steht noch der Gottesdienstbesuch an; auch Gebetszeiten werden genau eingehalten: so kann es passieren, dass während der Unterrichtsstunde alle zum Gebet sich erheben.

Weiter ist er in ein Behindertenprojekt eingebunden und staunt hier über die Geschicklichkeit der Menschen, die z.B. aus kaputten Schuhen wieder neue entstehen lassen.

Auch um Waisenkinder kümmert er sich nach wie vor und kann inzwischen mit den Menschen bereits in ihrer Muttersprache sich unterhalten, in „Shona“.

Mit einer Besuchergruppe, die zum Schüleraustausch in Zimbabwe ist, konnten Manuel und sein Zimmerkollege Jakob eine Wanderung zu Höhlen unternehmen, wo Wandmalereien zu bestaunen sind. Auch bleibt immer noch Zeit, mit dem bereits lieb gewonnenen Freund Moses, dem sie gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes beim Hausbau geholfen haben, Wanderungen zu unternehmen und Manuel lernt täglich Neues kennen und erfahren.

Er fühlt sich in seinem neuen Wohnort und Wirkungskreis sehr wohl und hat auch das zuerst ungewohnte Essen sehr lieb gewonnen. Uns in der Heimatgemeinde bleibt nur, ihm weiter alles Gute und Gottes Segen zu wünschen und sich die Begeisterung für alles Neue zu erhalten. Der gesamte Bericht wird wieder im Schaukasten an der Nikolauskirche in Gundelsheim veröffentlicht.

Weihnachtsmarkt

Um unsere Unterstützung für all diese Projekte auch weiterhin gewährleisten zu können beteiligen wir uns am Weihnachtsmarkt der Stadt Gundelsheim.

Wir verkaufen verschiedenste Handarbeiten, die ein inzwischen eingespieltes Team herstellt und uns zum Verkauf zur Verfügung stellt.

Bitte unterstützen Sie uns durch den Kauf eines oder mehrerer Artikel, damit wir einen schönen Gewinn erzielen und unsere partnerschaftlichen Aufgaben in aller Welt wahrnehmen können. Von Socken über Mützen und die besonders angenehmen Filzhausschuhen über Marmelade und Gelee bis zu einem kleinen ausgesuchten Plätzchensortiment mit einigen Schmuckelementen finden Sie für jeden Geldbeutel eine Kleinigkeit.

Unser Platz ist vor dem Alten Rathaus.

Buch: Gundelsheimer Stadtgeschichte

 

Über die WM Tage verkaufen wir an unserem Stand auch das Buch: “Gundelsheimer Augenblicke“ von Leo Achtziger, Herausgeber: Kulturetta für 40,-- €. Ein wundervoller Überblick über 250 Jahre Gundelsheim mit allen Ortsteilen. Das besondere Weihnachtsgeschenk!  

Maison Shalom in Rwanda

Seit einigen Wochen schon ist Maggy wieder in Rwanda, von wo uns stets Nachrichten erreichen. Zum Jahrestag der Gründung von „Maison Shalom“ vor 24 Jahren hat sie sich per Video Botschaft an alle Burunder gewandt mit der hoffnungsvollen Aussage, dass sie weiter daran glaubt, dass sie und alle Flüchtlinge eines Tages wieder nach Burundi zurückkehren können: Die Liebe gewinnt, ihr Motto seit Jahrzehnten.

Im Lager Mahaba haben Flüchtlinge damit begonnen, Lehmhäuser zu bauen, einerseits traurig, denn es ist ein Zeichen dafür, dass sie sich auf einen längeren Aufenthalt einrichten, andererseits betonen die jungen Arbeiter, dass sie Gelerntes nicht verlernen wollen und dieses auch an die jüngeren Flüchtlinge weitergeben wollen. In Klassenzimmern werden den ganzen Tag über Kinder und Jugendliche unterrichtet, damit eine gewisse Struktur des Tages eingehalten werden kann

Berufsbildungsprojekt in Burundi

Nach seiner Rückkehr nach Burundi hat der Dekan des wirtschaftswissenschaftlichen Instituts an der Universität Bujumbura noch einmal auf die Dringlichkeit seines Anliegens, das auch von der gesamten Bischofskonferenz unterstützt wird hingewiesen.

Daraufhin hat die Vorsitzende des Ausschusses sich an unsere Landtagsabgeordneten und unseren Bundestagsabgeordneten sowie an verschiedene weitere Behörden gewandt und dringend darum gebeten, sich verstärkt um die Umsetzung des Projektes zu kümmern, bietet es doch gute Chancen, dass die jungen Menschen nicht in die Jugendmiliz des Präsidenten getrieben werden, der sie mit Uniformen und Essen versorgt und sie zum Töten in die Dörfer dafür schickt, während die anderen Jugendlichen ohne Arbeit herum lungern müssen.

Auch würden diese Maßnahmen eine Gewähr dafür sein, dass die jungen Leute sich nicht auf Fluchtwege nach Europa begeben. Wenn wir schon das Partnerland für Burundi sein wollen, müssen wir endlich wirkliche Maßnahmen ergreifen, dass sich die Situation dort ändert. Rheinland Pfalz, das eine Partnerschaft mit Rwanda seit vielen Jahren hat, hat stets durch alle politischen Unbilden hinweg das Land unterstützt und ihm so zu einer wirtschaftlichen Blüte verholfen, wenn auch die momentane politische Lage ebenfalls von vielen Repressalien gegen die Bevölkerung gekennzeichnet ist.

Besuch von Dr. Misago aus Burundi

Leider war durch den nur kurzen Besuch von Dr. Alois Misago, z.Zt. Dekan der wirtschaftspolitischen Abteilung der Universität in Bujumbura nur ein Treffen im engsten Rahmen möglich. Dieses verlief jedoch hochinteressant und unser 2. Vorsitzender des KGR’s und gleichzeitig ja Mitglied im Missionsausschuss ergänzte sich mit Dr. Misago in den gedanklichen Möglichkeiten, wie dem politisch im Moment so gebeutelten Land weiter geholfen werden könnte.

Das dringendste Anliegen von Dr. Misago ist es, die jährlich über 80 000 jungen Menschen, die aus der Schule entlassen werden in Lohn und Arbeit zu bringen. In Burundi ist keine nennenswerte Industrie vorhanden, nach der Schule gibt es keine Berufsschule, die die jungen Leute ordentlich ausbilden würde. Mit maximal 9 Jahren Unterricht stehen sie vor dem Nichts.

Nach wie vor ist auch die Landwirtschaft auf einem Stand wie bei uns vor mehr als 100 Jahren, Geräte außer der Hacke und Maschinen fehlen völlig. Mit diesem Anliegen kam Dr. Misago zu Gesprächen nach Stuttgart zum Wirtschafts- / Entwicklungsministerium, das zwar Hilfe zusagte; die Gelder bleiben jedoch auf Eis wegen der politischen Haltung des Präsidenten. Auch bei Caritas International legte er diesen Plan vor, doch dort wurde vorgeschlagen, mit einem kleineren Projekt zu beginnen.

Unser Ausschuss hatte bereits im Vorfeld abgestimmt auch in diesem Jahr das Friedensprojekt, das ja Dr. Misago im Jahre 2015 initiiert hat, weiter zu unterstützen. Im kommenden Jahr, oder wenn der Verkauf beim Weihnachtsmarkt hervorragend abläuft schon früher, werden wir in ein Berufsausbildungsprogramm mit einsteigen mit Kleinprojekten wie Hühnerhaltung oder Ziegenaufzucht, oder Nähprogramme, wie wir das ja bereits bei „Maison Shalom“ in Ruyigi mit Erfolg durchgeführt haben.

Die staatlichen Hilfen sowie die auf europäischer Ebene für das Land Burundi sind wegen der 3. Amtszeit des Präsidenten, die nicht in der Verfassung vorgesehen ist, gestoppt. Jedoch versteht es Präsident Nkurunziza sich anderweitig zu behelfen, denn China und Russland springen gerne mit Unterstützungen für die Regierung ein, wenn sie die Bodenschätze im Land dafür ausbeuten können. So ist der Rückzug der westlichen Staaten als Geberländer verhängnisvoll.

Weltfriedensdienst: Michaela Schell berichtet aus Ghana

Hallo zusammen,

hier ein kleiner Einblick in meine letzten drei Monate in Ghana.

Ich lebe nun schon seit Anfang August in Accra und habe mich hier wirklich schnell eingelebt. Mein Alltag sieht so aus, dass ich von Montag bis Donnerstag im Straßenkinder- Projekt bei Mama Mina arbeite. Die Mama Mina ist eine unglaublich herzliche Frau, welche das Projekt vor einigen Jahren selbst aufgebaut hat. In unser Projekt kommen die Kinder, deren Eltern ihnen leider keine Schulbildung ermöglichen können. Schule ist Kostenpflichtig und das für diese Menschen nicht unerheblich. So versucht Mama Mina den wirklich Ärmsten wenigstens eine kleine Grundausbildung von lesen, rechnen und schreiben zu ermöglichen. Das Projekt von Mama Mina, ist komplett kostenfrei für die Kinder.

Der 'Schulalltag', welcher nie ein wirklicher Alltag ist, da an jedem Tag etwas anderes passiert, beginnt damit, dass wir mit den Kindern singen und beten. Danach geht jedes Kind in seine 'Klasse'. Die Klassenzimmer sind verschiedene Tische, welche verteilt sind. Die komplette Schule befindet sich im Freien mit überdachten Plätzen. In der Teaching- Lesson lernen die Kinder mit den Volunteers das Rechnen, Schreiben, Lesen oder die Farben.

Nach dem Unterricht spielen oder basteln wir mit den Kindern. Kurz vor 12 Uhr putzen wir dann gemeinsam die Zähne und danach gibt es das Mittagessen. Für die meisten der Kinder, ist das die einzige richtige Mahlzeit am Tag.

Ebenso wird nach der persönlichen Hygiene der Kinder geschaut, und auch dass sie was Anständiges zum Anziehen anhaben. Nach dem Mittagessen wird aufgeräumt und dann gehen die Kinder nach Hause.

Das ist mal ein grober Einblick in mein Leben hier in Ghana. Mir geht es gut und ich bin sehr dankbar für alle Erlebnisse. Jeder Tag ist komplett anders und oft muss man auch schlucken und ist am Rande der Verzweiflung wenn man Dinge sieht, die man nicht verhindern oder auch ändern kann. Aber man muss sich auch bei den Kindern durchsetzen, damit diese sich einigermaßen benehmen. Aber wenn man morgens ins Projekt kommt und die Kinder freudig auf einen zu rennen, einen umarmen und drücken oder man sie in den Gassen Accras trifft und das gleiche passiert, ist der Ärger schon wieder vergessen.

Am Wochenende habe ich die Möglichkeit, ein wenig Land und Leute außerhalb von Accra kennen zu lernen. Es sind viele sehr eindrückliche aber auch wertvolle und schöne Erkenntnisse. Wenn ich zuhause bin und es interessiert möchte ich im Jugendheim über diese Erlebnisse berichten und Euch mit nehmen. Eure Michaela Schell

PS: Ich habe schon durch verschiedene Spenden, unter anderem die von unserer Kirchengemeinde, 7 Kindern das weitere Schuljahr ermöglichen können, da sie nur bis zum letzten Schuljahr unterstützt wurden. Die Kinder freuen sich über jeden Betrag, der ihnen eine Schulbildung ermöglichen kann. Denn eine gute Schulbildung ist das Einzige, was den Kindern und jungen Menschen helfen kann, aus ihrem Elend heraus zu kommen. Hierfür habe ich ein Konto. Wenn jemand Interesse daran hat, dies mit zu unterstützen, sage ich schon mal herzlichen Dank im Namen der Kinder. Annette Schell, Verwendungszweck Ghana, IBAN: DE 89 620 5000 0122 643 6165

Bericht vom Weltfriedensdienst in Argentinien

Vor fast einem Vierteljahr wurden in einem feierlichen Aussendungsgottesdienst 3 junge Menschen in die Welt hinaus entsandt. Nun berichtet uns Larissa Haaf von ihren Erfahrungen in Argentinien, aus ihrem Wohnort „Bandera“ in der Provinz Santiago del Estero.

Nach einem langen Flug wurde sie am Flughafen von Santiago vom Leiter des Jugendhauses mit einem sehr kleinen Auto abgeholt und verbrachte die 1. Nacht dort. Schließlich wurde sie von ihrer Gastmutter und ihrer Mentorin in Bandera begrüßt. Mit ihrer Familie ist Larissa sehr zufrieden: sie darf in einem großzügigen Haus mit Heizung wohnen, was sie in den letzten Monaten des argentinischen Winters sehr zu schätzen gelernt hat, denn tagsüber ist von 10 bis 40 Grad alles geboten.

Hauptsächlich verbringt sie die Zeit mit ihrer Gastmutter Maria, da die 3 Geschwister alle erwachsen sind und schon außer Haus leben: die Schwester studiert, der 25 jährige Bruder ist in der Nachbarprovinz Basketballer und der älteste Bruder mit 38 Jahren ist wie sein Vater Arzt im Krankenhaus von Bandera. An den Sonntagen sind meist alle zuhause, d.h. dann werden gemeinsame Besuche bei den nächsten Verwandten gemacht, wo es stets leckere Grillgerichte gibt, vorwiegend Rindfleisch.

An den Tagesablauf musste sich Larissa erst gewöhnen, denn es wird über die Mittagszeit eine richtige Siesta gehalten, bei der sie inzwischen auch gut schlafen kann, denn die Hauptmahlzeit ist meist mitten in der Nacht, gegen 23 oder 24 Uhr. Mit ihrer Familie auf Zeit hat sie bereits etliche Familienfeste mitfeiern können wie Geburtstage und Taufen, die in viel größerem Rahmen gefeiert werden als das bei uns üblich ist. Vor allem ist Larissa jedoch in dem 12 000 Einwohner zählenden Ort, um sich um Kinder zu kümmern. So hilft sie im Kindergarten und konnte, wie es Manuel schon aus Afrika berichtet hat, den Kleinen bereits deutsche Lieder und Spiele lernen.

Die Kinder „fliegen“ regelrecht auf Larissa, was für sie eine schöne Bestätigung ist, dass sie die Herzen der Kleinen gewonnen hat. Dann unterrichtet Larissa noch in 2 Schulen, die mit Zahlen auseinander zu halten sind. In der Grundschule muss sie den Kindern helfen, die noch nicht lesen und schreiben können; in der Schule Nr. 751 gibt sie in 2 Klassen hauptsächlich Deutschunterricht und erfährt auch hier die gute Bestätigung ihrer Arbeit, denn wenn sie die Kinder sonst tagsüber wieder trifft, rufen sie ihr die deutschen Grußworte zu!

Immer wieder muss sie auch nach Santiago del Estero reisen, um sich im Jugendhaus bei Tagungen auszutauschen und auch selbst Vorträge zu halten. Glücklicherweise trifft sie dort etliche Jugendliche, die selbst schon in Deutschland Freiwilligendienst geleistet haben, und ihr vom 1. Treffen an über die Sprachschwierigkeiten hinweggeholfen haben. Inzwischen kann sie sich schon sehr gut verständigen. Dennoch bleiben ihr viele Begebenheiten fremdartig, wie ein Besuch bei der Marienverehrung im Nachbarort, wo halb Argentinien unterwegs zu sein schien, um in die unmittelbare Nähe der Marienstatue zu kommen. Vor dieser Statue beginnen dann die Menschen zu weinen und fallen auf die Knie. Es werden ganz spezielle Lieder für Maria gesungen, Rosenblätter verstreut, aber auch auf dem Weg hin zur Statue Speisen und Getränke verkauft: Es ist ein großer Rummelplatz. Die gesamte Verwandtschaft väterlicherseits ihrer Gastfamilie war bei diesem Ausflug dabei.

Die Gastmutter von Larissa leitet eine Apotheke in Bandera. So ist es für Larissa möglich, während Freistunden bei ihr in der Apotheke vorbeizuschauen, um auch dort viel lernen und verstehen zu können. Nun wird bald der Sommer beginnen und damit werden größere Regenfälle erwartet: Davor hat Larissa ziemlich Angst, denn der Regen lässt die nicht geteerten Straßen zu Schlammstraßen werden, die so schwierig zu „händeln“ sind, dass es kaum möglich ist, das Haus zu verlassen. Wir dürfen also auf die nächsten Berichte von Larissa sehr gespannt sein. In der St. Nikolauskirche an der Stellwand veröffentlichen wir den gesamten Bericht von Larissa mit vielen Fotos.  

Dr. Alois Misago kommt nach Gundelsheim

Der Initiator der Friedensgespräche in Burundi will auch versuchen, wenigstens für einen Tag nach Gundelsheim zu kommen. Es ist ja auch für ihn so etwas wie eine 2. Heimat, da er während des Studiums von 1988 bis ins Jahr 2000 sehr oft in Gundelsheim zu Besuch gewesen ist.

Unlängst wurde an dieser Stelle über seine Friedensinitiative und unsere Unterstützung hierfür berichtet. Leider ist noch kein genaues Datum bekannt; die Ausschussmitglieder werden über Rundruf informiert.

30. Burundi Treffen bei der SEZ

Vergangenen Freitag fand das 30. Burundi Treffen in Stuttgart bei der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit statt.

Fast bei allen Treffen war die Vorsitzende des Ausschusses mit dabei, konnte die Leiter der Stiftung kommen und gehen sehen, und die Botschafter von Burundi und viele andere.

Die SEZ entstand aus der Arbeit des Landtages. Dieser reiste mit einer Delegation unter der Leitung des damaligen Präsidenten Erich Schneider zum 1. Mal 1985 nach Burundi und begründete eine lose Länderpartnerschaft mit dem kleinen afrikanischen Land, die erst im Jahre 2014 von der Regierung von Baden – Württemberg zu einer formellen Partnerschaft unterschrieben worden ist. Enge Beziehungen zwischen beiden Ländern bestehen seit 1987, immer unter der Schirmherrschaft des Landtages.

So war am vergangenen Freitag ein Rückblick auf diese Zeit angesagt, zu dem auch der ehemalige Präsident Erich Schneider gekommen war. Gerne erinnerte er sich an den Wanderlauf für Burundi, zu dem er im Jahre 2005 in Gundelsheim mitgelaufen war nach einer Einladung von Annemarie Keicher beim Jubiläumslauf der Gundelsheimer Schulen.

Als Ehrengast direkt aus Burundi wurde Dr. Alois Misago angekündigt, Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Universität Bujumbura. Die SEZ vermittelte ihm im Laufe der Woche hochrangige Gespräche sowohl mit Politkern als auch mit Universitäten im Land. Außerdem wird er für 2 Bischöfe aus Burundi als Dolmetscher fungieren bei deren Treffen mit unserem Bischof Dr. Gebhard Fürst und bei Caritas International in Freiburg.

Der wichtigste Aspekt bei der Tagung war die Vorstellung eines gemeinsamen Theaterprojektes von Burundi und Konstanz unter der Leitung von Prof. Dr. Nix. Eine Gruppe seines Theaters unter seiner Leitung war bereits mehrmals in Bujumbura, um auszuloten, wie der Bevölkerung auch in schweren Zeiten der Humor von Nutzen sein kann und ob die Menschen, egal in welchen Ländern, über gleiche Gegebenheiten lachen können. Auch wünschte er sich in einer sehr emotionalen Rede eindeutiges Einmischen unserer Politiker und christlichen hohen Vertreter in die momentane schwierige politische Lage in Burundi. Mit burundischer Musik eines eigens angereisten Einheimischen: Mr. Bahaga wurde die gesamte Veranstaltung aufgelockert und alle begeistert.  

Weltkirchlicher Friedensdienst: Manuel Englert berichtet

Anfang August sind 3 junge Menschen aus unserer Pfarrgemeinde aufgebrochen, um sich ein Jahr lang im weltkirchlichen Friedensdienst nur für eine kleine Aufwandsentschädigung als Entlohnung für andere Menschen in weit entfernten Ländern einzusetzen.

Als Erster hat uns nun Manuel Englert einen Bericht geschickt, der uns allen Einblick in seine neue Arbeits- und Lebenswelt gibt:

Total begeistert von „seinem“ neuen Land schildert er die Ankunft in Simbabwe, von der trotz Trockenzeit herrlichen Landschaft und der Freundlichkeit der Menschen. Das alles hat ihn in den ersten Tagen schwer beeindruckt. Da er noch in der Ferienzeit für die dort lebenden Kinder angekommen ist, ermöglichten ihm und dem 2. Friedensdienstler die Patres weite Ausflüge in die Umgebung und auch in die umliegenden Städte, so dass Manuel schon einen guten Überblick über das Land bekam, in dem er nun ein Jahr lang tätig sein wird. Auch die Hauptstadt Harare konnten die jungen Menschen bereits erkunden.

Viel Spaß macht dem jungen Gundelsheimer, dass er die Sprache der Einheimischen, „Shona“ lernen kann und diese sofort beim Kennenlernen der Waisenkinder, die in der Missionsstation betreut werden, anwenden kann. In den ersten Wochen seines Aufenthaltes hat er die Herzen der Kinder bereits gewonnen, da er 2 x wöchentlich mit ihnen Lieder einüben kann, die er auf der mitgebrachten Gitarre selbst begleitet. Es sei fantastisch, wie begeistert die Waisen aus voller Kehle die Lieder mitsingen, wobei davon auszugehen ist, dass er den Kindern von 0 – 18 auch deutsch sprachige Lieder gelernt hat.

Allerdings muss er auch über die dort herrschende Armut berichten, wie die Menschen an den Straßenrändern alles Mögliche feilbieten, um einen kleinen Gewinn erzielen zu können. Außerdem kann uns Manuel in seinem Rundschreiben davon erzählen, wie sein Partner Lucas und er einem Einheimischen, Moses beim Hausbau helfen darf: Nur in der Trockenzeit ist es ja möglich, selbst gefertigte Bausteine herzustellen. So haben die jungen Leute zusammen mit den Einheimischen bereits über 1000 Lehmziegel anfertigen können, was eine große Leistung ist. Voller Dankbarkeit hat ihnen Moses danach Zeit geschenkt und ist mit ihnen in den nahen Bergen gewandert. Der Hausbau wird sich jedoch noch lange hinauszögern, da Moses einer geregelten Arbeit nachgeht und außerdem erst wieder Geld für weiteres Baumaterial angespart werden muss.


Diese ersten Erlebnisse und Eindrücke schildert Manuel mit einer solchen Begeisterung, dass uns nur zu wünschen übrig bleibt, dass die Begeisterung weiter anhält, er uns mit weiteren Berichten auf dem Laufenden hält und dass er viele weitere positive Erlebnisse machen wird. Bleiben wir im Gebet mit dem jungen Gundelsheimer verbunden.

Unser 1. Partnerpfarrer aus Burundi, Abbe Audace kommt wieder nach Deutschland

Schon länger hat Abbe Audace den Wunsch geäußert, auch in diesem Sommer nach Deutschland kommen zu können.

Nun hat es geklappt: Unser früherer Pfarrer, mit dem die Partnerschaft mit Burundi begonnen hat, Pfarrer Adolf Schuhmacher konnte ihm erneut eine Urlaubsvertretung vermitteln, so dass Abbe Audace im August in Wolffegg über 3 Wochen lang seine Deutschkenntnisse wieder auf- und verbessern kann.

Anschließend an die Urlaubsvertretungszeit möchte Abbe Audace auch wieder Gundelsheim besuchen und wenigstens 3 Tage hier verbringen.

Sobald Näheres bekannt ist wird die Nachricht weitergegeben.  

Grüße von Maggy

Letzte Woche hat Marguerite Barankitse – Maggy – wieder mehrmals aus Rwanda angerufen, um sich das Leid von der Seele zu reden. Viele Schwangere sind in den Lagern, die nicht gut versorgt werden können und immer öfter kommt es auch zu Streitigkeiten, denn nach über 2 Jahren Lagerleben auf engstem Raum gehen sich die Bewohner zunehmend auf die Nerven! Zudem wird es für Maggy und ihre Helfer/innen von der rwandischen Regierung aus immer schwerer gemacht, in das Lager zu kommen, in dem hauptsächlich burundische Flüchtlinge leben, denn in den anderen Lagern ist inzwischen bekannt geworden, dass Maggy bereits viele Verbesserungen für die burundischen Flüchtlinge durchgesetzt hat.

Auch haben die 400 Studenten, für die sie im vergangenen Jahr nach dem Preisgeld aus dem Aurora Award einen Studienplatz an afrikanischen Universitäten für je 1000,-- € erwirken konnte den Studienplatz nicht weiter reserviert für die jungen Menschen, sondern möchten erneut eine Gebühr verlangen.

Das alles sind große Sorgen, mit der sich die Gründerin und Leiterin von „Maison Shalom“ beschäftigen muss und die ihr das Herz schwer machen.

Mit unseren bescheidenen Mitteln werden wir zum Schuljahresbeginn hoffentlich eine größere Summe überweisen können, damit mindestens der Schulbetrieb im Lager aufrechterhalten werden kann.

Maggy bittet alle Unterstützer und Gönner, ganz fest an sie zu denken und für alle Burunder guten Willens zu beten. Gleichzeitig grüßt sie alle Freunde und Bekannten ganz herzlich auf diesem Wege.

Weltkirchlicher Friedensdienst / Freiwilligendienst

Am vergangenen Sonntag wurden im Gottesdienst 3 junge Menschen aus unserer Gemeinde gesegnet und hinaus in die Welt gesandt, damit sie die Lebensweise anderer Völker kennenlernen können, den Menschen in den fernen Ländern aber auch unsere Lebensweise näher bringen können.

Larissa Haaf geht nach Argentinien. Sie wird ein Jahr lang in Bandera, in der Provinz Santiago del Estero in Argentinien, sowohl in der dortigen Kirchengemeinde, als auch im Kindergarten arbeiten, um dort eine Brücke schlagen zu können zwischen den Kulturen, der Sprache, des Glaubens und des Arbeitens. In der Familie dort lebt sie wie eine Tochter, sie wohnt und isst mit ihrer Familie auf Zeit.

Den Freiwilligendienst unter der Überschrift „Jesuitenweltweit“ wird Manuel Englert in Simbabwe antreten. In dem kleinen Ort Makumbi wird er sich in einem Kinderdorf um Waisenkinder kümmern oder um Kinder, deren Eltern entweder aus Krankheit oder Geldnot sich nicht selbst um ihre Kinder kümmern können. Er wird dort voraussichtlich als Hilfslehrer eingesetzt und als Sozialarbeiter, der sich um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung der jungen Afrikaner kümmern wird. Manuel wird auf der Missionsstation der Jesuiten wohnen und essen und auch ein kleines Taschengeld erhalten. Er wird mit einem weiteren Freiwilligen die kleine Wohnung teilen.

Mit der Organisation „Rainbow Garden Village“ reist Michaela Schell nach Ghana.

Dort wird auch sie knappe 4 Monate voraussichtlich als Hilfslehrerin für Englisch und Mathematik eingesetzt, aber auch als Sozialarbeiterin für die Straßenkinder in der Hauptstadt Accra wirken und mit ihnen Freizeitangebote machen, damit sie lernen, etwas Sinnvolles zu tun. Bei ihrem Aufenthalt muss sie, obwohl sie für andere ihre Zeit aufwendet, selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Die oben genannte Organisation ist ihr behilflich bei allen Behördengängen.

Allen 3 jungen Menschen aus unserer Gemeinde hat der Ausschuss Mission – Entwicklung – Frieden ein kleines Startkapital zur Verfügung gestellt, damit sie sofort an ihrer neuen Wirkungsstätte mit einem Projekt beginnen können. Herr Pfarrer Häuptle hat diese Unterstützung bei der Segnung der jungen Menschen im Gottesdienst überreicht.

Alle 3 werden uns in Mails von ihren Erfahrungen berichten; diese werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht werden, so dass die ganze Gemeinde an dem Leben der jungen Gundelsheimer im fremden Land teilhaben kann. Seien Sie also gespannt auf die Veröffentlichungen unter dieser Rubrik.

Jetzt wünschen wir Larissa, Michaela und Manuel einen guten Start im neuen Wirkungskreis, dass sie viele neue Erfahrungen sammeln können zum Wohle für sich selbst und der Menschen, die ihnen anvertraut werden. Gottes Segen bei allem Tun.


Spende von "Wandern für Afrika"

Schon vor einigen Tagen erreichte uns die Spende aus „Wandern für Afrika“, das nach wie vor vom ehemaligen Lehrer an unserer Horneckschule, Anton Gurt betreut wird.

Wir danken sehr herzlich für die Spende von € 1100.-; zusammen mit weiteren Spenden für das „Maison Shalom“ werden wir zu Beginn des neuen Schuljahres wieder einen größeren Betrag nach Afrika überweisen können, damit Kinder aus dem Flüchtlingslager für Burundi nahe der rwandischen Hauptstadt Kigali auch in die Schule gehen können.

Grüße von Maggy / Burundi / Rwanda

Mehrmals in den vergangenen Tagen hat Marguerite Barankitse, Gründerin und Leiterin von „Maison Shalom“ mit uns telefoniert, bevor sie jetzt aus Europa nach Rwanda in ihren Fluchtort zurückgereist ist.

Gerne hätte sie an der besonderen Schulaktion vom Alberti Gymnasium teilgenommen, die sich für „die Eine Welt“ einsetzt. Schon des Öfteren haben Schüler/innen vom Alberti Gymnasium die Organisation „Maison Shalom“ unterstützt und auch bereits im großen Flüchtlingslager für Burunder in Rwanda für einen Schulort gesorgt. Leider seien erneut Schwierigkeiten aufgetreten, die ihre Präsenz im Flüchtlingslager unabdinglich machen.

Auf diesem Wege will Maggy alle Freunde und Unterstützer grüßen und besonders den Schülern/ innen der Horneckschule Gundelsheim und des Alberti-Gymnasiums in Bad Friedrichshall dafür danken, dass sie weiterhin die Organisation „Maison Shalom“ unterstützen, die dafür sorgt, dass die Flüchtlingskinder aus Burundi im großen Lager in Rwanda auch eine Art Schule besuchen können.

Grüße und Dank aus unserer 1. Partnergemeinde in der Erzdiözese Gitega: Mushasha

Vergangene Woche hat sich der jetzige Pfarrer unserer ersten Partnergemeinde in Burundi gemeldet: Abbe Methode Ntahondereye in Mushasha.

Mit großem Dank und Freude wollte er berichten, dass er unseren Jahresbetrag zur Unterstützung der Pfarrei vor ein paar Tagen erhalten hat und dass er mit den für die Pfarrei Verantwortlichen nun dringende Aufgaben erledigen könne. Der Erhalt des Geldes geht oftmals einen langen Weg, wichtig ist jedoch, dass die Pfarrei das Geld überhaupt erhält.

Unsere Kirchengemeinde St. Nikolaus hat sich bereits 1978 verpflichtet, aus dem ordentlichen Haushalt einen jährlichen Geldbetrag in unser Partnerland zu schicken. Damals war es für die Ausbildung der Katecheten gedacht, die auf den „Hügeln“ (= Dörfer in unserem Sinne) Religionsunterricht erteilen konnten oder schon damals als Wortgottesdiensthelfer eingesetzt werden mussten.

Eine Pfarrei umfasst in Burundi oftmals 50 000 Gemeindemitglieder, die von einem Pfarrer versorgt werden müssen und deren Dörfer sehr weit verstreut von der Hauptgemeinde liegen. Oft ist es so, dass der Pfarrer nur einmal im Jahr in entlegene Orte kommen kann. Da waren Katecheten ein Glück für jedes Dorf, zumal in jenen Jahren die christliche Religion zurück gedrängt werden sollte.

Von 1978 bis 1988 war der jährliche Betrag: DM 800.-, den Gundelsheim nach Burundi schickte. Seit dieser Zeit ist der Jahresbetrag der Unterstützung öfter gesteigert worden und beträgt derzeit aus dem ordentlichen Haushalt € 1500.- Der Missionsausschuss legte in den vergangenen Jahren aus eigener Erwirtschaftung in der Regel noch einmal € 1000.- dazu, um z. B. in den vergangenen Jahren ein Gemeindezentrum mit zu fördern, das vor allem für Toiletten und Duschen sorgte, damit sich die Gemeindemitglieder nach dem langen Weg von ihrem Wohnort zur eigentlichen Hauptgemeinde hygienisch gut behandeln können. Abbe Methode war im Sommer 2012 zu einem Kurzbesuch in Gundelsheim und sucht seitdem immer wieder den persönlichen Kontakt per Telefon und E-mail.

Auf diesem Wege möchten wir den Dank von ihm persönlich und von der gesamten Kirchengemeinde Mushasha an alle Freunde, Unterstützer und Gönner weitergeben.

Dr. Alois Misago schickt ebenfalls Grüße

Der Leiter des Wirtschaftsinstituts an der Universität Bujumbura, Dr. Alois Misago, der während seiner Studienzeit ab 1988 und ersten Berufsjahren bis zu seiner Rückkehr nach Afrika im Jahre 2000 oft in Gundelsheim zu Besuch gewesen ist, berichtet von 2 kurz aufeinander folgenden Besuchen von Vertretern der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit in Stuttgart.

Jedes Mal suchen die Vertreter des Partnerlandes Baden- Württemberg auch das Gespräch mit ihm zur Beurteilung des Landes. Er selbst hofft auf eine intensivere Unterstützung durch das Land Baden – Württemberg.

Leider berichtet er ebenfalls von schlimmen Situationen, vom „leisen“ Töten, der das Leben für viele in Burundi unerträglich macht. Dennoch berichtet er weiter, dass die Friedensbewegung aktiv ist und bleiben wird, dass sich die Vertreter nicht einschüchtern lassen. Seit einiger Zeit ist die Elektrizität sanktioniert und es ist nur zu wenigen Zeiten möglich, E-mails zu verschicken und die sonstigen Arbeiten vollziehen zu können, die eben nur mit Strom zu bewerkstelligen sind. Zu allem Übel ist ihm auch noch sein „Laptop“ kaputt gegangen.

Von allen Freunden werden wir gebeten, mit ihnen im Gebet verbunden zu bleiben und mögliche Hilfestellungen nicht aufzugeben.

Grüße von Abbe Audace aus Mushasha / Erzdiözese Gitega

In den letzten Jahren konnte Abbe Audace meist im Juni zu einem Kurzbesuch bei uns eintreffen. Die politische Lage ist derzeit sehr angespannt in Burundi; so scheint eine Ausreisebewilligung schwer zu bekommen.

Deshalb hat Abbe Audace vor einigen Tagen mit uns telefoniert und lässt hiermit Grüße an alle Freunde und Bekannten ausrichten. Er hofft weiter, auch in diesem Jahr noch nach Europa reisen zu können.

Abbe Audace ist der Pfarrer, der 1978 als Pfarrer in der 1. Pfarrei tätig war, mit der wir die Partnerschaft mit Burundi eingegangen sind: Mushasha  

Grüße und Meldungen aus Burundi / Aurora-Preisverleihung in Armenien mit Maggy

In diesem Jahr weilte Marguerite Barankitse, Gründerin und Leiterin von „Maison Shalom“ über eine Woche in Armenien als Mitjurorin über die diesjährigen Preisträger und die Ausrichtung der Festlichkeiten.

Sie selbst wurde in Armenien gefeiert wie ein Popstar, überall wurde sie mit offenen Armen empfangen, von Ministern und hohen Regierungsbeamten wurden ihr die Sehenswürdigkeiten des Landes gezeigt. Sogar eine Briefmarke wurde ihr zur Ehre veröffentlicht!

Beim Preisverleihungsabend selbst mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aus der ganzen Welt wurde ihr frenetischer Applaus zuteil, als der Vorsitzende der Aurora Stiftung sie als liebens- und glaubwürdige Vertreterin für eine bessere Welt ankündigte, die mit ihrem Charme und der positiven Lebenseinstellung nie aufgibt, auch wenn die politischen Lebensumstände alle verzweifeln lassen. In ihrem kurzen Statement wies Maggy deshalb auch „nur“ darauf hin, worauf es im Leben ankommt: Allen Kindern die Möglichkeit zu Bildung zu geben, ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Sie dankte noch einmal, dass sie selbst im Jahre 2016 als Preisträgerin auserwählt war und mit dem Preisgeld 400 Flüchtlingskindern zu einem Studienplatz an Universitäten außerhalb Burundis, jedoch in Afrika verhelfen konnte.

Nähere Informationen siehe www.aurora prize.com 

Nachrichten aus /über Burundi

Maggy erhielt Auszeichnungen

Schon unlängst konnten wir davon berichten, dass die Gründerin und Leiterin von „Maison Shalom“ einen neuen Auszeichnungsreigen zu absolvieren hat. Vom Baker Institut in Texas hat sie den diesjährigen Preis für „Excellence in Leadership“ erhalten, der immerhin mit 10000.- US Dollars datiert ist. Die gesamte Summe steckt sie, wie bei allen früheren Preisen auch, in ihre Organisation „Maison Shalom“, die nun in Rwanda dafür sorgt, dass es den Tausenden von Flüchtlingen, die von Burundi ins Nachbarland geflohen sind, etwas besser geht als anderen Flüchtlingen; vor allem sorgt sie mit den mit Geld dotierten Auszeichnungen dafür, dass die Kinder zur Schule gehen können. Kurz nach Ostern ist sie in Johannesburg von der Rhodes Universität mit dem Dr. honoris causa ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung gehört zu den Preisen, die sie zwar gerne annimmt, wo sie auch für ihre Organisation werben kann und dann hofft, dass daraus auch eine Unterstützung für „Maison Shalom“ entstehen wird, denn eine Gelddotierung ist damit nicht verbunden. Danach reist Maggy weiter nach Armenien, wo sie im vergangenen Jahr den Aurora Award aus den Händen von George Clooney erhalten hat; in diesem Jahr sitzt sie neben vielen anderen mit in der Jury.

Malaria Krankenhaus in Bujumbura/ Hauptstadt von Burundi

Leider müssen wir vom Gründer und Leiter des Krankenhauses, dem ehemaligen Botschafter von Burundi in Bonn und weiteren europäischen Ländern, Herrn Albert Mbonerane hören, dass das Krankenhaus nun doch geschlossen werden muss, da von den bisherigen Unterstützergruppen keine Gelder mehr zu erhalten sind. Noch im vergangenen Sommer hatten wir mit 3 großen Einzelspendern dafür sorgen können, dass wir bei der „action medeor“ für € 1000.- Malariamittel einkaufen konnten, mit denen dann bis jetzt Tausenden von Menschen geholfen werden konnte. Jetzt aber fällt die Basisunterstützung insgesamt weg, so dass keine Möglichkeit besteht, das Krankenhaus aufrecht zu erhalten. Bisher erhielt das Krankenhaus immer noch die finanzielle Unterstützung aus dem Fond des Papstes, der eine gewisse Entlohnung der Mitarbeiter garantierte. Diese fällt nun gänzlich weg. Wir bedauern diese Entscheidung sehr und hoffen dennoch, dass das Haus eines Tages wieder eröffnet werden kann.

Friedensbewegung

Von der Friedensbewegung hören wir, dass nicht nur die Bischöfe von Bujumbura und Gitega diese Gruppe unterstützen, sondern die gesamte Bischofskonferenz hinter der Bewegung steht. Auch einzelne Politiker, sogar aus Regierungskreisen sind bei offiziellen Treffen dabei, so dass die Hoffnung weiter bestehen darf, dass es doch zu einer friedlichen Lösung im Land kommen kann. Dr. Misago, der Initiator und Leiter der Bewegung bittet aber weiterhin, im Gebet die Stärkung der Leitung zu unterstützen und so auch die Verbundenheit zu bezeugen. Über „Radio Maria“, einem Rundfunk Sender, den der Erzbischof Simon bereits vor 2005 gegründet und in Gitega installiert hat, damals, um die Bevölkerung zu Gebeten aufzufordern, wird die Friedensbewegung bekannt gemacht.

Ostergrüße

Zum Osterfest sandte der ehemalige Pfarrer von Mushasha, Abbe Audace viele Grüße und ein gesegnetes Osterfest für die ganze Gemeinde. Abbe Audace war damals 1978 Pfarrer in Mushasha, als die Partnerschaft mit dieser Teilgemeinde in der Erzdiözese Gitega und Gundelsheim begründet worden ist. Er hat seitdem oftmals unsere Gemeinde besucht. Leider hat sich die letzten Tage die pol. Situation in Burundi erneut verschlechtert: Besuche sind nicht laut Auswärtigem Amt nicht mehr möglich.

Bericht aus dem Ausschuss "Mission und Entwicklung"

Ergebnisse aus der Ausschusssitzung

Die jährliche Ausschusssitzung zur Kassenprüfung musste in diesem Jahr aus Krankheitsgründen später als sonst üblich durchgeführt werden, konnte dann aber gewohnt sachlich und erfreulich behandelt werden. Wie in all den Jahren seit ihrer Amtsführung konnte Kassiererin Frau Rose Schell die einzelnen Posten für alle verständlich erläutern und gekonnt auflisten, so dass die Ausschussmitglieder ihr eine einwandfreie Kassenführung bestätigen durften. Vorsitzende Annemarie Keicher dankte ihr ausdrücklich für die Arbeit das gesamte Jahr hindurch sowie für die informative Aufschlüsselung aller Kontobewegungen. Da die engsten Mitarbeiter der Organisation „Maison Shalom“ zusammen mit der Gründerin Marguerite Barankitse im dramatischen Jahr 2015 aus Burundi fliehen mussten und nun in der Nähe des großen Flüchtlingslagers für Burunder in Kigali / Ruanda eine neue Bleibe gefunden haben, beschloss der Ausschuss einstimmig, weiter die Arbeit der Organisation „Maison Shalom“ zu unterstützen, wenn entsprechende Spenden hierfür auf unser Konto eingehen werden. Die Spendensumme ist seit 2015 entscheidend zurückgegangen, da keine Containersendungen mehr möglich sind aus den verschiedensten Gründen. Ansonsten beschloss der Ausschuss, die bestehenden Partnerschaften in Burkina Faso, Kolumbien und mit Mushasha in der Erzdiözese Gitega / Burundi weiter zu unterstützen wie gewohnt. Im Falle Kolumbien hatte die Vorsitzende im Dankschreiben zum Jahresende von Sr. Oberin Consilia erfahren müssen, dass um Sincelejio eine große Hungersnot geherrscht hatte und die Spendengelder, die wir regelmäßig um Weihnachten herum schicken, nur für Lebensmittel verwendet werden mussten, so dass sich der Ausschuss dazu entschlossen hat, die Spende von € 500.- noch einmal zu schicken, damit diese wie sonst üblich, für Schulgeld für arme Kinder verwendet werden kann. Debatten über die verschiedensten Themen wurden interessiert und engagiert geführt und die Vorsitzende konnte mit Dank für die Mitarbeit die Sitzung beenden.

Maison Shalom

Wie oben bereits ausgeführt, soll die Unterstützung, die seit der notwendig gewordenen Gründung des Waisenhauses wegen des damals ausgebrochenen Bürgerkrieges in Burundi im Oktober 1993 besteht, weiter geführt werden. Marguerite Barankitse ist es gelungen, in Ruanda bereits in dieser kurzen Zeit seit Oktober 2015 mit ihren Preisgeldern aus erhaltenen Auszeichnungen und unseren Unterstützungen ein sehenswertes Refugium für die burundischen Flüchtlinge zu schaffen. Für hunderte junge Studenten konnte sie Studienplätze an afrikanischen Universitäten mit dem Preisgeld des „Aurora Awards“ bezahlen; weiterhin hunderte jüngerer Schüler an Schulen rund um das Flüchtlingslager unterbringen und für zahlreiche weitere eine Lagerschule einrichten. Für diese Schuleinrichtungen wurden die Gelder aus den Spenden „Wandern für Afrika“ unserer Horneckschule und die Spende einer Schulklasse des Alberti Gymnasiums verwendet. Für die Kleinkinder hat sie Kindergärten schaffen können und sogar eine psychologische Station konnte eingerichtet werden, um traumatisierten Kindern helfen zu können. Mit all diesen Initiativen will sie erreichen, dass die burundischen Flüchtlinge nicht auch weiter nach Europa flüchten wollen, sondern sobald sich die Situation im Heimatland wieder verbessert hat, sich wieder zurück nach Burundi aufmachen werden. Im Ausschuss wurde dieser Aspekt begrüßt und bewundert und deshalb haben die Mitglieder beschlossen, weiterhin die Organisation „Maison Shalom“ zu unterstützen. Wir hoffen, dass diese Entscheidung auch im Sinne unserer Unterstützer in der Sache Burundi ist.

Grüße von Thierry Mbonerane

Thierry hatte im Sommer 2015 ein Praktikum im Pfalzgrafenstift absolviert und war als kleiner Junge während der Amtszeit seines Vaters als Botschafter in Bonn für das Land Burundi oft zu Besuch in Gundelsheim. Nun hat er wieder mal Grüße an alle seine Bekannten in Gundelsheim schicken wollen. Als Student in Lyon ist sein Leben nicht einfach und er muss immer wieder nach Möglichkeiten suchen, sich eine Arbeitsstelle zu verschaffen, um etwas Geld nebenher zu verdienen. Nun hat er an einem Film mitwirken können, der das Leben von Flüchtlingen vorstellen soll, wobei er einen Flüchtling darstellt. Nachfolgend sehen Sie 2 Fotos aus dem Streifen. Friedensarbeit von Dr. Alois Misago in Burundi

Unser Freund Dr. Misago, der in den 80iger und 90iger Jahren in Bonn studiert hat und bis zum Jahre 2000 bei verschiedenen Organisationen als Dozent für afrikanische Kultur gewirkt hat, berichtet ebenfalls in einer kürzlich gesandten E-mail, dass sich die Situation in Burundi augenscheinlich beruhigt, die Ruhe aber leider nicht beruhigt! Der Regierung ist es offenbar unter dem Präsidenten, der sich zu Unrecht noch einmal für 5 Jahre ins Präsidentenamt gebracht hat, gelungen, die meisten Oppositionellen „auszuschalten“. Massenmorde wären nicht mehr auf der Tagesordnung, jedoch würde immer noch von Einzelmorden berichtet. Dennoch ist es ihm mit einigen Getreuen gelungen, die Friedensbewegung in Gang zu setzen und zu halten. In diesem neuen Zusammenschluss sind Menschen aller Ethnien und aller politischen Gruppierungen vertreten, es wird kein Unterschied zwischen Hutu, Tutsi und Twa oder Religionen gemacht. Auch die Bischöfe von Bujumbura und Gitega sind führend in dieser Bewegung dabei. Als Startgeld hatte unser Ausschuss im Oktober letzten Jahres € 500.- für diese Friedensarbeit zur Verfügung gestellt. Wir hoffen und wünschen, dass mit dieser Initiative dereinst wieder Frieden in unserem Partnerland eintreten wird.