Wallfahrtskirche "Unserer lieben Frau im Nussbaum"

Immer brennen viele Kerzen bei der Pieta. Wir sind in der Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau im Nussbaum“. Sie ist außerhalb des Ortes gelegen und ihre Lage beschenkt mit einer weiten Sicht ins Heilbronner Land.

Das Gnadenbild ist an zentraler Stelle des Hochaltars eingelassen. Maria mit dem Jesuskind ist umgeben von einem Strahlenkranz. Wer will, kann in diesem Goldkranz auch eine Krone eines Baumes erkennen, dessen Stamm hinunter führt zum Tabernakel. Dahinter steht eine Legende, die sagt, Maria sei einem Schäfer in einem Nussbaum erschienen. Bezeugt ist die Wallfahrt schon seit dem Mittelalter.

Der erste Blick in den barock anmutenden Raum lässt nicht vermuten, dass die Kirche nach einem verheerenden Brand in den letzten Kriegswochen des Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut wurde. Sie bekam dann auch erst ihren markanten Turm, der von schon von weitem sichtbar ist.

Heute pilgern Menschen aus Orten der Umgebung jährlich in diese Kirche. Sie tun es aus Dank und Erinnerung, dass ihre Orte der Bombardierung entgangen sind. Viele kommen auch zu den großen Wallfahrtstagen wie dem „Hagelfreitag“ nach Christi Himmelfahrt, zur Dekanats-Maiandacht, zur Kranken-Wallfahrt und zu den Marienfesten.

Maria ist ein Zeichen der Nähe Gottes, eine Frau, die Freude und Sorgen wie jeder und jede gekannt hat und die auf Christus verweist, bei dem Hoffnung ist. Wie viel wurde an diesem Ort schon gebetet und wird es noch, gemeinsam oder allein. Die brennenden Kerzen sprechen davon.