Tod, wo ist dein Sieg?

An den Gräbern bekennen wir:                                                                             

Christus hat dem Tod die Macht genommen.

Wir dürfen Hoffnung haben:

Unsere Verstorbenen sind bei ihm.

"Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen, denn mein Vater hat sie mir gegeben, und er ist mächtiger als alles andere. Und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen." Johannes 10

Urlaubszeit - Quellenzeit

Quelle des Lebens

Wasser des Lebens

Lebensnotwendig

genau wie Erholung, Urlaub, Ferien

neue Kraft tanken, zur Ruhe kommen, Zeit haben

sich neu füllen lassen mit dem, was man zum Leben braucht 

Aber was genau brauche ich eigentlich? Was tut mir gut?

Du, Herr, weißt es - ich vertraue dir

Fülle mich neu

Fülle mich mit dem, was Leben schenkt, Sinn, Freude, Lebenslust

An deiner Quelle möchte ich schöpfen

 

 

Gedanken zum Pfingstfest

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

in diesen doch sehr besonderen Tagen suchen wir nach Sicherheiten und Orientierung. Und merken doch, wie wir – und mit uns auch die politisch, medizinisch und gesellschaftlich besonders in der Verantwortung Stehenden – auf Sicht fahren: Regeln zu unserem Schutz wirken mitunter beliebig, weil niemand Erfahrungen mit dem uns aktuell beschäftigenden, bedrohenden und durchaus lähmenden Virus hat. Manches scheint sinnvoll und hilfreich, bei Anderem scheiden sich die Geister – die Ängste gehen hin bis zum Verlust unserer bisherigen Freiheit und Demokratie… 

Da sind wir nicht weit weg von einem Szenario, das vor rund zweitausend Jahren in Jerusalem seinen Lauf nahm: die engsten Freunde Jesu mit weiteren Anhängern und seiner Mutter hatten sich enttäuscht nach seinem Scheitern und Tod im „Obergemach“ – evt. auch der Ort des letzten Abendmahles – versammelt (vgl. Apostelgeschichte 1, 13-14) und aus tiefer Angst die Türen fest verschlossen. Panik pur – alles aus und verloren?

Doch dann geschieht das Wunder: Sie öffnen die Türen, spüren die „Kraft aus der Höhe“ (Lukas 24, 49), die Jesus ihnen verheißen hat und gehen mutig hinaus, um die „Sache Jesu“ begeistert weiterzuerzählen und andere zum Mitmachen zu ermutigen – ein guter Geist herrscht unter ihnen und gibt ihnen Kraft. Wir nennen ihn auch den „Heiligen Geist“, Gottes guten Geist, der Unvorstellbares möglich macht, damals wie heute – und dies auch gegen den Ungeist der jeweils herrschenden Zeit.

Vielleicht haben Sie in Ihrem eigenen Leben auch schon einmal solche geisterfüllten, beglückenden und tiefgehenden Momente – z.T. auch verbunden mit einer starken (inneren) Kraft – erleben dürfen?

Im Rückblick sprechen wir davon, dass damals die Geburtsstunde der Kirche war, als die Menschen um Jesus nach draußen gingen und die „frohe Botschaft“ (auf Griechisch: „Evangelium“) von Gottes Liebe und Fürsorge für die Menschen weitererzählten. Ob uns das heute noch erreicht und Mut macht?

Selbst in unserer aufgeklärten, wissenschaftlich geprägten und technisierten Welt mit all‘ ihren vielfältigen Möglichkeiten schafft es – bisher zumindest von den meisten für ziemlich unwahrscheinlich gehalten – ein Virus, den gesamten Erdball zu bedrohen und sämtliches dort herrschendes Leben herunterzufahren.

Damals war auch Maria, die Mutter Jesu, dabei. Sie hatte ihre ganz eigenen Gottes- und Geisterfahrungen gemacht und „alles im Herzen bewahrt“ (vgl. Lukas 2, 19). Ihr Vertrauen auf Gott hat sie durch vieles Schwere hindurchgetragen und so wurde sie auch zu einem Vorbild und zur Fürsprecherin für die Christenheit. Können auch wir vertrauen und uns dem Geist Gottes, dem Heiligen Geist, anvertrauen, damit er uns Zuversicht und die Gewissheit der Geborgenheit in Gott trotz aller Höhen und Tiefen schenkt – gerade in diesen Corona-Tagen?

Ich bin Ihnen auf diesem Weg des Suchens nach Zuversicht und tragenden Antworten herzlich verbunden und wünsche Ihnen dabei gerade in diesen Tagen um das Pfingstfest von Herzen die „Kraft aus der Höhe“, den Heiligen Geist!

Ihr Klaus Bangert

6. Impuls zur Osterzeit

Die Zeit nach Christi Himmelfahrt ist eine seltsame Zeit.

Die Zeit ohne Jesus hat begonnen. Er ist nicht mehr da. Jesus hat einen Beistand verheißen, einen, der das Vakuum füllt, aber der ist auch noch nicht da. Pfingsten kommt erst noch. Und doch: Die Zeit bis Pfingsten ist nicht leer. Es gibt etwas zu tun.

Den Heiligen Geist können wir hereinrufen in unsere Welt. Die Welt braucht diesen
Geist. Denn geistlos kann es zugehen, kalt, ungerecht, ratlos, unbarmherzig. „Komm, heiliger
Geist, mit deiner Kraft“, beten Christen in diesen Tagen und bereiten sich vor, dass diese
Geisteskraft ankommt, zuerst im eigenen Denken und Fühlen, dann aber, so die Hoffnung, auch
durch geisterfüllte Menschen hinein wirkt in diese Welt.

Die Lieder und Gebete um diesen Geist haben einen drängenden Ton. Denn manches liegt noch oder immer wieder im Argen. Die Verhältnisse sollen sich zum Guten ändern. Gut, im Sinne des von Jesus angestifteten neuen Lebens. Von seiner Art, zu lieben und sich lieben zu lassen.

Vor über 700 Jahren dichtete ein Unbekannter diese immer aktuellen Verse: „Komm herab o Heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt strahle Licht in diese Welt. Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Zugehen auf das Fest dieses Gottesgeistes.

Pfarrer Hansjörg Häuptle

5. Impuls zur Osterzeit

Die Sehnsucht nach Freiheit, nach uneingeschränkter Bewegung und direkten Kontakten wächst in diesen Wochen des Zuhausebleibens immer mehr. Wie können wir uns die Beschränkung der äußeren Umstände leichter machen? Eine Möglichkeit ist der Weg nach Innen, ins eigene Ich, in das Innere unseres Wesens. Dahin führen viele Wege. Es gibt wortreiche und stille, bewegungsintensive und bewegungslose Möglichkeiten.

Ob Ruhegebet, Herzensgebet, Stundengebet oder Rosenkranz. Ob Yoga, Meditation, spiritueller Tanz oder Sitzen in Stille. All das kann uns mit uns selber und mit Gott in Kontakt bringen. All das kann Gebet sein. Hingabe an Gott.

Ob man sich dabei gedanklich an Theresa von Avila orientiert, an der modernen Psychologie oder an einer Yogapraxis mit vollem Körpereinsatz - die Größe Gottes wird gerade daran sichtbar, dass er den Menschen Wege zur Selbsterkenntnis eröffnet. Und dabei bekommen wir vielleicht plötzlich die tiefe Erfahrung der Gegenwart Gottes geschenkt. Einen Geschmack von Ewigkeit und innerer Freiheit, die nicht an die Wände der Wohnung gebunden ist.

Gottes Zusage haben wir: „Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen.“ (Jeremia 29, 13)

Probieren Sie doch einmal verschiedene Möglichkeiten aus.

Nicht nur, um diese bewusste Zeit mit Gott zu genießen, sondern um darauf zu antworten und Kräfte zu entwickeln für unsere täglichen Aufgaben.

Mit tut das gut. Und ich ende immer mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht: Christus, meine Zuversicht! Auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht!“ Ich singe es mehrmals … solange, bis sich ein zuversichtliches Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitet.

Alles Gute, Kraft und Trost wünscht Ihnen/Euch  Beate Schmid

PS: Natürlich weiß ich, dass wir nach draußen dürfen ;-) Und auch, dass ein Spaziergang wunderbar ist und Gebetsweg sein kann. Aber die Überschrift trifft doch unser Gefühl ganz gut, oder?

 

4. Impuls zur Osterzeit

Wie geht es weiter? 

In der Zeit von Ostern bis Christi Himmelfahrt erzählen die Sonntagsevangelien wie die Jünger dem Auferstandenen in unterschiedlichsten Lebenssituationen begegnen und langsam wieder ins Leben finden. In der Apostelgeschichte wird parallel der Weg der frühen Christengemeinde in Jerusalem erzählt.

Die Texte führen uns auf einen Weg vom ungläubigen Staunen am Ostermorgen, über Begegnungen des Auferstandenen mit den Frauen und den Aposteln, die zweifelnden Fragen eines Thomas, bis hin zu dem kraftvollen Pfingstauftritt des Petrus.

Je mehr wir dem Fest Christi Himmelfahrt nähern, um so deutlicher vernehmen wir, wie Jesus sich von seinen Jüngern verabschiedet und von seiner Heimkehr zum Vater spricht.

Im Evangelium des nächsten Sonntags will Jesus seine Jünger darauf vorbereiten, dass sie bald ohne seine Anwesenheit auskommen und den Weg allein weitergehen müssen. Für die Apostel stellt sich immer mehr die Frage: Wie soll es denn dann weitergehen?

Wie oft stellen auch wir diese Frage heute?

Über allem, was wir in dieser Zeit sehen, hören, erleben steht diese unsichtbare Bedrohung durch das Corona-Virus. Wie sehr sehnen sich die Menschen nach einem Stück der alten Normalität zurück: Dass Kinder wieder gemeinsam spielen und lernen können. Dass die Menschen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern wieder Besuche bekommen können oder auch selbst wieder an die frische Luft kommen.

Erste Lockerungen kamen in erster Linie dem Handel zu Gute; erst jetzt mit der weiteren Öffnung werden auch uns endlich wieder öffentliche Gottesdienste möglich sein. Seit mehr als sechs Wochen sind unsere Kirchen nur zum persönlichen Gebet und zur Besinnung geöffnet. Gottesdienste werden auf der einen Seite medial angeboten aber auf der anderen Seite sind viele gleichsam an die Ursprünge der Kirche zurückgegangen und haben als Hauskirche Gottesdienst gefeiert und das Wort der Schrift miteinander geteilt.

Nun endlich gibt es die Perspektive, dass wir auch wieder gemeinsam beten und feiern, Gemeinschaft und Gemeinde erfahren dürfen. Doch so wie die Apostel damals müssen auch wir uns auf neue Wege und Zugänge zu den Menschen einlassen. Die Gottesdienste, die jetzt wieder möglich werden, haben nur wenig mit den bisher gewohnten Gottesdiensten gemeinsam. Abstand auf dem Weg, Abstand in der Kirche, durch Mund- und Nasenschutz zum großen Teil verdeckte Gesichter, die Beachtung vieler Vorschriften und Regelungen im Bereich Hygiene, kein gemeinsames Singen. Gerade die Maiandachten, die wir sonst in dieser Zeit gefeiert haben, leben doch auch vom Singen der alten Marienlieder.

Doch so wie Jesus seine Jünger damals vor seinem Abschied getröstet und gestärkt hat, so wird er auch uns auf allen unseren Wegen begleiten und nahe bleiben.

Einen vertrauensvollen Blick nach vorn wünscht Ihnen Diakon Hans Mußler.

3. Impuls zur Osterzeit - Gedanken zum Marienmonat Mai

Maria, Unsere Liebe Frau im Nussbaum, mit uns unterwegs in diesen besonderen Tagen, wir wenden uns dir im bevorstehenden Mai, deinem Monat – dem Marienmonat – besonders zu. Auf dich schauen wir mit immer tieferer Sorge, zu dir kommen wir mit noch größerem Vertrauen in dieser Zeit, die von nicht wenigen Unsicherheiten und Befürchtungen gekennzeichnet ist aufgrund der gegenwärtigen und zukünftigen Geschicke unseres Planeten. Klimawandel, Coronakrise und anderes mehr, davon betroffen alle Länder und Menschen auf dem Erdball.

Absage aller Wallfahrten, keine Lichterprozession, kein Hagelfreitag, keine Krankenwallfahrt, keine Wallfahrtsgruppen in Höchstberg und keine Maiandachten in unserer Seelsorgeeinheit Krumme Ebene. Gewohntes ist derzeit nicht verfügbar und wir erleben diesen Verlust besonders schmerzlich. Wallfahrten bringen zusammen, stärken, heilen an Leib und Seele, man macht sich miteinander auf den Weg, in der Hoffnung, aufeinander und auf Gott zu treffen. Corona jedoch bringt uns auseinander, trennt, sorgt für Abstand, macht uns krank.

Bei genauerem Hinsehen bringt aber auch diese Zeit Werte, die wir inmitten des Hamsterrads von Terminen, Arbeit und anderen Verpflichtungen aus den Augen verloren haben, zum Vorschein: Solidarität, Zusammenhalt, Liebe, Sorge füreinander, kreative Aktionen in Kirche, Gemeinde und darüber hinaus, vielleicht intensiver als in den gewohnten Bahnen. Das Osterfeuer mit den Kindern im eigenen Garten entzündet und tiefer empfunden als im gewohnheitsmäßigen Besuch der Osternacht, die Herzen tiefer ergriffen in diesen Tagen der Osterzeit, mehr soziale Nähe in der Coronakrise – trotz „Social Distancing“...

Liebe Gottesmutter, Mutter unseres auferstandenen Herrn, vielleicht bringen uns diese schmerzhaften Tage zum Wesentlichen: Gemeinschaft und Zuversicht untereinander und mit dir, verweisend auf den Himmel, der uns blüht, Aussicht auf Glück und ewige Geborgenheit bei Gott. Unser „Heute“ mit seinen Höhen und Tiefen als Generalprobe für das, was für uns alle noch aussteht...

Maria, Unsere Liebe Frau im Nussbaum, mit uns unterwegs in diesen besonderen Tagen, wir wenden uns dir im bevorstehenden Mai, deinem Monat – dem Marienmonat – besonders zu. Sei uns nahe in unserem Suchen und Fragen, unserem Glück und unserem Leid, jetzt und bis in unsere eigene Ewigkeit. – Amen.

Auf der Suche und im Vertrauen Ihnen und euch allen verbunden, herzlichst Ihr und euer Klaus Bangert

 

 

2. Impuls zur Osterzeit

Die Corona-Präventionen scheinen zu greifen. So hören wir von offiziellen Stellen.

Die Einschränkungen zahlen sich aus. Bundeskanzlerin Merkel spricht allerdings von „zerbrechlichen Zwischenerfolgen“, von Entwarnung sind wir noch weit entfernt. Nun folgt ein neuer Mix aus Verschärfungen, Lockerungen und Appellen an die Bürger. Das wird uns noch einige Zeit beschäftigen.

Wir stehen aber nicht nur in der Corona-Zeit, sondern eben auch mitten in der Osterzeit. Auch wenn kein gemeinsames Halleluja gesungen werden kann, müssen wir nicht auf die Botschaft des Auferstandenen verzichten. Wer in diesen Wochen in die Evangelien schaut, liest von Erfahrungen des Übergangs, von zaghaften Neuanfängen. Jesus ist nicht mehr körperlich anwesend. Das ist schwer zu ertragen. Dafür kommen neuartige Erfahrungen seiner Gegenwart. Er lässt sich erkennen auf unterschiedliche Weise:

Wenn man mit ihm spricht über verstörende Erfahrungen, die eingeordnet und verstanden werden wollen (denken wir an die Emmausjünger), er ist da im Brotbrechen und im Mahl halten, wie sie es so oft zu seinen Lebzeiten getan haben (so bei den Treffen am See von Galiläa), er ermutigt den Zweifler zu einem neuen Sehen und führt die kleine Gemeinde, die sich in eine neue Zukunft vortastet (so beim Apostel Thomas).

Die Osterevangelien sind eine geistliche Fundgrube, mit der Christen diese ganz andere Zeit unter dem Virus spirituell bestehen können. Es bleibt eine Zeit des Aushaltens, des Tastens, des Abwägens und der Geduld, doch unter anderen, österlichen Vorzeichen. Jeder Tag fordert irgendwie heraus, jede neue Woche ist vielschichtig, es muss gestaltet, bewältigt und verzichtet werden.

Diese Wochen bleiben aber österliche Wochen und wir können sie leben in der Spur der leisen und starken Erfahrungen der ersten Zeuginnen und Zeugen, die von der Anwesenheit des Gekreuzigten und Auferstandenen wissen.

Eine hoffnungsvolle Osterzeit wünscht Ihnen Pfarrer Hansjörg Häuptle

 

 

1. Impuls zur Osterzeit: Der weiße Sonntag 2020 - ein schwarzer Tag?

Am Sonntag, 19. und 26. April hätten wir eigentlich das Fest der Erstkommunion gefeiert. Wir denken daran:

Die Kleidung war schon eingekauft, die Alben für das Fest der Erstkommunion fertig zur Übergabe. Das Datum auf der Kommunionkerze – plötzlich nicht mehr aktuell. Statt 19. bzw. 26. April 2020 steht nun ein großes Fragezeichen im Raum. Wann dürfen die Drittklässler ihr großes Fest am Tisch des Herrn feiern? Die Kinder: enttäuscht und doch so tapfer. Die Eltern: spenden Trost und organisieren alles von Neuem. Alle zusammen: halten wir durch und versuchen Kommunionvorbereitung ganz neu.

#wirbleibenzuhause

Wie die Jünger damals, kurz nach dem Tod Jesu. Sie haben sich hinter verschlossenen Türen versammelt. Zwar ohne Coronavirus, dafür aber mit viel Angst und Sorgen. Und mitten da hinein kommt Jesus zu ihnen! Hinter die verschlossenen Türen und sagt „Friede sei mit euch!“ Der schwarze Tag wird plötzlich hell. Hinter den verschlossenen Türen öffnen sich plötzlich Herzen und Hoffnung keimt. Jesus, komm du auch hinter unsere verschlossenen Türen!

Und schenke uns, worum Papst Franziskus gebeten hat: Nicht die Ansteckung des Virus von Körper zu Körper, sondern die Ansteckung mit Hoffnung von Herz zu Herz!

Beate Schmid

 

 

Karfreitag

Der leidende Gottesknecht Jesus.

Der leidende Mensch heute.

Auf Christus schauen und 

in ihm das Gesicht der Leidenden heute erkennen.

"...und schöpfen draus die Zuversicht, dass du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, dass wir durchs Kreuz ins Leben gehen." (Ch. Fischer)

Bild: Fastentuch in St. Nikolaus

 

 

                            

UMDENKEN

Das Aschekreuz zu Beginn der Fastenzeit lädt zum Umdenken ein.

"Kehre um und glaube an das Evangelium" - so lautete der Auftrag, den wir am Aschemittwoch im Gottesdienst bekommen haben. Die Asche auf unseren Köpfen erinnert an die Vergänglichkeit. Gleichzeitig ist es aber auch eine Zusage: was wir Gott anvertrauen, zerfällt nicht einfach zu Staub, sondern ist bei ihm gut aufgehoben!

Hinhören auf das Evangelium geht gut mit der Aktion "40 Tage - 40 Worte - 4 Minuten". Die Kärtchen, die sich hinten in den Kirchen unserer Seelsorgeeinheit finden, führen uns hin zum Bibeltext des kommenden Sonntages. 

Weg

Sie gehen zur Krippe. Sie sind auf je eigene Weise auf Weihnachten hin unterwegs. Gestaltet sind die Figuren aus Drahtgeflecht und Zeitungspapier. Von Sieger Köder und einem Team. Zu sehen ist diese Wander-Krippe in Herz Jesu, Obergriesheim.

Die Figuren laden ein, sich mit ihnen zu identifizieren. Wo finde ich mich wieder? Die Zeitungen, aus denen sie bestehen, machen deutlich, dass wir mit der Welt wie sie ist, auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zugehen: mit dem Banalen, dem Schweren, dem Freudigen, mit dem, was eine Schlagzeile wert ist, aber auch dem, was nicht genannt wird und was vergessen wird.

Zuspruch

Wer in die Würzburger Augustinerkirche eintritt, wird mit diesem Satz empfangen. Noch bevor der Besucher in die helle Weite des Kirchenraums tritt, wo am Ende ein großes, leuchtendes Bild des himmlischen Jerusalems den Abschluss bildet, trifft den Eintretenden dieser Zuspruch.

Wollen, dass jemand ist, existiert, Lebensrecht, Heimat, Sicherheit findet. Und vieles andere noch dazu. Und das nicht nur in diesem Leben, sondern auch jenseits des Todes. Das feiern wir in den Festen des November, Allerheiligen und Allerseelen, an den Gräbern und am Altar.

Danke

Früchte des Gartens und des Feldes sind schön arrangiert. Erntedank ist Ausdruck der Wertschätzung dessen gegenüber, was uns jeden Tag satt macht. Nicht selbsterständlich. Heute legen wir das, was gewachsen ist, vor den Altar, dort wo uns das Brot - Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit - auf andere, geistliche Weise nährt und stärkt. Herr, dass doch jeder das hat, was er zum Leben braucht.

Unterbrechung

Kennen Sie eine kurze Beschreibung für Religion? Sie besteht sogar nur aus einem Wort: „Unterbrechung“. Der Theologe Johann Baptist Metz hat sie einmal so genannt: Religion als Unterbrechung. Der Glaube an Gott unterbricht mich. Um einen neuen Blick auf die Dinge meines Leben, in meinen Sichweisen, in meinem Denken zu üben. Unterbrechung vielleich auch vom Leistungsdruck, vom Hamsterrad, von scheinbaren Sachzwängen...  Religionen feiern sogar Unterbrechungen: in den heiligen Ruhetagen, bei uns ist es der Sonntag, in Liturgien und Ritualen. So dürfen wir dem Geheimnis Gott auf der Spur sein, der heilsam einbricht in unser Leben.