Kühlen Kopf bewahren

Hitzewelle um Hitzewelle 

Pater Anselm Grün rät im katholischen Sonntagsblatt, sich darüber nicht aufzuregen, sondern sie als Einladung zu verstehen, es ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Tätigkeiten zu verlangsamen. 

Ein guter Rat für alle, die das können.

Wer trotz Hitze seine Aufgaben zügig erledigen muss, der muss nach Abkühlung suchen.

Kirchen sind nicht nur ein wunderbar kühler Ort, sondern auch ein Platz für Pausen, um zur Ruhe zu kommen.

Der Körper kann sich hier abkühlen.

Erhitze Gemüter auch. 

Sie sind immer herzlich eingeladen. Die meisten katholischen Kirchen sind tagsüber für Sie geöffnet.

Eintreten, Platz nehmen, durchatmen.

Stille genießen, Gedanken sortieren, sich eingebettet fühlen in die Atmosphäre dieses besonderen Raumes.

Und in den, auf den sie uns verweisen. 

Der Herr ist auferstanden!

Halleluja

Er gibt sich Maria Magdalena zu erkennen.

Halleluja

Er ruft sie beim Namen.

Halleluja

Sie antwortet mit dem innigen Wort “Rabbuni”.

Halleluja

Er sendet sie, die frohe Botschaft in die Welt zu tragen.

Halleluja

"Geh und erzähl es allen!"

Geht und erzählt!

Weil die Botschaft so wunderbar ist.

Frohe Ostern!

Ruhe finden

Viele suchen Ruhe in dieser lauten und hektischen Welt.

Jetzt, wo die Vögel wieder vermehrt zwitschern, könnte folgende Übung hilfreich sein.

Sie dauert nur 5 Minuten und ist im Sitzen oder beim Gehen schön.

  • Was sehe ich?
  • Was höre ich?
  • Was rieche ich?
  • Was schmecke ich?
  • Was spüre ich?

Nimm dir für jede Frage so viel Zeit, wie gut tut.

Auf diese Weise schärfen wir unsere Sinne und der Gedankenkreislauf wird unterbrochen.

Gesegnetes Durchatmen! 

Geht es wirklich um´s Verzichten?

Fastenzeit heißt Verzichten, oder?

Wahlweise auf Süßigkeiten, Autofahren, Fleisch oder Jammern.

Und verzichten kann uns vieles lehren, es hat manchmal seinen Sinn.

Aber letztlich geht es um Gewinn.

Ein Gewinn an 

  • Gottesnähe
  • Klarheit
  • Kraft
  • innerer Freiheit

Die Fastenzeit unterbricht den Alltagstrott.

Sie will Überflüssiges beiseite räumen, um Platz für Wichtiges zu schaffen.

So könnten wir unabhängiger werden von so manchem, was uns fesselt.

Was würdest du gerne gewinnen, entdecken, befreien?

Dafür eine gesegnete Fastenzeit!

 

 

 

Helau und Halleluja!

Moment mal... ist heute nicht alles ein bisschen verdrehter als sonst?

Am Dienstag schallt das „Gundelse Helau“ durch die Gassen, 

und mancher fragt sich vielleicht: Verträgt sich das eigentlich – das fromme Gebet und das bunte Treiben?

Na, und wie! 

Schon in der Bibel steht, dass alles seine Zeit hat: 

das Weinen und das Lachen. 

Und mal ehrlich: 

Wer, wenn nicht wir Christen, hätte Grund zur Freude? 

Wer an die Auferstehung glaubt, darf auch mal über sich selbst lachen.

Humor ist schließlich, wenn man trotzdem lacht,

und Glaube ist, wenn man trotzdem hofft. 

In diesem Sinne: schöne Fasnets-Tage,

Helau und Halleluja und 

bleiben Sie behütet und närrisch!

Oh ...

… eigentlich sollte hier doch Weihnachtsimpuls stehen.
Und dann ein Neujahrsgruß.
Beides fiel aus. Krankheitsbedingt.
Nichts ging mehr. Als hätte einfach jemand die Pause-Taste gedrückt.

Wieder mal eine Lektion, dass das Leben sich einfach nicht nach unseren Kalendern richtet. 

Manchmal kommt es einfach anders - ohne Rücksprache, ohne Update, ohne Entschuldigung. Und wir merken: Nicht alles liegt in unserer Hand. Zum Glück.

Vielleicht ist genau das eine stille Botschaft: 

Gott kommt auch dann zur Welt, wenn Texte fehlen. 

Hoffnung beginnt auch ohne perfekten Start ins neue Jahr. 

Und Segen wirkt selbst dann, wenn Pläne ausfallen.

Also: Ein verspäteter Gruß – dafür von Herzen.
Mit dem Wunsch, gelassen zu bleiben, wenn nicht alles klappt.
Und mit dem Vertrauen, dass Gott auch in den Lücken wirkt.

In diesem Sinne:
Ein gutes, gesegnetes Jahr – mit allem, was kommt. 

Und auch mit dem, was anders kommt als gedacht.

 

 

Advent

Zeit des Wartens

Warten ist manchmal, als würde das Leben kurz die Pausetaste drücken. Wir müssen warten, bis es weitergeht. Warten bis der Bus kommt; warten bis man wieder gesund ist; warten bis endlich das Wochenende oder der Urlaub beginnt. 

Achtsamkeitsratgeber sind voller Tipps, wie man Wartezeiten für sich nutzen kann. 

Ist Warten denn nun aktiv oder passiv?

Biblisch betrachtet ist Warten eine sehr aktive Zeit. Eine Zeit der Aufmerksamkeit, des Wachseins mit allen Sinnen.

Eine Zeit, in der man den besser kennenlernen kann, auf den man wartet: diesen Gottessohn.

Warten heisst nachdenken:

Worüber würde er sich freuen, wenn er kommt? Was kann ich heute schon über ihn erfahren? Wie kann ich ihm den Weg bereiten?

Warten heisst, ich fange solang schon mal mit Lieben an.

 

Allerheiligen

Kein kirchliches Verfahren
wurde angestrengt,
um sie heilig zu sprechen.
Keine Wunder wurden ihnen nachgesagt.

Wir wissen nicht, wie sie aussahen.
Wir kennen ihr Leben nicht
Wir flehen sie nicht um ihre Fürbitte an.
Wir kennen nicht einmal ihren Namen.

Aber es gab sie und gibt sie:
Männer und Frauen,
verheiratet oder auch nicht,
gewiss nicht fehlerlos,
aber guten Willens.

Unzählige sind längst tot.
Unzählige leben heute
mitten unter uns.
Unbemerkt.

Menschen
wie du und ich.

Wie du und ich
berufen zur Heiligkeit.

 

Gisela Baltes, www.impulstexte.de. In: Pfarrbriefservice.de

Neustart-Segen

Segen für alle,

die in ein neues Schuljahr starten. 

Segen für alle,

die mit einer Ausbildung oder einem Studium beginnen. 

Segen für alle,

die an einem neuen Arbeitsplatz starten.

Segen für alle,

die einen neuen Lebensabschnitt vor sich haben.

Segen für alle,

die dich mitten im Leben täglich neu suchen.

   

Sommerhitze-Not?

Wenn manchmal alles zuviel wird, tut eine kurze Unterbrechung gut.

Ein Ortswechsel zum Durchatmen.

10 Minuten reichen oft schon aus, um neue Kraft zu schöpfen.

Kirchen eigenen sich dafür toll.

Übrigens auch bei Sommerhitze:

Wenn mal alles zu heiß ist, hilft ein Ortswechsel.

Unsere Kirchen sind offen und schön kühl.

Eintreten, Platz nehmen, aufatmen ...

Tut gut.

Leib und Seele. 

 

Sie sind herzlich eingeladen!

Warten

Jesus ist weg - himmelwärts gefahren.

"Ich werde euch eine Kraft schicken" hat er gesagt.

"Einen Besitand, der euch leitet und Weisheit schenkt"

Also warten die Jünger.

Sind sie ungeduldig? Traurig? Hoffnungsvoll?

Wir haben es heute leichter.

Wir kennen die Pfingstgeschichten.

Wie hören und lesen, wie der Heilige Geist zu den Jüngern gekommen ist.

Wir haben uns bei Taufe und Firmung selber mit dieser Heiligen Geistkraft verbunden.

Sind wir es noch? Verbunden

Mitten im Chaos der Welt haben wir Christen

einen himmlischen Anker

einen spirituellen Kompass

einen unzerstörbaren Beistand.

Feiern wir das doch mal so richtig  :)

Pfingsten

 

 

Habemus Papam

Die katholische Kirche hat seit dem 7. Mai 25 einen neuen Papst.

Wir haben einen neuen Papst, denn wir sind Teil dieser Kirche.

Papst Leo XIV.

In seiner Antrittsrede hat er Augustinus zitiert:

"Mit euch bin ich Christ. Für euch bin ich Bischof."

Fernsehsender haben ihr Programm unterbrochen aus "wichtigem Anlass."

Wie schön: wichtig, positiv, katholisch.

Die Welt hat auf Rom geblickt.

Hoffnungen sind nach Rom geflogen.

Der häufigste Satz in den Reportagen war:

"Er gilt als Brückenbauer."

Beten wir für unseren neuen Brückenbauer.

Dass sein Lächeln die Menschen erreicht.

Dass seine Kompetenz die Kirche voranbringt.

Dass seine Ethik Gerechtigkeit und Frieden unterstützt.

Dass sein Glaube ausstrahlt.

Auf dass die Kirche Brücke wird zwischen Mensch und Gott. 

Ostern

Jesus ist auferstanden

Papst Franziskus ist verstorben

Wir feiern neues Leben

Wir trauern um Menschen

Wir schöpfen neue Hoffnungskraft

Wir bewahren Erinnerungen

Das Leben kommt

Das Leben geht

Das Leben liegt beschützt und bewahrt in Gottes Liebe. In Ewigkeit.

Karfreitag

"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

so hörte man Jesus am Kreuz.

Mit 9 war ich überzeugt, dass da was nicht stimmt. 

In kindlichem Vertrauen war ich mir ganz sicher, dass Gott ihn nicht verlassen hat.

Der Satz hat mich immer irritiert.

Heute bin ich immernoch der festen Überzeugung, dass Gott ihn nicht verlassen hat.

Ihm sogar gerade da ganz nahe war.

Heute denke ich, dass Jesus begonnen hat, Psalm 22 zu beten.

Der Klagepsalm beginnt mit genau diesen Worten Jesu am Kreuz.

Er handelt von Not, Spott und Verfolgung.

Er handelt von Lob, Vertrauen und Heil.

Und er endet mit dem Satz:

"Ja, er hat es getan!"

Gott hat gehört, geantwortet und gerettet.

Das ist das Ende des Psalms und das Lied der Gewissheit:

Er lässt uns nicht allein! 

Ich glaube, dass auch Jesus in dieser Gewissheit gestorben ist. 

(BS)

 

Gründonnerstag

zusammen essen und trinken

sich unterhalten

zusammen beten und danken

sich unterhalten

zusammen brot brechen und eintunken

sich die füsse waschen lassen

zusammen den tisch abräumen und in den garten gehen

schweigen

allein in der dunkelheit und in der stille

schlafen und blut schwitzen

zusammen die soldaten kommen hören und angst haben

sich wehren

zusammen am feuer stehen und sich wärmen

verleugnen

weinen

angst haben

es aushalten müssen

Komm, Heiliger Geist

Firmung in unserer Seelsorgeeinheit

Menschen sagen JA zu Gott

Wie bei der Taufe

Nur, dass diese jungen Menschen jetzt selber sprechen

"Komm, Heiliger Geist, entzünde in mir das Feuer deiner Liebe"

Ein wunderbares Fest

Jesus hat uns damals nicht einfach verlassen

Er hat uns diese Kraft geschickt, die leitet, Weisheit schenkt, Kraft spendet

Gott ist da in dieser Heiligen Geistkraft

ruach - Atem Gottes komm

Lassen Sie uns gemeinsam für unsere Firmlinge beten

und unser eigene BeGEISTerung wieder neu entfachen! 

 

Du gibst Halt

Worte begleiten uns durch diese Fastenzeit.

Lassen Sie sich täglich von Worten beschenken in der Fastenaktion 40 Tage - 40 Worte - 4 Minuten.

So geht’s:

  • Einen stillen Ort suchen.
  • Das betreffende Wort einfach in den Seelengrund fallen lassen und dabei schauen, was geschieht. Die Worte stammen aus den Evangelien des folgenden Sonntags.
  • Beenden Sie die stille Zeit mit einem kurzen eigenen Gebet. 

Sie können sie sich die Worte auch täglich auf WhatsApp schicken lassen. Anmeldung unter 01638673861.

Online-Austauschgruppe

Dekan Rossnagel und Dekanatsreferent Michael Dieterle bieten wieder freitags von 19:30 Uhr – 20:30 Uhr eine Online Austauschgruppe an.

Die Austauschgruppe startet am Freitag, den 7. März 2025, und endet am Freitag, den 11. April 2025. Sie können an einzelnen Tagen oder an allen Terminen teilnehmen.

Weitere Informationen finden sich auf der Seite des Dekanats.

Prüft alles und behaltet das Gute!

Diesen Auftrag schreibt Paulus in seinem ersten Brief an die Thessalonicher.

"Prüft alles. Behaltet das Gute."

Sehr weise!

Könnte auch in einem Brief des Paulus an die Menschen in Deutschland im Jahre 2025 stehen.

"Prüft alles und behaltet das Gute!"

Prüfen geht nur, wenn ich hinhöre. Und dann hinterfrage und es bedenke. 

Das braucht einen Moment.

Ein schneller, heftiger Post in den Sozialen Medien passt nicht dazu.

Es braucht einen Moment der Ruhe und der Prüfung. 

Fake News sollten entlarvt und Argumente durchdacht werden.

In der aufgeheizten Zeit jetzt vor und nach der Bundestags-Wahl scheint das doppelt herausfordernd zu sein.

Aber nur so können wir das Gute entdecken. 

Allerdings gibt es ja verschiedene Ansichten darüber, was gut ist.

Drei Fragen, die vielleicht helfen, die eigenen Gedanken zu sortieren:

  • Wie begründet jemand seine Position?
  • Überzeugt mich die Argumentation?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Und als Christen können wir uns auch immer daran orientieren, was Jesus für GUT befunden hat.

Ein Beispiel findet sich hier ... ;-)

Na, was machen die Neujahrsvorsätze?

Für viele Menschen jedes Jahr wieder.

Anfang Januar überall zu lesen: Gute Vorsätze fürs neue Jahr und massenhaft Tipps und Strategien, wie man diese nachhaltig im Alltag etablieren kann. Der häufigste Vorsatz in Deutschland ist, sich mehr zu bewegen.

Anfang Februar: das Gefühl, es wieder nicht geschafft zu haben. Oder nur kurz. Der tägliche Spaziergang hatte irgendwie keinen Platz im Tag und die Anmeldung fürs Fitnessstudio ... äh, ja ... mach ich morgen.

Neues Jahr, altes Ich, gleicher Schweinehund.

Für viele Menschen ist es jedes Jahr ähnlich.

Wie wärs, wenn wir diese Schleife durchbrechen? Wenn wir mehr Kraft für den Alltag nicht nur im FitnessStudio suchen, sondern auch direkt an der christlichen Quelle?

In einem Gebet zum Beispiel.

Da wo ich gerade bin. Im Bett, im Zug, in der Mittagspause. Einfach so.

Reden mit dem Gott, der gesagt hat, er hört mich. Sagen, was mir auf dem Herzen liegt, mich beschäftigt, freut. Still werden, das Herz öffnen.

Ist wie ein kleiner Neuanfang, so ein Gebet. Ein Kraftort in mir.

Ohne Sylvesterknaller. Dafür aber mit einem Gott, der sagt "Ich-bin-da".

Beim Beten spüren, dass ich Teil von etwas Großem bin.

Ein kleiner Neuanfang, der länger hält als Schall und Rauch. Er muss nur halten bis zum nächsten Gebet. Und das ist nur ein "Hallo Gott" entfernt. 

Ach übrigens: Wieviele Vater-unser passen eigentlich in einen Kilometer?

 

Lebensweg

Dieses Bild enthält den ganzen Lebensweg Jesu.

Von der Krippe bis zum Kreuz. 

Von der Geburt bis zum Tod.

Dazwischen:

Die Taufe zum Gotteskind am Taufbecken.

Nahrung für Leib und Seele:

Brot und Wein am Altar.

Das Wort Gottes am Ambo.

Jesu bleibende Gegenwart im Tabernakel.

Wichtig:

Die Kirchenbänke: weil unser Lebensweg in dieser Kirche Station machen kann.

Und Jesus uns begleitet.

Die Kerzen unterm Kreuz: weil sie Zeichen sind für unser Gebet.

Der Christbaum: weil er uns erinnert, dass es Gottes Licht ist, das in unser Leben hineinleuchtet.

UNS IST DER HEILAND GEBOREN, damit Heil werde. 

Zwiesprache mit dem Evangelium vom 1. Adventssonntag

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.

(Leider wahr. Wir sind bestürzt und die Bilder der Fluten und ihrer Opfer sind mir noch deutlich vor Augen)

Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen;

(Tun viele - nennt sich heute "Zukunftsangst")

denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.

(Ja, das würde ich gerne sehen!)

Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter;

(Uns aufrichten, das gefällt mir - weil wir wissen, woher unser Rückrad kommt)

denn eure Erlösung ist nahe.

(Memo an alle: hier bei Lukas geht es nicht ums letzte Gericht, sondern um unsere Erlösung!)

Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren

(Daran will ich denken, wenn ich mich mal wieder in Alltagskleinigkeiten verliere)

und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle;

(Wenn eine Falle zuschnappt, kann man nur noch zuschauen, ist eingesperrt, ohnmächtig, abseits - nun, das würde ich doch gerne vermeiden) 

denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
Wacht und betet allezeit,

(Diese Verbindung mit Gott halten - auch zwischen den Kochtöpfen, würde Hildegard v. Bingen jetzt sagen) 

damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!

(Vor Jesus stehen - wow! Ich weiß nicht, ob ich hintreten könnte. Vermutlich schlottern mir dann ganz schön die Knie. Ich vertraue auf diese Liebe, die ihm bestimmt aus jeder Pore strahlt)

Alles in allem: viel Not ist schon so groß, die Natur so erschüttert - es könnte also morgen sein, diese Wiederkunft.

Wären wir bereit?

Christkönig

Christus als König - das feiern wir heute

Zurecht

In der St. Nikolauskirche in Gundelsheim sieht man Christus auf dem Thron: im Deckengemälde im hinteren Bereich der Kirche.

Engel krönen ihn, Heilige umringen ihn und die hellen Strahlen seines Thrones leuchten warm auf das gemalte Gundelsheim im Hintergrund.

Man kann wunderbar in der Kirche unter dem Gemälde sitzen und diesen warmen Strahlen aus dem Deckengemälde nachspüren.

Sich von ihnen anleuchten anlassen.

Vielleicht erleuchten.

Und sich dann vorstellen, dass dieser König Füsse gewaschen und Leprakranke berührt hat und unterm Kreuz im Dreck der Strasse lag.

Ein König, der sich für nichts zu schade ist.

Der alles dafür tut, dass Menschen seine Liebe spüren.

Ein König der Liebe.

Ihn feiern wir heute.

Zurecht!

 

Haben Sie ein Vorbild?

Ein Vorbild ist jemand, dem ich nachgehe.

Der mich bildet, damit ich immer mehr zum Bild Gottes werde.

Der mir vorgelebt hat, wie Leben gehen kann.

Und glauben.

Allerheiligen ist ein Tag, an dem wir an solche Menschen denken können.

Die heilig gelebt haben, bekannt oder unbekannt.

Denen wir nachleben können.

In Angst und Mut, in Tränen und Power, mal unbequem, mal inspirierend.

Wer ist mein Lieblichsheiliger?

Wer ist mein Vorbild?

Und für wen möchte ich Vorbild sein?

 

Erntedank

 

 

Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand:
Der tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen,
Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe
kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn.

Matthias Claudius

unterbrechung

egal ob urlaub, freizeit oder arbeitsalltag

egal ob zuhause oder in der ferne

erholung tut not

denn ohne erholung geraten wir in not

was brauche ich, um mich zu erholen?

vielleicht liebe menschen, ein gutes buch, ein abenteuer

atempausen, etwas zum staunen

zeit für mich, zeit für gott

jedenfalls sind unterbrechungen not-wendig

den alltag unterbrechen

das gedankenkarussel unterbrechen

raum schaffen für neue orte und gedanken

ich kann dazu am meer sitzen oder meinen kaffee an einem anderen platz in der wohnung trinken

erholung geht nur in der unterbrechung

stimmt der satz für dich?

was brauchst du für deine erholung?

ERFRISCHENDE SOMMERTAGE UND SEGEN

WO IMMER DU BIST

 

 

Ansehen

Jesus ist in seiner Heimatstadt ohne Ansehen.

Das haben wir am vergangenen Sonntag im Evangelium gehört.

Er ist und bleibt für sie der Zimmermanns-Sohn.

In dieser Schublade steckt er fest. 

Er ist "ohne Ansehen" in Nazareth.

Die Menschen sehen nicht, was sie vor Augen haben.

Und wen.

Sie sehen nur, was sie schon kennen.

Das Neue, die Person, die Entwicklung, den Auftrag sehen sie nicht.

Schade.

Denn aus dieser eingesperrten Lage heraus kann Jesus keine Wunder wirken,

nicht heilen, nicht wandeln, nicht befreien.

Er will er offene Herzen, Glaube, Staunen und Vertrauen.

Er will angeschaut werden - richtig angesehen werden eben.

Tun wir das also:

Jesus anschauen. Jeden Tag wieder.

Im Gebet, im Lesen der Heiligen Schrift und im Nächsten.

Verschenken wir An-sehen!

 

Pfingstliches Nachwehen

Pfingsten

Die Jünger werden beschenkt mit dem Heiligen Geist.

Das Fest ist vorbei, aber die Wirkung entfaltet sich erst nach und nach.

Aus der Enge ihres Versteckes gehen sie hinaus in die Weite der Welt, um begeistert die Frohe Botschaft zu verkünden.

Plötzlich können sie in allen Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Kein plötzlicher Mutanfall, sondern eine Geistkraft, die bleibt.

Eine Geistkraft, die Weisheit schenkt und lehrt.

Die Kraft gibt und Orientierung.

Die den Kopf freimacht und das Herz weit.

Komm, Heilige Geistkraft, wehe und wirke.

Damit auch wir begeistert von Gottes großen Taten schwärmen. 

 

Ostergespräche

Jesus zu Maria Magdalena:

"Geh und verkünde, dass ich lebe!"

 

Maria Magdalena zu den Jüngern:

"Jesus lebt! Ich habe ihn gesehen!"

 

Die Jünger zu den Menschen:

"Wir haben es selbst erlebt und darum bürgen wir dafür, dass der Vater seinen Sohn in diese Welt gesandt hat, um sie zu retten." (1 Joh 3,14)

 

Du zu den Menschen:

 ... ja, was erzählst du anderen über Jesus?

 

 

Karfreitag

 

 

"Es

ist

vollbracht!"

Gründonnerstag

der Tisch abgeräumt        die Kirche verlassen              der Garten dunkel              das Herz schwer 

                                                   bis der Engel kommt und Jesus Kraft gibt

 

Ein Kreuz

Eiche

gefällt, bearbeitet, haltbar

Ausgehöhlt

aber nicht hohl, sondern durchlässig für das Licht

Das Hanfseil

das innen hängt, wie ein toter Körper

und da liegt, 33 Meter lang

für jedes Lebensjahr Jesu einen

Der Stamm

innen grob bearbeitet, aussen glatt

 

Sehenswert

Bedenkenswert

Glaubenswert

 

 

 

 

Was mag es bringen

Was mag es bringen, das neue Jahr?

Gesundheit, Krankheit? Endlich etwas mehr Frieden oder noch mehr Konflikte?

Mehr Klimaerwärmung oder mehr Herzenswärme zwischen den Menschen?

Können wir auf unsere Demokratie bauen und auf Dialog zwischen den Menschen?

Was mag es bringen, wenn ich mich bemühe?

Mehr Menschlichkeit in meiner Umgebung und liebevolle Worte?

Ein Ton in der Musik der Welt

Ein Baustein für das Reich Gottes in dieser Welt

Was mag es bringen, wenn ich glaube?

Ein Licht in Herz und Seele, das nach aussen strahlt

Eine Freude im Leben mitten in den Herausforderungen des Alltags

Einen Sinn, der den Tod überdauert und das Leben wertvoller macht

Was mag es bringen, das neue Jahr?

Ich möchte es herausfinden.

Mit dir, Gott.

 

 

Frohe Weihnachten

Das Wort ist Fleisch geworden

und hat unter uns gewohnt!

Wir wünschen Ihnen und euch gesegnete Tage!

Gaudete - Freut euch!

"Freut euch!" so heißt es am dritten Advent.

Was, wenn nicht?

Wenn das Herz gerade zu schwer ist, der Streit zu groß, die Sorgen zu viele?

Wenn es einfach gerade nicht harmonisch ist...

Wir dürfen beruhigt sein: 

Jesus kommt als Licht der Welt.

Lassen wir ihn scheinen.

Hinein in unserer Herz, in unseren Streit, in unsere Sorgen.

Er schafft das.

Erfreulich.

 

Advent

Warten

Bekannt: der Advent ist die Zeit des Wartens auf Weihnachten.

Die Vorfreude steigt: mit Kerzen und leckeren Plätzchen

 

Fastenzeit

Weniger bekannt: der Advent war einst eine Fastenzeit.

Kann ein Gewinn sein: Äußeres weglassen um Inneres zu gewinnen.

 

Erschütterung

Kaum bekannt: die Adventszeit als eine Zeit der Erschütterung.

Mitten in dieser erschütterten Welt:

Welches Geröll will ich wegräumen, um diesem Gotteskind den Weg frei zu machen?

Was stürzt in sich zusammen, wenn ich mal genauer hinschaue?

Welcher Schmerz hat meine Lebensfreude unter sich begraben?

Welche Gewohnheiten dürfen ruhig mal ins Schwanken kommen?

 

MACHT

Passt das Wort zum Bild?

Wie oft denken Menschen, sie hätten Macht über die Welt und über Menschen.

Macht über etwas haben ...

Das ist meistens eine destruktive Situation. Nicht immer förderlich für Menschenwürde und Friede.

 

Wie wäre es statt dessen mit Macht für ?

Die Macht, die wir haben, einsetzen ...

... für etwas.

... für jemand.

... für die Welt. 

Dann wird es eine dienende Macht. 

Dann passt das Bild plötzlich: in unserer Hand liegt ein Stück dienende Macht für die Welt.

Und wir strecken uns dem Himmel entgegen. Vielleicht können wir so auch ein Stück Himmel auf Erde holen?

FÜR FRIEDEN UND GEGEN HASS

Diözesanrat lädt ein zum Gebet

In Verbundenheit mit vielen flehen wir zu dir, Gott:
Damit Frieden und Versöhnung sich ausbreiten.
Damit Menschen in Hoffnung und Sicherheit leben können.
Ohne Angst vor Bomben, Granaten und Gewalt.
Gib denen Weisheit, die um Frieden verhandeln.
Sei bei den Menschen in Israel, im nahen Osten, in der Ukraine und in allen Kriegsgebieten.
Sei bei allen, die Angst haben und um ihr Leben fürchten.
Schenke Frieden Gott der ganzen Welt.

 

Quelle: www.drs.de

Der, die oder das Urlaubszeit

 

DER URLAUBszeit

  • Unterbrechung vom Alltag
  • keine Schule, keine Arbeit
  • Atem holen

DIE UrlaubsZEIT

  • Freizeit
  • Zeit für mich und Menschen, die mir wichtig sind
  • Zeit haben für Dinge, die sonst zu kurz kommen
  • Atem holen

DAS UrlaubSzeit

  • Sommertage
  • Sinnsuche
  • Stressabbau

 

DER, DIE oder DAS Urlaubszeit?

Was auch immer davon für Sie passt:

Wir wünschen eine gesegnete Zeit, die gut tut!

Leuchten und leuchten lassen !?

Neulich sagte eine Moderatorin:

Ihre Aufgabe bei dieser Arbeit sei es, 

die Teilnehmer leuchten zu lassen. 

So zu moderieren,

dass andere zum leuchten kommen.

 

Was für eine schöne Grundhaltung.

 

Könnte doch auch eine Lebensgrundhaltung sein:

andere leuchten lassen ... 

zum leuchten bringen ...

 

Wie hell wäre die Welt :-)

 

Pfingsten spüren

Heilige Geistkraft,

Du Atem Gottes

Du Lebenshauch

Du Ratgeberin

Du Trösterin

 

Gegenwart Gottes in uns,

die aufrüttelt und belebt

die den Weg zeigt und leitet

die stärkt und stört

die ermutigt und herausfordert

 

Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in uns das Feuer deiner Liebe!

 

Himmelfahrt

Weg ist er ... dieser Jesus.

Weg, um für uns Wohnungen bei seinem Vater vorzubereiten.

Weg, um den heiligen Geist zu schicken, 

der in uns wohnen will.

Weg, um kurz darauf in den Menschen Wohnung zu suchen,

die an ihn glauben.

Weg ... um wiederzukommen

und zu bleiben.

Bei uns.

Bei dir.

Bei mir.

Gleichzeitigkeit

Diese Gleichzeitigkeit ist oft

so schwer auszuhalten

Krieg

und hier ein Faschingsumzug

Zerstörte Häuser

und hier Fenster putzen

Überschwemmung

und hier die warme Dusche an kalten Tagen

Gleichzeitig

kaum auszuhalten und doch unser Alltag

Beton

und mitten im Beton eine Mohnblume

Not

und mitten in der Not DU, Gott

Bitte sei da, wo man dich braucht - in der Not und im Alltag

Ich bin auch da und tue, was ich kann... Hilf mir dabei.

Blasius-Segen

 

"Auf die Fürsprache des heiligen Bischof Blasius 

bewahre dich der Herr vor

Halskrankheiten und allem Bösen.

Es segne dich Gott, der Vater und

der Sohn und der Heilige Geist!"

 

... ein Segensspruch rund um den Gedenktag des heiligen Blasius am 3. Februar

... zwei gekreuzte Kerzen als Symbol des Segens

... der  Wunsch nach Gesundheit an Leib und Seele

... Segen meint die Zusage Gottes: Ich bin da - in jeder Lebenslage!

 

In jeder Gemeinde unserer Seelsorgeeinheit wird der Blasiussegen gespendet. Kommen Sie vorbei!

Geniessen Sie dieses Zeichen, bitten Sie Gott um Gesundheit und vielleicht wollen Sie anschliessend ja etwas für Ihre Gesundheit tun - ein Spaziergang vielleicht oder ein richtig gesundes Essen? 

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Welche Wege bringt das neue Jahr wohl mit sich?

Welche Richtung werde ich einschlagen?

Wer wird mich begleiten auf meinen Wegen?

Was werde ich alles erleben?

 

Du, bist es, Gott:

Deine Wege will ich suchen dieses Jahr.

Du zeigst mir die Richtung.

Du bist es, der mich begleitet.

Was ich auch erleben werde, ich weiß: du bist da!

Danke!                                         Let´s go...

Anleitung zum Bible Art Journaling

BIBLE - es geht um Gottes Wort in der Bibel

ART - um künstlerische, visuelle Gestaltung

JOURNALING - um eine regelmäßige Begegnung mit diesem Gotteswort

Das brauche ich:

So geht’s:

1. Ich mache es mir an einem ruhigen Platz bequem. (Esstisch? Schreibtisch?)

2. Mit folgendem Gebet stimme ich mich auf die Zeit mit Gott ein:

Jesus Christus,

Ich möchte auf dein Wort hören!

Lass mich zur Ruhe kommen, damit es still wird in mir und mein Herz sich deiner Gegenwart öffnen kann.

Ich möchte aufmerksam sein auf die leisen Töne von dir, die meine Seele berühren.

Mit allen Sinnen strecke ich mich deiner Botschaft entgegen. 

Lass es still werden in mir, dass ich zur Mitte finde, dich und mich entdecke in deinem Wort und Kraft schöpfen kann in deiner wohltuenden Nähe. Amen

3. In Ruhe lese ich mir den Bibeltext durch und lassen ihn auf mich wirken. Ich denke darüber nach, was ich gelesen habe.

4. Folgende Fragen können helfen, tiefer in den Bibeltext einzutauchen. Ich suche mir eine oder zwei Fragen heraus:

  • Worum geht es in dieser Bibelstelle? (Was erfahre ich? Was passiert?)
  • Gibt es einen Satz oder ein Wort, an dem ich hängen geblieben bin?
  • Kommt eine Person vor, die mich besonders anspricht oder irritiert? Oder ein Ort?
  • Was gefällt mir besonders, was ist mir für heute an diesem Text wichtig?
  • Kommt mir eine bestimmte Farbe in den Sinn bei diesem Bibeltext?
  • Was will ich zu Papier bringen, sichtbar machen?

5. Ich hole mir Stifte oder Farben, die ich zuhause habe (Holzfarben? Wasserfarben?). Vielleicht fallen mir auch Gegenstände oder Materialien ein, mit denen ich darstellen kann, was mir wichtig geworden ist.

6. Ich gestalte diese Seite wie es gerade für mich stimmt. Es gibt hier kein richtig oder falsch, es ist einfach meine Zeit und meine Begegnung mit Gottes Wort.  

Hier einige Ideen:

Engel:

  • Mit gelber Farbe im oberen Teil des Blattes das Licht des Engels darstellen.
  • Aus Butterbrotpapier einen Engel reißen und neben den Text kleben.
  • Alles was glitzert oder glänzt macht Gottes Licht sichtbar.

Krippe:

  • Strohhalme aufs Papier kleben und so eine Krippe für das Jesuskind bereiten.

Weg:

  • Sich auf den Weg machen: Wer schickt mich in meinem Alltag auf einen Weg? Was ist mein Ziel? Gehe ich leicht oder schwer?
  • Weg malen oder aufkleben (aus getrockneten Blättern, Moos, Papiersteinen, ...)

Gott loben:

  • Wie mache ich das am liebsten? Mit Musik? Gebet? In der Natur? Ich könnte hier mein eigenes Lob gestalten. (Zum Beispiel mit einer Seite aus meinem alten Gotteslob oder einem Bild meines Lieblingsinstrumentes)

Wem das Papier gerade einfach noch zu leer ist, der findet hier 

  

Lust auf mehr kreative Bibelarbeit?

Bibeltexte (auch in verschiedenen Übersetzungen) finden sich bei www.bibleserver.com/

Die Sonntagsevangelien finden sich unter www.erzabtei-beuron.de/schott.

 

Bible Art Journaling macht auch in Gruppen viel Freude. Weitere Tipps und mehr Material gibt es zum Beispiel in Workshops bei Beate Schmid, Kontakt: beas.papieroase@gmail.com oder 0160 - 63 43 03 7.

Gesegnete Kreativzeit und viel Freude!

 

Heute schon eine Kerze angezündet?

Gegen die Dunkelheit

zünde ich eine Kerze an bei dir, Jesus.

Gegen meine Angst

zünde ich eine Kerze an bei dir, Jesus.

Gegen alle Not der Welt und meine Sorgen

zünde ich eine Kerze an bei dir, Jesus.

 

Denn ich weiß,

von dir kommt das Licht.

Du bist das Licht.

Du leuchtest hinein in diesen Kirchenraum

und in meine Seele.

 

In deinem Licht

kommt Hoffnung und Kraft,

kommt Gerechtigkeit und Friede.

 

Deshalb zünde ich heute eine Kerze an.

Damit du für mich und in mir leuchtest.

Amen

Danke

Früchte des Gartens und des Feldes sind schön arrangiert.

Erntedank ist Ausdruck der Wertschätzung dessen gegenüber, was uns jeden Tag satt macht. Nicht selbsterständlich.

Heute legen wir das, was gewachsen ist, vor den Altar, dort wo uns das Brot - Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit - auf andere, geistliche Weise nährt und stärkt.

Herr, dass doch jeder das hat, was er zum Leben braucht.

Urlaubszeit - Quellenzeit

Quelle des Lebens

Wasser des Lebens

Lebensnotwendig

genau wie Erholung, Urlaub, Ferien

neue Kraft tanken, zur Ruhe kommen, Zeit haben

sich neu füllen lassen mit dem, was man zum Leben braucht 

Aber was genau brauche ich eigentlich? Was tut mir gut?

Du, Herr, weißt es - ich vertraue dir

Fülle mich neu

Fülle mich mit dem, was Leben schenkt, Sinn, Freude, Lebenslust

An deiner Quelle möchte ich schöpfen

Pfingsten - das vergessene Fest der Christen?

Das Pfingstfest

- inzwischen einige Tage her

Die Feuerzungen der Jünger

- inzwischen erloschen?

Das Brausen und der Sturm im Pfingstsaal

- inzwischen eingeschlafen?

Der Heilige Geist

- inzwischen woanders hingeflogen?

Pfingsten

- inzwischen vergessen?

Oder übersteht die Botschaft den Alltag:

"Geht! Ich werde in euch wohnen!"

Spüren wir das noch?

begeistert, ermutigt, gesegnet und gesendet sein

 

Gebet zum Katholikentag

V1 Gott des Lebens und der Ewigkeit.

Jeden Tag gibst du uns Leben von deinem Leben,
Atem und Brot, Geist und Liebe.
In Jesus Christus hast du unser Leben angenommen.
Du hast Freude und Hunger,
Größe und Erbärmlichkeit
mit den Menschen geteilt.


V2 In großen und kleinen Wundern,

in heiligen Zeichen,
mitten im Alltag unseres Lebens
bist du unter uns
und gibst uns Anteil an dir.


V1 Aus deiner Fülle teilen auch wir

Glaube und Hoffnung,
Brot und Rosen,
Freude und Leid,
Zeit und Geld,
Träume und Ideen,
Wissen und Können.
(weitere Dinge können benannt werden)
Katholikentagsgebet


V2 Zum „leben teilen“ wollen wir uns

(in Stuttgart) versammeln.
Wir bitten dich, Gott,
dein Heiliger Geist begleite und beseele uns.
Gib deinen Geist in die Sprache und
Sprachlosigkeit der Kirche.
Gib deinen Geist in das Leben und
Miteinander der Menschen am Ort.
Gib deinen Geist allen Christen weltweit
und Frieden zwischen den Religionen und Kulturen.


A All unsere Arbeit und Sorge wandle in Segen Ewiger, lebendiger und Leben teilender Gott.
Amen.

 

Diözese Rottenburg/Stuttgart

Stuttgart 2022
102. Deutscher Katholikentag | 25. - 29. Mai 2022 in Stuttgart

gewagt - gegeben - genommen - gewandelt

Palmsonntag  - gewagt
Ein letzter Versuch,
dieser Weg nach Jerusalem,
um Menschen zu überzeugen,
dass Gott die Liebe ist,
ein Wagnis mit allen Konsequenzen
ohne Rücksicht auf eigene Angst.

Gründonnerstag – gegeben
Ein letztes Paschamahl
mit den Freunden,
die nicht ahnen, was bevorsteht.
Er wusch wie ein Sklave ihre Füße,
reichte ihnen Brot und Wein
und hat darin sich selbst
allen Menschen gegeben.

Karfreitag – genommen
Ihm, der Tote erwecken konnte,
wurde das Leben genommen,
weil man Ruhe im Lande wollte.
Er ließ es sich nehmen,
um uns Leben zu geben.

Ostersonntag – gewandelt
Gewandelt hat sich der Tod
in neues Leben,
in neues Hoffen.
Mit Gott und durch ihn
können auch wir uns wandeln.

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

Kehrt um! Wohin?

Zeit zur Umkehr
vom Überfluss zum Notwendigen
von der Übertreibung zur Genügsamkeit
vom Habenwollen zum Zufriedensein
von der Sucht zur Freiheit

Zeit zur Umkehr
von der Heuchelei zur Aufrichtigkeit
von der Engherzigkeit zur Weite
von der Selbstgerechtigkeit zur Güte
von der Beliebigkeit zur Klarheit
vom Wankelmut zur Treue

Zeit zur Umkehr
vom Ich zum Du
von der Entfremdung zur Nähe
von der Gleichgültigkeit zur Anteilnahme
von der Kränkung zur Versöhnung
von der Feindseligkeit zum Frieden

Zeit zur Umkehr
vom Lärm zur Stille
von der Hektik zum Innehalten
von der Ungeduld zur Gelassenheit
von der Zerstreutheit zur Sammlung
von der Oberfläche zum Wesentlichen

Text: Gisela Baltes, www.impulstexte.de
In: Pfarrbriefservice.de

Gebet um den Frieden

Gott des Himmels und der Erde und Vater aller Menschen.


Voll innerer Unruhe hören und sehen wir die Nachrichten.
Mit Sorge schauen wir auf die Menschen im Kriegsgebiet.
In Angst und Unsicherheit blicken wir in die nächste Zeit.
Wir sind erschüttert über die Ereignisse in der Ukraine und
über das Ausmaß an Elend, das dieser Krieg schafft.


In alldem fragen wir nach dir, Gott
und klagen dir unsere Not und Ratlosigkeit.
Erbarme dich der Menschen, die den Krieg erleiden.
Tröste alle, die mit ihnen leiden und ihnen verbunden sind.
Öffne Wege und Türen für Verhandlungen,
Öffne Herzen und Gedanken für den Frieden.


Mit Jesus, der seliggepriesen hat, die Frieden stiften, beten wir zu dir:
Vater unser…
Gegrüßet seist du, Maria,…


Der Friede Gottes, der alles Begreifen übersteigt, bewahre unsere Herzen und Gedanken in der Gemeinschaft mit Jesus Christus.
So segne uns und alle, für die wir beten, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.


msk (Quelle: DRS)

Die Krippe ist längst abgebaut

Die Weihnachtsdekoration weggeräumt

 

Die Vorsätze für´s neue Jahr vielleicht noch in Erinnerung

Januar Alltag macht sich breit

 

Unterbrochen von Omikronwellen und 

Schreckensnachrichten rund um die Mißbrauchsstudie aus München-Freising

 

Kraftlosigkeit an so vielen Stellen

Strategien zum Durchhalten gesucht

 

Gott, sei uns nahe!

Sei du unsere Quelle, aus der wir immer neu schöpfen können

Kraft ... Zuversicht ... Hoffnung ... Liebe und Solidarität

 

Wiege der Menschlichkeit

die Wiege der Menschlichkeit
ist eine Krippe

ein Futtertrog
für unsere Sehnsucht
nach Seelennahrung
Himmelsleitern
Rettungskometen

in der Wiege der Menschlichkeit
schlummert friedvoll
die Erlösung
noch verletzlich und klein
doch schon vollkommen ausgebildet

sachte schaukelnd
wird die Schöpfung
neu geboren
fängt die Welt nochmal
von vorne an

verlegen wir uns
in die Wiege der Menschlichkeit
auf, auf
und machen die Herzen weit!

Miriam Falkenberg, In: Pfarrbriefservice.de

Mein Leben in diesem Advent

4. Woche

Staunen

Was lässt Sie staunen?

Wann haben Sie das letzte Mal über etwas gestaunt?

Trotz allem, was einem gerade auch zu schaffen macht.

Staunen…weil einem etwas Wunderbares vor Augen tritt

weil eine Situation mich berührt

weil ein Wort mich zutiefst anspricht.

weil sich mir etwas mit neuer, überraschender Klarheit zeigt…

Maria staunt über Gott und sein Wirken.

Von Staunen voll ist jede Zeile ihres Lobgesangs, des Magnifikat.

Ich lese in Ruhe Satz für Satz ihr Lob.

Bei welchem Wort bleibe ich hängen?

Spricht etwas in diesem Lied von meinen Erfahrungen.

Oder von dem, was ich mir wünsche? Für mich, für einen anderen Menschen, für diese Welt…?

Da begann Maria, Gott zu loben:

»Von ganzem Herzen preise ich den Herrn. Ich freue mich über Gott, meinen Retter. Mir, seiner Dienerin, hat er Beachtung geschenkt, und das, obwohl ich gering und unbedeutend bin. Von jetzt an und zu allen Zeiten wird man mich glücklich preisen, denn Gott hat große Dinge an mir getan, er, der mächtig und heilig ist! Seine Barmherzigkeit bleibt für immer und ewig, sie gilt allen Menschen, die in Ehrfurcht vor ihm leben. Er streckt seinen starken Arm aus und fegt die Hochmütigen mit ihren stolzen Plänen hinweg. Er stürzt Herrscher von ihrem Thron, Unterdrückte aber richtet er auf. Die Hungrigen beschenkt er mit Gütern, und die Reichen schickt er mit leeren Händen weg. Seine Barmherzigkeit hat er uns, seinen Dienern, zugesagt, ja, er wird seinem Volk Israel helfen. Er hat es unseren Vorfahren versprochen, Abraham und seinen Nachkommen hat er es für immer zugesagt. (Lukas 1, 46-55)

Gebet

Mit dir, Maria, will ich einstimmen
in den Lobpreis deiner Seele,
in das Staunen deines Herzens,
in den Jubel deines Liedes.
 
Mit dir, Maria, will ich danken
für die Großtaten Gottes an mir,
für die Wunder seiner Liebe,
für die Fingerzeige seiner Treue.
 
Mit dir, Maria, will ich mich freuen
am Erbarmen Gottes mit den Kleinen,
an jedem seiner wunderbaren Werke,
an allem, was er wirkt und neu schafft.
 
Mit dir, Maria, will ich singen
meinen Lobpreis auf den gütigen Gott,
mein Danklied für seine Hilfe,
meinen Jubelruf über seine Größe.
 
Mit dir, Maria, will ich vertrauen
auf jedes Wort des lebendigen Gottes,
auf seine geschenkten Verheißungen,
auf seine immerwährende Gegenwart.
 
Paul Weismantel

aus: Leben aus Gottes Kraft. Besinnliches von Paul Weismantel. Würzburg.

Mein Leben in diesem Advent

3. Woche

Empfangsbereit?

Ein Handy braucht ein Netz, damit es funktioniert.

Eine Antenne sorgt dafür, dass mein Fernseher geht.

Klar. Wir sind kein Handy und kein Fernseher.

Aber: Bin ich auf Empfang?

Bei mir gibt es keinen Schalter, den ich anmachen kann.

Da gibt es kein Gerät, an das ich mich anschließen müsste.

Dafür:

Ein Herz, das bereit ist.

Ein Ohr, das hören will.

Ein Verstand, der sich einstellt.

 

Übung:

Ich setze mich aufrecht hin.

Ich schließe die Augen.

Ich höre.

Gibt es noch Geräusche, die an mein Ohr dringen?

Wovon sprechen die Geräusche?

Welche Situationen verbinde ich mit ihnen?

Ich lasse die Geräusche an mir vorbeiziehen.

Sie lenken mich nicht ab.

Ich höre nur noch auf mein Aus- und Einatmen.

Ich höre nach innen.

Was höre ich nur in mir?

Welche Regungen mache ich aus?

 

Gebet:

Gott,

du hast mich geschaffen auf dich hin.

Du hast mich fähig gemacht,

dass ich höre, was Du mir sagen willst.

So wie einst Mose deinen Ruf wahrgenommen hat,

Samuel deine Stimme gehört hat,

Maria dein Wort vernommen hat.

Sie haben empfangen,

was nur von Dir und aus Dir kommen kann.

Wahrheit, Liebe, Heil, Auftrag, Sendung, Leben….

Mein Leben in diesem Advent

2. Woche

„Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lukas 21,28)

Gebeugt

Diese Zeit macht mich fertig…

Meine Kinder haben auch schon Angst vor Ansteckung…

Ich mache mir große Sorgen um meine Freundin…

Wieder ein trauriges Weihnachten…

Meine Familie ist zerstritten…

Und wenn ich die Nachrichten schaue,

die ausweglose Situation in Belarus…

Überall Corona…

Wie wird das noch alles werden?...

Wo ist Gott in dieser Zeit?

Aufrecht

Eine neue Haltung finden…

Eine andere Sichtweise einüben…

Mich bewusst aufrecht hinstellen, den Kopf nach oben…

Vom Kreisen um mich selbst einmal Abstand nehmen…

Einem Menschen einen lieben Gruß senden…

Sehen, was ich alles habe und dafür danken…

Vertrauen, dass ich geliebt bin…

Glauben, dass Gott für mich zur Welt kommt…

Und auch für den anderen, mit dem ich mich schwer tu…

Mich aufrichten lassen und andere aufrichten…

Ein Gebet

Jesus Christus,

breite du dich in mir aus

damit ich aufrecht stehen kann.

Breite du dich in mir aus,

damit ich Kraft habe für den Alltag.

Breite du dich in mir aus,

damit ich nicht erdrückt werde von der Last.

Mit dir gehe ich aufrecht.

Mit dir sehe ich weiter.

Mit dir gehe ich sicher.

Mit diesem Vertrauen gehe ich …

 

Mein Leben in diesem Advent

1. Woche

Worauf warte ich?

Warten, dass der Zug kommt, der mir einen Gast bringt,

warten, dass die Kinder bald von der Schule kommen,

warten, dass die Tochter sich nach langer Zeit meldet,

warten, dass der Sohn keine schlimme Diagnose bekommt,

warten, dass die lange Nacht zu Ende ist,

warten auf den richtigen Moment,

warten, dass – warten auf…


Worte aus der Schrift:

„Denn wir wartenvoller Sehnsucht darauf, dass Gott uns als seine Kinder zu sich nimmt und auch unseren Körper von aller Vergänglichkeit befreit. Darauf können wir zunächst nur hoffen und warten, obwohl wir schon gerettet sind. Hoffen aber bedeutet: noch nicht haben. Denn was einer schon hat und sieht, darauf braucht er nicht mehr zu hoffen. Hoffen wir aber auf etwas, das wir noch nicht sehen können, dann warten wir zuversichtlich darauf, dass es sich erfüllt. Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten.“ (Paulus an die Gemeinde in Rom, im 8. Kapitel)

 

Ein Gebet

Ich bitte dich, o Gott, um Geduld,
um den großen Atem,
dass ich abwarten kann ohne einzugreifen,
dass ich wachsen lassen kann ohne mein Zutun,
dass Stürme und Unwetter sich von alleine legen.

Gib mir den großen Atem und die Gabe der Langmut,
dass ich anderen ihr Tempo lasse,
dass ich auch Umwege und Irrwege zulasse,
dass ich nicht alles selbst ordnen will
oder meine, ordnen zu müssen.

Lass mich tief atmen
und mit jedem Atemzug deine Kraft,
deine Geduld und Liebe
in mir aufnehmen und hilf mir,
meine Begrenztheit demütig anzunehmen.              

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

 

Christkönig

Christus, unser König

Du bist ein ganz anderer König.

Ein König der Einfachheit,

ein König der Liebe.

Ein König des Lebens,

ein König des Friedens.

Sei du der König unseres Lebens,

damit sich in uns deine Einfachheit,

deine Liebe,

dein Leben und

dein Friede ausbreiten. Amen

 

HERR JESUS CHRISTUS,

 

WASSER - NICHT IMMER QUELLE DES LEBENS

MANCHMAL ZERSTÖREND UND TÖDLICH

MENSCHEN HABEN IHR LEBEN VERLOREN

IHR HAB UND GUT

SICHERHEIT

GIB DU HEILUNG FÜR LEIB UND SEELE

KRAFT ZUM WIEDERAUFBAU

NEUEN MUT

SEI DU DA MITTEN IN DEN TRÜMMERN

MIT DIR IST EIN NEUANFANG LEICHTER

 

Fronleichnam

Abschiedsworte

die im Gedächtnis bleiben

Gebrochenes Brot

als Symbol seines Lebens

 

Nehmt und esst

es verbindet mit ihm

und untereinander

damals und heute

 

Katharina Wagner, In: Pfarrbriefservice.de

Ich brauche dich

Ich brauche dich, du Geist Gottes,
damit du mich stärkst,
wenn meine Kraft nachlässt,
damit du mich ermutigst,
mich für dein Reich einzusetzen,
damit du mich aufrüttelst,
wenn ich in Gewohnheiten erstarre,
damit du mich zögern lässt,
wo ich allzu sicher die Wahrheit sehe,
damit du mich bremst,
wo ich egoistisch nur meinen Vorteil suche,
damit du mich zärtlich sein lässt,
wo ich meinen Wunden begegne und
den Verletzungen anderer Menschen.

Ich brauche dich, heiliger Geist,
damit ich so werde, wie du, o Gott,
uns Menschen erschaffen hast,
als dein Abbild.

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

Wie Maria

Gottes Anruf hören
empfänglich sein für den Herrn

Christus zur Welt bringen
ihn in die Welt hinaustragen

verkündigen
er ist der Gott mit uns

Text: Katharina Wagner
In: Pfarrbriefservice.de

Frohe und gesegnete Ostern!

 

Licht - von Gott geschenkt

stärker als die Dunkelheit

Leben - von Gott geschenkt

stärker als der Tod

Auferstehung - von Gott geschenkt

auch für uns

Hoffnung - von Gott geschenkt

auch für mich

 

 

Markusjahr

Anders als bei Lukas und Matthäus beginnt das Evangelium des Markus nicht mit der Geburt Jesu. Von seiner Kindheit ist nicht die Rede. Markus startet mit der Taufe Jesu, als er das erste Mal in die Öffentlichkeit tritt. Insgesamt ist Markus auch nicht ein Mensch vieler Worte. Sein Evangelium ist kurz, kompakt, auf Wesentliches ausgerichtet. Wir sind in der Leseordnung im Markusjahr, werden an den Sonntagen anhand seines Buches den Weg Jesu mitgehen.

Übrigens ist sein Evangelium in einer Krise entstanden. Wohl nach 70 n. Chr. wurde es verfasst. Eine Zeitenwende. Der Tempel war zerstört und die Christen mussten sich neu orientieren und sich ihrer selbst und ihres Glaubens neu vergewissern. Sie verzweifelten nicht, sondern hielten sich an das Ereignis, das mit Christus begonnen hat und auch Licht auf ihr Leben wirft. Markus entwirft seine Jesus-Vita in einer Krisenzeit. Das kann der Gemeinde Jesu auch in den Krisen, die 2021 zu bestehen sind, Hoffnung sein. Eine Frohe Botschaft für heute.

Dreikönig – Erscheinung des Herrn

Drei Weise, Sternenkundige,
auch Könige genannt,
machen sich aus dem Osten auf,
folgen dem Stern, den sie für sich erkannt haben,
beladen mit Geschenken
für das Treffen mit dem Kind
an einem Ort,
den sie noch nicht kennen,
aber innerlich bereit – mit dem Herzen
sich auf eine verändernde Begegnung einzulassen.

Sie lassen sich nicht aufhalten,
auch nicht durch Herodes:
Begegnung mit dem göttlichen Kind, als König verheißen - armselig in der Krippe in Bethlehem
und doch als Gottes menschgewordenes Zeugnis in aller Schlichtheit und Klarheit unter uns erschienen.

Die Weisen geben ihre Gaben,
aber bei näherem Hinsehen erkennt man auch leere Hände:
Hände, die bescheiden an die eigene Brust klopfen,
vielleicht auch eine Selbstanfrage darstellen.

Wo stehen wir mit leeren Händen an der Krippe,
wo kann uns das anrührende Beispiel von Gottes Liebe die Hände füllen?
Wir dürfen sicher sein, dass die Ehrlichkeit leerer Hände wie bei den drei Weisen uns zur Fülle führen wird,
mehr als das Beharren auf den vollen Händen, weil Besitz auch besetzt und unfrei macht.

Denn das Gotteskind wird später einmal sagen:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben.
Lassen wir uns in aller Bescheidenheit und mit Vertrauen unsere leeren Hände füllen,
geben wir manches auch vertrauend aus der vermeintlich alles beherrschenden eigenen Hand
und gehen wir wie die Könige zurück in unseren Alltag,
im Versuch, die im Herzen erfahrene Rührung und Liebe an der Krippe
dort zu leben und an andere weiterzuschenken.

Und so: Erscheinung des Herrn auch 2021 - mitten unter uns in nicht einfacher Zeit...

 

Neujahr / Hochfest der Gottesmutter Maria

Zum Neuen Jahr wünschen wir uns den Segen Gottes und einen guten Anfang, einen guten Start. Auch die Kirche schenkt uns am Feiertag Neujahr einen guten Start mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria.

Eine gute Wahl für jeden Angang, denn Mütter stehen immer am Anfang unseres Lebens.

Die ersten Menschen, die wir kennenlernen, sind unsere Eltern. Einen liebevollen Blick oder ein freundliches Lächeln der Mutter verstehen alle Kinder. Erst die Geborgenheit und Sorge einer Familie, besonders der Mutter, lässt uns wachsen und reifen.

Maria hat ihre Mutterschaft bewusst und überlegt angenommen, als sie dem Engel antwortete: »Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe wie du es gesagt hast«.

Auch wenn sie in diesem Augenblick nicht ahnen konnte, wie sich das Kind entwickeln würde. Was das für ihr eigenes Leben alles mit sich bringen sollte.
Wie jede andere Mutter auch, musste sie vertrauen, dass alles gut wird. Maria schließt das alles ein in ihre mütterliche Liebe. Lukas formuliert das in seinem Evangelium zwei Mal mit den Worten: »Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.«

Unter der Fürsorge von Maria und Josef hat Jesus gelernt, als Mensch zu leben. Den weitaus größten Teil seines irdischen Lebens hat er ja still und verborgen in der Familie  im kleinen Nazaret gelebt. Da dürfen wir sicher fragen:
Hat Jesus sein Einfühlungsvermögen in die Not anderer Menschen, die Aufmerksamkeit für ihren körperlichen wie seelischen Hunger und Durst, seine Angst vor dem bevorstehenden Leiden einfach mitgebracht?

Oder hat er im Leben mit Maria und Josef zunächst selbst erfahren und erlebt, wie Zärtlichkeit, Geborgenheit, Mitgefühl, aber auch Angst und Sorge sich anfühlen?
Die Bibel schreibt nur an wenigen Stellen von der Gottesmutter Maria, fast immer finden wir sie dort aber als lernende und liebende Frau. Sie lernt von Jesus, wer er ist und begleitet ihn mit seiner Liebe bis unter das Kreuz auf Golgotha.
Vielleicht trifft auch uns heute ein Wort so, dass wir es im Herzen bewahren und bedenken.

Mit den Worten aus der Ersten Lesung des heutigen Festtags dürfen wir uns segnen:
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“

 

Josef - ein Heiliger für heute

Dieser Mann kommt in der Weihnachtsgeschichte vor, aber er sagt kein einziges Wort. Die Rede ist von Josef. Meist steht er im Hintergrund. Nach der biblischen Überlieferung ist er nicht der biologische Vater von Jesus. Heute würde man sagen, er ist Vater in einem sozialen und einem rechtlichen Sinn.

Heute feiern wir das Fest der Heiligen Familie. Ein junges Fest, das erst 1920 eingeführt wurde. Heilige Familie? Das klingt nach perfekter Harmonie und einem unerreichbaren Vorbild. Doch gibt es das eine Familienmodell? Die Bibel stellt jedenfalls mit der Familie aus Nazareth ein differenzierteres Modell vor.

Heute denken wir Familie weiter, vielschichtiger, komplexer. Und da ist Josef ein Vorbild. Er ist ein geradezu moderner Mann. Ein Gegenbild zu manchen Männer- und Väterbildern, die in der Geschichte dominant wurden. Das Kind stammt nicht von ihm, er findet sich in eine Rolle, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprach, er wird erst zu einem Vater werden. Josef ist aktuell. Er und seine Familie haben etwas zu sagen für Menschen heute, die Familie in einem weiten Sinn denken und leben.

Stephanus - Auch ein Weihnachtsmensch

Am 2. Weihnachtstag feiern wir einen Martyrer, einen Menschen, der für den Glauben sein Leben gab. Ist das eine Störung in der Weihnachtszeit oder passt das zusammen? Ich finde, Stephanus passt zur Krippe. Er passt deshalb, weil er daran erinnert, dass wir nicht an der Krippe stehen bleiben. Der Neuanfang, den Gott mit der Geburt Jesu schenkt, dieser Neuanfang sucht seinen Platz in unserem Leben und das ein Leben lang.

Stephanus ist jemand, in dem Jesu Botschaft Fleisch und Blut angenommen hat. Das macht ihn zu einem Weihnachtsmenschen. Stephanus gibt den Verheißungen Gottes in seinem eigenen Leben Raum. Und das kann gefährlich sein. Weihnachten ist kein Krippen-Idyll, sondern der Gegenentwurf zur einer Welt, deren harte Seiten wir sehen können.

Stephanus hat das Kind in der Krippe in sich groß werden lassen. Er zeigt, was aus einem Menschen werden kann, in dem Christus da ist: Ein Mensch werden, der Hoffnung hat, ein Mensch werden, der den Frieden lebt. Ein Mensch werden, der auf Versöhnung setzt. Ein Zeuge werden für Gottes Botschaft, die sich ausbreiten will noch in die hintersten Ecken des Lebens hinein. Das kostet nicht immer das Leben. Für uns hier im Westen zumindest. Gott sei Dank. Woanders auf der Erde ist es aber gefährlich. Deshalb beten wir für unsere Glaubensgeschwister an seinem Fest.

Es braucht Menschen, die an der Krippe stehen, aber nicht stehen bleiben. Sondern die das Licht von Weihnachten als Wegweiser für das ganze Leben begreifen. Nicht als Überforderung, sondern als Ruf zu lebenslangem Wachsen und Reifen hin zu einem erfüllten Leben mit Jesus, dem Christus.

Ein Blick in die Krippe

Ein Ausschnitt aus der Höchstberger Krippe,
stellvertretend für alle Krippen in den Kirchen
unserer Seelsorgeeinheit Krumme Ebene:

Aus Olivenholz vom Hl. Land
erinnert diese Krippe an eine Geburt

Maria und Josef in einer spannenden Geschichte
- die irdischen Hauptakteure

Bleiben offen für Gottes Anruf
und finden ihren Weg, der trotz allem kein leichter ist

Herbergssuche und Zeit der Niederkunft
in einem einfachen Stall

Die Eltern treten in den Schatten zurück
- das neugeborene Kind in der Krippe und hier auf Marias Arm

Ein Licht strahlt uns auf in der Dunkelheit,
wie schon der Prophet Jesaja vor Zeiten ankündigte

Nun Wirklichkeit geworden
und uns bis heute in seine Nachfolge der Liebe rufend

Hoffnung und Licht für uns alle
auch in den dunklen und verunsichernden Tagen dieser Zeit

Lassen wir uns einladen,
mitzugehen, Mut weiterzuschenken?

Jesu Geburt – der Startpunkt unserer Hoffnungen
lichtvoll und mit dem langen Atem bis zum großen Zuhause Gottes

Mache dich auf und werde Licht
- gesegnete Weihnachten, an der Krippe und wo immer wir auf dem Weg sind!

 

Zur Krippe

Welch ein Kontrast. Zwei Figuren aus Draht und Zeitungspapier geformt, sie verbergen nicht ihre einfache Machart. Sie stehen vor den prächtigen barocken Altären in unserer Kirche. Beide Figuren sind Teil der Krippe, die in der vergangenen Weihnachtszeit in Obergriesheim zu sehen war. Vielleicht waren Sie ja auch dort. Die Figuren wurden vom Künstlerpfarrer Sieger Köder und einer Gruppe gestaltet. Die Krippe geht schon einige Jahre auf Reisen, eine Wanderkrippe sozusagen. Diese beiden Figuren waren für eine Andacht zu Gast in St. Nikolaus. Die linke Figur ist der „Himmelsgucker“. Sein Gesicht, sein ganzer Körper ist nach oben gerichtet. Die rechte Figur ist der „Gebeugte“. Sein Körper ist das Gegenteil. Gekrümmt, eine einzige Bewegung nach unten. So gehen sie zur Krippe. Jeder so, wie er oder sie gestimmt ist.

Und wir? Wie gehen wir dieses Jahr auf Weihnachten zu? Es wird anders werden. Die Familien können nicht wie sonst zusammenkommen. Unsere Gottesdienste werden nicht wie gewohnt gefeiert werden. Manche werden sich wie der „Gebeugte“ empfinden, enttäuscht und schweren Herzens. 

Und doch: Es wird Weihnachten werden. Wie auch immer, wir werden die gute Nachricht hören: Dass Gott ein Mensch wurde in Jesus, um fortan auf neue Weise Teil dieser Welt zu sein. Gott wollte hinein kommen in das Leben, so wie es gerade ist und will es immer noch. Wenn diese Botschaft unseres Glaubens nicht nur gehört wird, sondern sich hinein senkt in unsere Welt, in unsere Gedanken und unsere Herzen, dann… Ja, dann können wir uns aufrichten.

Wir können ein „Himmelsgucker“ werden. Weihnachten wird es nicht erst dann, wenn alles Äußere stimmt, Weihnachten kann werden, wenn Gott ankommt in das Leben mit seinen Brüchen, Enttäuschungen, aber auch den Hoffnungen und der großen Sehnsucht, dass es gut werden wird, für mich und für den anderen und für diese Welt.

Advent 2020

neue Zahlen

neuer Lockdown

neue endlose Diskussionen

neue Sorgen und Ängste

neue Hoffnung

was bleibt?

jenseits von Zahlen

jenseits von Vorschriften

jenseits von Diskussionen

jenseits von Sorgen und Ängsten

ER - JESUS CHRISTUS

SEIN LICHT

SEINE HOFFNUNG

SEINE ZUSAGE

"ICH BIN DA"

Gebet in Coronazeiten