FROHE UND GESEGNETE OSTERN!

 

Licht - von Gott geschenkt

stärker als die Dunkelheit

Leben - von Gott geschenkt

stärker als der Tod

Auferstehung - von Gott geschenkt

auch für uns

Hoffnung - von Gott geschenkt

auch für mich

 

 

40Tage 40Worte 4Minuten: 29.3. - 4.4.2021

 

Die Bibelstellen für die Feier der Osternacht finden Sie hier. Die Worte sind der dritten Lesung entnommen.

40Tage 40Worte 4Minuten: 22. - 26.3.2021

 

Die Bibelstellen für Sonntag, den 28.3.2021 finden Sie hier.

40Tage 40Worte 4Minuten: 15. - 20.3.2021

 

Die Bibelstellen für Sonntag, 21.3.2021 finden Sie hier.

40Tage 40Worte 4Minuten: 8. - 13.3.2021

 

Die Bibeltexte für Sonntag, 14. März finden Sie hier

40Tage 40Worte 4Minuten: 1. - 6.3.2021

 

Die Bibeltexte für Sonntag, 7. März 2021 finden Sie hier.

40Tage 40Worte 4Minuten: 22.-27. Februar 2021

 

Die Bibeltexte für Sonntag, 28.2.2021 können Sie hier nachlesen.

 

 

40Tage 40Worte 4Minuten: 17.-20. Februar 2021

 

Die Bibeltexte für Sonntag, 21.2.2021 können Sie hier nachlesen.

 

 

40Tage 40Worte 4 Minuten - Einführung in diese Fastenaktion

Markusjahr

Anders als bei Lukas und Matthäus beginnt das Evangelium des Markus nicht mit der Geburt Jesu. Von seiner Kindheit ist nicht die Rede. Markus startet mit der Taufe Jesu, als er das erste Mal in die Öffentlichkeit tritt. Insgesamt ist Markus auch nicht ein Mensch vieler Worte. Sein Evangelium ist kurz, kompakt, auf Wesentliches ausgerichtet. Wir sind in der Leseordnung im Markusjahr, werden an den Sonntagen anhand seines Buches den Weg Jesu mitgehen.

Übrigens ist sein Evangelium in einer Krise entstanden. Wohl nach 70 n. Chr. wurde es verfasst. Eine Zeitenwende. Der Tempel war zerstört und die Christen mussten sich neu orientieren und sich ihrer selbst und ihres Glaubens neu vergewissern. Sie verzweifelten nicht, sondern hielten sich an das Ereignis, das mit Christus begonnen hat und auch Licht auf ihr Leben wirft. Markus entwirft seine Jesus-Vita in einer Krisenzeit. Das kann der Gemeinde Jesu auch in den Krisen, die 2021 zu bestehen sind, Hoffnung sein. Eine Frohe Botschaft für heute.

Dreikönig – Erscheinung des Herrn

Drei Weise, Sternenkundige,
auch Könige genannt,
machen sich aus dem Osten auf,
folgen dem Stern, den sie für sich erkannt haben,
beladen mit Geschenken
für das Treffen mit dem Kind
an einem Ort,
den sie noch nicht kennen,
aber innerlich bereit – mit dem Herzen
sich auf eine verändernde Begegnung einzulassen.

Sie lassen sich nicht aufhalten,
auch nicht durch Herodes:
Begegnung mit dem göttlichen Kind, als König verheißen - armselig in der Krippe in Bethlehem
und doch als Gottes menschgewordenes Zeugnis in aller Schlichtheit und Klarheit unter uns erschienen.

Die Weisen geben ihre Gaben,
aber bei näherem Hinsehen erkennt man auch leere Hände:
Hände, die bescheiden an die eigene Brust klopfen,
vielleicht auch eine Selbstanfrage darstellen.

Wo stehen wir mit leeren Händen an der Krippe,
wo kann uns das anrührende Beispiel von Gottes Liebe die Hände füllen?
Wir dürfen sicher sein, dass die Ehrlichkeit leerer Hände wie bei den drei Weisen uns zur Fülle führen wird,
mehr als das Beharren auf den vollen Händen, weil Besitz auch besetzt und unfrei macht.

Denn das Gotteskind wird später einmal sagen:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben.
Lassen wir uns in aller Bescheidenheit und mit Vertrauen unsere leeren Hände füllen,
geben wir manches auch vertrauend aus der vermeintlich alles beherrschenden eigenen Hand
und gehen wir wie die Könige zurück in unseren Alltag,
im Versuch, die im Herzen erfahrene Rührung und Liebe an der Krippe
dort zu leben und an andere weiterzuschenken.

Und so: Erscheinung des Herrn auch 2021 - mitten unter uns in nicht einfacher Zeit...

 

Neujahr / Hochfest der Gottesmutter Maria

Zum Neuen Jahr wünschen wir uns den Segen Gottes und einen guten Anfang, einen guten Start. Auch die Kirche schenkt uns am Feiertag Neujahr einen guten Start mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria.

Eine gute Wahl für jeden Angang, denn Mütter stehen immer am Anfang unseres Lebens.

Die ersten Menschen, die wir kennenlernen, sind unsere Eltern. Einen liebevollen Blick oder ein freundliches Lächeln der Mutter verstehen alle Kinder. Erst die Geborgenheit und Sorge einer Familie, besonders der Mutter, lässt uns wachsen und reifen.

Maria hat ihre Mutterschaft bewusst und überlegt angenommen, als sie dem Engel antwortete: »Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe wie du es gesagt hast«.

Auch wenn sie in diesem Augenblick nicht ahnen konnte, wie sich das Kind entwickeln würde. Was das für ihr eigenes Leben alles mit sich bringen sollte.
Wie jede andere Mutter auch, musste sie vertrauen, dass alles gut wird. Maria schließt das alles ein in ihre mütterliche Liebe. Lukas formuliert das in seinem Evangelium zwei Mal mit den Worten: »Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.«

Unter der Fürsorge von Maria und Josef hat Jesus gelernt, als Mensch zu leben. Den weitaus größten Teil seines irdischen Lebens hat er ja still und verborgen in der Familie  im kleinen Nazaret gelebt. Da dürfen wir sicher fragen:
Hat Jesus sein Einfühlungsvermögen in die Not anderer Menschen, die Aufmerksamkeit für ihren körperlichen wie seelischen Hunger und Durst, seine Angst vor dem bevorstehenden Leiden einfach mitgebracht?

Oder hat er im Leben mit Maria und Josef zunächst selbst erfahren und erlebt, wie Zärtlichkeit, Geborgenheit, Mitgefühl, aber auch Angst und Sorge sich anfühlen?
Die Bibel schreibt nur an wenigen Stellen von der Gottesmutter Maria, fast immer finden wir sie dort aber als lernende und liebende Frau. Sie lernt von Jesus, wer er ist und begleitet ihn mit seiner Liebe bis unter das Kreuz auf Golgotha.
Vielleicht trifft auch uns heute ein Wort so, dass wir es im Herzen bewahren und bedenken.

Mit den Worten aus der Ersten Lesung des heutigen Festtags dürfen wir uns segnen:
„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“

 

Josef - ein Heiliger für heute

Dieser Mann kommt in der Weihnachtsgeschichte vor, aber er sagt kein einziges Wort. Die Rede ist von Josef. Meist steht er im Hintergrund. Nach der biblischen Überlieferung ist er nicht der biologische Vater von Jesus. Heute würde man sagen, er ist Vater in einem sozialen und einem rechtlichen Sinn.

Heute feiern wir das Fest der Heiligen Familie. Ein junges Fest, das erst 1920 eingeführt wurde. Heilige Familie? Das klingt nach perfekter Harmonie und einem unerreichbaren Vorbild. Doch gibt es das eine Familienmodell? Die Bibel stellt jedenfalls mit der Familie aus Nazareth ein differenzierteres Modell vor.

Heute denken wir Familie weiter, vielschichtiger, komplexer. Und da ist Josef ein Vorbild. Er ist ein geradezu moderner Mann. Ein Gegenbild zu manchen Männer- und Väterbildern, die in der Geschichte dominant wurden. Das Kind stammt nicht von ihm, er findet sich in eine Rolle, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprach, er wird erst zu einem Vater werden. Josef ist aktuell. Er und seine Familie haben etwas zu sagen für Menschen heute, die Familie in einem weiten Sinn denken und leben.

Stephanus - Auch ein Weihnachtsmensch

Am 2. Weihnachtstag feiern wir einen Martyrer, einen Menschen, der für den Glauben sein Leben gab. Ist das eine Störung in der Weihnachtszeit oder passt das zusammen? Ich finde, Stephanus passt zur Krippe. Er passt deshalb, weil er daran erinnert, dass wir nicht an der Krippe stehen bleiben. Der Neuanfang, den Gott mit der Geburt Jesu schenkt, dieser Neuanfang sucht seinen Platz in unserem Leben und das ein Leben lang.

Stephanus ist jemand, in dem Jesu Botschaft Fleisch und Blut angenommen hat. Das macht ihn zu einem Weihnachtsmenschen. Stephanus gibt den Verheißungen Gottes in seinem eigenen Leben Raum. Und das kann gefährlich sein. Weihnachten ist kein Krippen-Idyll, sondern der Gegenentwurf zur einer Welt, deren harte Seiten wir sehen können.

Stephanus hat das Kind in der Krippe in sich groß werden lassen. Er zeigt, was aus einem Menschen werden kann, in dem Christus da ist: Ein Mensch werden, der Hoffnung hat, ein Mensch werden, der den Frieden lebt. Ein Mensch werden, der auf Versöhnung setzt. Ein Zeuge werden für Gottes Botschaft, die sich ausbreiten will noch in die hintersten Ecken des Lebens hinein. Das kostet nicht immer das Leben. Für uns hier im Westen zumindest. Gott sei Dank. Woanders auf der Erde ist es aber gefährlich. Deshalb beten wir für unsere Glaubensgeschwister an seinem Fest.

Es braucht Menschen, die an der Krippe stehen, aber nicht stehen bleiben. Sondern die das Licht von Weihnachten als Wegweiser für das ganze Leben begreifen. Nicht als Überforderung, sondern als Ruf zu lebenslangem Wachsen und Reifen hin zu einem erfüllten Leben mit Jesus, dem Christus.

Ein Blick in die Krippe

Ein Ausschnitt aus der Höchstberger Krippe,
stellvertretend für alle Krippen in den Kirchen
unserer Seelsorgeeinheit Krumme Ebene:

Aus Olivenholz vom Hl. Land
erinnert diese Krippe an eine Geburt

Maria und Josef in einer spannenden Geschichte
- die irdischen Hauptakteure

Bleiben offen für Gottes Anruf
und finden ihren Weg, der trotz allem kein leichter ist

Herbergssuche und Zeit der Niederkunft
in einem einfachen Stall

Die Eltern treten in den Schatten zurück
- das neugeborene Kind in der Krippe und hier auf Marias Arm

Ein Licht strahlt uns auf in der Dunkelheit,
wie schon der Prophet Jesaja vor Zeiten ankündigte

Nun Wirklichkeit geworden
und uns bis heute in seine Nachfolge der Liebe rufend

Hoffnung und Licht für uns alle
auch in den dunklen und verunsichernden Tagen dieser Zeit

Lassen wir uns einladen,
mitzugehen, Mut weiterzuschenken?

Jesu Geburt – der Startpunkt unserer Hoffnungen
lichtvoll und mit dem langen Atem bis zum großen Zuhause Gottes

Mache dich auf und werde Licht
- gesegnete Weihnachten, an der Krippe und wo immer wir auf dem Weg sind!

 

Zur Krippe

Welch ein Kontrast. Zwei Figuren aus Draht und Zeitungspapier geformt, sie verbergen nicht ihre einfache Machart. Sie stehen vor den prächtigen barocken Altären in unserer Kirche. Beide Figuren sind Teil der Krippe, die in der vergangenen Weihnachtszeit in Obergriesheim zu sehen war. Vielleicht waren Sie ja auch dort. Die Figuren wurden vom Künstlerpfarrer Sieger Köder und einer Gruppe gestaltet. Die Krippe geht schon einige Jahre auf Reisen, eine Wanderkrippe sozusagen. Diese beiden Figuren waren für eine Andacht zu Gast in St. Nikolaus. Die linke Figur ist der „Himmelsgucker“. Sein Gesicht, sein ganzer Körper ist nach oben gerichtet. Die rechte Figur ist der „Gebeugte“. Sein Körper ist das Gegenteil. Gekrümmt, eine einzige Bewegung nach unten. So gehen sie zur Krippe. Jeder so, wie er oder sie gestimmt ist.

Und wir? Wie gehen wir dieses Jahr auf Weihnachten zu? Es wird anders werden. Die Familien können nicht wie sonst zusammenkommen. Unsere Gottesdienste werden nicht wie gewohnt gefeiert werden. Manche werden sich wie der „Gebeugte“ empfinden, enttäuscht und schweren Herzens. 

Und doch: Es wird Weihnachten werden. Wie auch immer, wir werden die gute Nachricht hören: Dass Gott ein Mensch wurde in Jesus, um fortan auf neue Weise Teil dieser Welt zu sein. Gott wollte hinein kommen in das Leben, so wie es gerade ist und will es immer noch. Wenn diese Botschaft unseres Glaubens nicht nur gehört wird, sondern sich hinein senkt in unsere Welt, in unsere Gedanken und unsere Herzen, dann… Ja, dann können wir uns aufrichten.

Wir können ein „Himmelsgucker“ werden. Weihnachten wird es nicht erst dann, wenn alles Äußere stimmt, Weihnachten kann werden, wenn Gott ankommt in das Leben mit seinen Brüchen, Enttäuschungen, aber auch den Hoffnungen und der großen Sehnsucht, dass es gut werden wird, für mich und für den anderen und für diese Welt.

Advent 2020

neue Zahlen

neuer Lockdown

neue endlose Diskussionen

neue Sorgen und Ängste

neue Hoffnung

was bleibt?

jenseits von Zahlen

jenseits von Vorschriften

jenseits von Diskussionen

jenseits von Sorgen und Ängsten

ER - JESUS CHRISTUS

SEIN LICHT

SEINE HOFFNUNG

SEINE ZUSAGE

"ICH BIN DA"

 

 

Tod, wo ist dein Sieg?

An den Gräbern bekennen wir: Christus hat dem Tod die Macht genommen. Wir dürfen Hoffnung haben. Unsere Verstorbenen sind bei ihm.

"Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen, denn mein Vater hat sie mir gegeben, und er ist mächtiger als alles andere. Und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen." Johannes 10

Urlaubszeit - Quellenzeit

Quelle des Lebens

Wasser des Lebens

Lebensnotwendig

genau wie Erholung, Urlaub, Ferien

neue Kraft tanken, zur Ruhe kommen, Zeit haben

sich neu füllen lassen mit dem, was man zum Leben braucht 

Aber was genau brauche ich eigentlich? Was tut mir gut?

Du, Herr, weißt es - ich vertraue dir

Fülle mich neu

Fülle mich mit dem, was Leben schenkt, Sinn, Freude, Lebenslust

An deiner Quelle möchte ich schöpfen

 

 

Pfingsten

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

in diesen doch sehr besonderen Tagen suchen wir nach Sicherheiten und Orientierung. Und merken doch, wie wir – und mit uns auch die politisch, medizinisch und gesellschaftlich besonders in der Verantwortung Stehenden – auf Sicht fahren: Regeln zu unserem Schutz wirken mitunter beliebig, weil niemand Erfahrungen mit dem uns aktuell beschäftigenden, bedrohenden und durchaus lähmenden Virus hat. Manches scheint sinnvoll und hilfreich, bei Anderem scheiden sich die Geister – die Ängste gehen hin bis zum Verlust unserer bisherigen Freiheit und Demokratie… 

Da sind wir nicht weit weg von einem Szenario, das vor rund zweitausend Jahren in Jerusalem seinen Lauf nahm: die engsten Freunde Jesu mit weiteren Anhängern und seiner Mutter hatten sich enttäuscht nach seinem Scheitern und Tod im „Obergemach“ – evt. auch der Ort des letzten Abendmahles – versammelt (vgl. Apostelgeschichte 1, 13-14) und aus tiefer Angst die Türen fest verschlossen. Panik pur – alles aus und verloren?

Doch dann geschieht das Wunder: Sie öffnen die Türen, spüren die „Kraft aus der Höhe“ (Lukas 24, 49), die Jesus ihnen verheißen hat und gehen mutig hinaus, um die „Sache Jesu“ begeistert weiterzuerzählen und andere zum Mitmachen zu ermutigen – ein guter Geist herrscht unter ihnen und gibt ihnen Kraft. Wir nennen ihn auch den „Heiligen Geist“, Gottes guten Geist, der Unvorstellbares möglich macht, damals wie heute – und dies auch gegen den Ungeist der jeweils herrschenden Zeit.

Vielleicht haben Sie in Ihrem eigenen Leben auch schon einmal solche geisterfüllten, beglückenden und tiefgehenden Momente – z.T. auch verbunden mit einer starken (inneren) Kraft – erleben dürfen?

Im Rückblick sprechen wir davon, dass damals die Geburtsstunde der Kirche war, als die Menschen um Jesus nach draußen gingen und die „frohe Botschaft“ (auf Griechisch: „Evangelium“) von Gottes Liebe und Fürsorge für die Menschen weitererzählten. Ob uns das heute noch erreicht und Mut macht?

Selbst in unserer aufgeklärten, wissenschaftlich geprägten und technisierten Welt mit all‘ ihren vielfältigen Möglichkeiten schafft es – bisher zumindest von den meisten für ziemlich unwahrscheinlich gehalten – ein Virus, den gesamten Erdball zu bedrohen und sämtliches dort herrschendes Leben herunterzufahren.

Damals war auch Maria, die Mutter Jesu, dabei. Sie hatte ihre ganz eigenen Gottes- und Geisterfahrungen gemacht und „alles im Herzen bewahrt“ (vgl. Lukas 2, 19). Ihr Vertrauen auf Gott hat sie durch vieles Schwere hindurchgetragen und so wurde sie auch zu einem Vorbild und zur Fürsprecherin für die Christenheit. Können auch wir vertrauen und uns dem Geist Gottes, dem Heiligen Geist, anvertrauen, damit er uns Zuversicht und die Gewissheit der Geborgenheit in Gott trotz aller Höhen und Tiefen schenkt – gerade in diesen Corona-Tagen?

Ich bin Ihnen auf diesem Weg des Suchens nach Zuversicht und tragenden Antworten herzlich verbunden und wünsche Ihnen dabei gerade in diesen Tagen um das Pfingstfest von Herzen die „Kraft aus der Höhe“, den Heiligen Geist!

Ihr Klaus Bangert

6. Impuls zur Osterzeit

Die Zeit nach Christi Himmelfahrt ist eine seltsame Zeit.

Die Zeit ohne Jesus hat begonnen. Er ist nicht mehr da. Jesus hat einen Beistand verheißen, einen, der das Vakuum füllt, aber der ist auch noch nicht da. Pfingsten kommt erst noch. Und doch: Die Zeit bis Pfingsten ist nicht leer. Es gibt etwas zu tun.

Den Heiligen Geist können wir hereinrufen in unsere Welt. Die Welt braucht diesen
Geist. Denn geistlos kann es zugehen, kalt, ungerecht, ratlos, unbarmherzig. „Komm, heiliger
Geist, mit deiner Kraft“, beten Christen in diesen Tagen und bereiten sich vor, dass diese
Geisteskraft ankommt, zuerst im eigenen Denken und Fühlen, dann aber, so die Hoffnung, auch
durch geisterfüllte Menschen hinein wirkt in diese Welt.

Die Lieder und Gebete um diesen Geist haben einen drängenden Ton. Denn manches liegt noch oder immer wieder im Argen. Die Verhältnisse sollen sich zum Guten ändern. Gut, im Sinne des von Jesus angestifteten neuen Lebens. Von seiner Art, zu lieben und sich lieben zu lassen.

Vor über 700 Jahren dichtete ein Unbekannter diese immer aktuellen Verse: „Komm herab o Heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt strahle Licht in diese Welt. Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Zugehen auf das Fest dieses Gottesgeistes.

Pfarrer Hansjörg Häuptle

5. Impuls zur Osterzeit

Die Sehnsucht nach Freiheit, nach uneingeschränkter Bewegung und direkten Kontakten wächst in diesen Wochen des Zuhausebleibens immer mehr. Wie können wir uns die Beschränkung der äußeren Umstände leichter machen? Eine Möglichkeit ist der Weg nach Innen, ins eigene Ich, in das Innere unseres Wesens. Dahin führen viele Wege. Es gibt wortreiche und stille, bewegungsintensive und bewegungslose Möglichkeiten.

Ob Ruhegebet, Herzensgebet, Stundengebet oder Rosenkranz. Ob Yoga, Meditation, spiritueller Tanz oder Sitzen in Stille. All das kann uns mit uns selber und mit Gott in Kontakt bringen. All das kann Gebet sein. Hingabe an Gott.

Ob man sich dabei gedanklich an Theresa von Avila orientiert, an der modernen Psychologie oder an einer Yogapraxis mit vollem Körpereinsatz - die Größe Gottes wird gerade daran sichtbar, dass er den Menschen Wege zur Selbsterkenntnis eröffnet. Und dabei bekommen wir vielleicht plötzlich die tiefe Erfahrung der Gegenwart Gottes geschenkt. Einen Geschmack von Ewigkeit und innerer Freiheit, die nicht an die Wände der Wohnung gebunden ist.

Gottes Zusage haben wir: „Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen.“ (Jeremia 29, 13)

Probieren Sie doch einmal verschiedene Möglichkeiten aus.

Nicht nur, um diese bewusste Zeit mit Gott zu genießen, sondern um darauf zu antworten und Kräfte zu entwickeln für unsere täglichen Aufgaben.

Mit tut das gut. Und ich ende immer mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht: Christus, meine Zuversicht! Auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht!“ Ich singe es mehrmals … solange, bis sich ein zuversichtliches Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitet.

Alles Gute, Kraft und Trost wünscht Ihnen/Euch  Beate Schmid

PS: Natürlich weiß ich, dass wir nach draußen dürfen ;-) Und auch, dass ein Spaziergang wunderbar ist und Gebetsweg sein kann. Aber die Überschrift trifft doch unser Gefühl ganz gut, oder?

 

4. Impuls zur Osterzeit

Wie geht es weiter? 

In der Zeit von Ostern bis Christi Himmelfahrt erzählen die Sonntagsevangelien wie die Jünger dem Auferstandenen in unterschiedlichsten Lebenssituationen begegnen und langsam wieder ins Leben finden. In der Apostelgeschichte wird parallel der Weg der frühen Christengemeinde in Jerusalem erzählt.

Die Texte führen uns auf einen Weg vom ungläubigen Staunen am Ostermorgen, über Begegnungen des Auferstandenen mit den Frauen und den Aposteln, die zweifelnden Fragen eines Thomas, bis hin zu dem kraftvollen Pfingstauftritt des Petrus.

Je mehr wir dem Fest Christi Himmelfahrt nähern, um so deutlicher vernehmen wir, wie Jesus sich von seinen Jüngern verabschiedet und von seiner Heimkehr zum Vater spricht.

Im Evangelium des nächsten Sonntags will Jesus seine Jünger darauf vorbereiten, dass sie bald ohne seine Anwesenheit auskommen und den Weg allein weitergehen müssen. Für die Apostel stellt sich immer mehr die Frage: Wie soll es denn dann weitergehen?

Wie oft stellen auch wir diese Frage heute?

Über allem, was wir in dieser Zeit sehen, hören, erleben steht diese unsichtbare Bedrohung durch das Corona-Virus. Wie sehr sehnen sich die Menschen nach einem Stück der alten Normalität zurück: Dass Kinder wieder gemeinsam spielen und lernen können. Dass die Menschen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern wieder Besuche bekommen können oder auch selbst wieder an die frische Luft kommen.

Erste Lockerungen kamen in erster Linie dem Handel zu Gute; erst jetzt mit der weiteren Öffnung werden auch uns endlich wieder öffentliche Gottesdienste möglich sein. Seit mehr als sechs Wochen sind unsere Kirchen nur zum persönlichen Gebet und zur Besinnung geöffnet. Gottesdienste werden auf der einen Seite medial angeboten aber auf der anderen Seite sind viele gleichsam an die Ursprünge der Kirche zurückgegangen und haben als Hauskirche Gottesdienst gefeiert und das Wort der Schrift miteinander geteilt.

Nun endlich gibt es die Perspektive, dass wir auch wieder gemeinsam beten und feiern, Gemeinschaft und Gemeinde erfahren dürfen. Doch so wie die Apostel damals müssen auch wir uns auf neue Wege und Zugänge zu den Menschen einlassen. Die Gottesdienste, die jetzt wieder möglich werden, haben nur wenig mit den bisher gewohnten Gottesdiensten gemeinsam. Abstand auf dem Weg, Abstand in der Kirche, durch Mund- und Nasenschutz zum großen Teil verdeckte Gesichter, die Beachtung vieler Vorschriften und Regelungen im Bereich Hygiene, kein gemeinsames Singen. Gerade die Maiandachten, die wir sonst in dieser Zeit gefeiert haben, leben doch auch vom Singen der alten Marienlieder.

Doch so wie Jesus seine Jünger damals vor seinem Abschied getröstet und gestärkt hat, so wird er auch uns auf allen unseren Wegen begleiten und nahe bleiben.

Einen vertrauensvollen Blick nach vorn wünscht Ihnen Diakon Hans Mußler.

3. Impuls zur Osterzeit - Gedanken zum Marienmonat Mai

Maria, Unsere Liebe Frau im Nussbaum, mit uns unterwegs in diesen besonderen Tagen, wir wenden uns dir im bevorstehenden Mai, deinem Monat – dem Marienmonat – besonders zu. Auf dich schauen wir mit immer tieferer Sorge, zu dir kommen wir mit noch größerem Vertrauen in dieser Zeit, die von nicht wenigen Unsicherheiten und Befürchtungen gekennzeichnet ist aufgrund der gegenwärtigen und zukünftigen Geschicke unseres Planeten. Klimawandel, Coronakrise und anderes mehr, davon betroffen alle Länder und Menschen auf dem Erdball.

Absage aller Wallfahrten, keine Lichterprozession, kein Hagelfreitag, keine Krankenwallfahrt, keine Wallfahrtsgruppen in Höchstberg und keine Maiandachten in unserer Seelsorgeeinheit Krumme Ebene. Gewohntes ist derzeit nicht verfügbar und wir erleben diesen Verlust besonders schmerzlich. Wallfahrten bringen zusammen, stärken, heilen an Leib und Seele, man macht sich miteinander auf den Weg, in der Hoffnung, aufeinander und auf Gott zu treffen. Corona jedoch bringt uns auseinander, trennt, sorgt für Abstand, macht uns krank.

Bei genauerem Hinsehen bringt aber auch diese Zeit Werte, die wir inmitten des Hamsterrads von Terminen, Arbeit und anderen Verpflichtungen aus den Augen verloren haben, zum Vorschein: Solidarität, Zusammenhalt, Liebe, Sorge füreinander, kreative Aktionen in Kirche, Gemeinde und darüber hinaus, vielleicht intensiver als in den gewohnten Bahnen. Das Osterfeuer mit den Kindern im eigenen Garten entzündet und tiefer empfunden als im gewohnheitsmäßigen Besuch der Osternacht, die Herzen tiefer ergriffen in diesen Tagen der Osterzeit, mehr soziale Nähe in der Coronakrise – trotz „Social Distancing“...

Liebe Gottesmutter, Mutter unseres auferstandenen Herrn, vielleicht bringen uns diese schmerzhaften Tage zum Wesentlichen: Gemeinschaft und Zuversicht untereinander und mit dir, verweisend auf den Himmel, der uns blüht, Aussicht auf Glück und ewige Geborgenheit bei Gott. Unser „Heute“ mit seinen Höhen und Tiefen als Generalprobe für das, was für uns alle noch aussteht...

Maria, Unsere Liebe Frau im Nussbaum, mit uns unterwegs in diesen besonderen Tagen, wir wenden uns dir im bevorstehenden Mai, deinem Monat – dem Marienmonat – besonders zu. Sei uns nahe in unserem Suchen und Fragen, unserem Glück und unserem Leid, jetzt und bis in unsere eigene Ewigkeit. – Amen.

Auf der Suche und im Vertrauen Ihnen und euch allen verbunden, herzlichst Ihr und euer Klaus Bangert

 

 

2. Impuls zur Osterzeit

Die Corona-Präventionen scheinen zu greifen. So hören wir von offiziellen Stellen.

Die Einschränkungen zahlen sich aus. Bundeskanzlerin Merkel spricht allerdings von „zerbrechlichen Zwischenerfolgen“, von Entwarnung sind wir noch weit entfernt. Nun folgt ein neuer Mix aus Verschärfungen, Lockerungen und Appellen an die Bürger. Das wird uns noch einige Zeit beschäftigen.

Wir stehen aber nicht nur in der Corona-Zeit, sondern eben auch mitten in der Osterzeit. Auch wenn kein gemeinsames Halleluja gesungen werden kann, müssen wir nicht auf die Botschaft des Auferstandenen verzichten. Wer in diesen Wochen in die Evangelien schaut, liest von Erfahrungen des Übergangs, von zaghaften Neuanfängen. Jesus ist nicht mehr körperlich anwesend. Das ist schwer zu ertragen. Dafür kommen neuartige Erfahrungen seiner Gegenwart. Er lässt sich erkennen auf unterschiedliche Weise:

Wenn man mit ihm spricht über verstörende Erfahrungen, die eingeordnet und verstanden werden wollen (denken wir an die Emmausjünger), er ist da im Brotbrechen und im Mahl halten, wie sie es so oft zu seinen Lebzeiten getan haben (so bei den Treffen am See von Galiläa), er ermutigt den Zweifler zu einem neuen Sehen und führt die kleine Gemeinde, die sich in eine neue Zukunft vortastet (so beim Apostel Thomas).

Die Osterevangelien sind eine geistliche Fundgrube, mit der Christen diese ganz andere Zeit unter dem Virus spirituell bestehen können. Es bleibt eine Zeit des Aushaltens, des Tastens, des Abwägens und der Geduld, doch unter anderen, österlichen Vorzeichen. Jeder Tag fordert irgendwie heraus, jede neue Woche ist vielschichtig, es muss gestaltet, bewältigt und verzichtet werden.

Diese Wochen bleiben aber österliche Wochen und wir können sie leben in der Spur der leisen und starken Erfahrungen der ersten Zeuginnen und Zeugen, die von der Anwesenheit des Gekreuzigten und Auferstandenen wissen.

Eine hoffnungsvolle Osterzeit wünscht Ihnen Pfarrer Hansjörg Häuptle

 

 

1. Impuls zur Osterzeit: Der weiße Sonntag 2020 - ein schwarzer Tag?

Am Sonntag, 19. und 26. April hätten wir eigentlich das Fest der Erstkommunion gefeiert. Wir denken daran:

Die Kleidung war schon eingekauft, die Alben für das Fest der Erstkommunion fertig zur Übergabe. Das Datum auf der Kommunionkerze – plötzlich nicht mehr aktuell. Statt 19. bzw. 26. April 2020 steht nun ein großes Fragezeichen im Raum. Wann dürfen die Drittklässler ihr großes Fest am Tisch des Herrn feiern? Die Kinder: enttäuscht und doch so tapfer. Die Eltern: spenden Trost und organisieren alles von Neuem. Alle zusammen: halten wir durch und versuchen Kommunionvorbereitung ganz neu.

#wirbleibenzuhause

Wie die Jünger damals, kurz nach dem Tod Jesu. Sie haben sich hinter verschlossenen Türen versammelt. Zwar ohne Coronavirus, dafür aber mit viel Angst und Sorgen. Und mitten da hinein kommt Jesus zu ihnen! Hinter die verschlossenen Türen und sagt „Friede sei mit euch!“ Der schwarze Tag wird plötzlich hell. Hinter den verschlossenen Türen öffnen sich plötzlich Herzen und Hoffnung keimt. Jesus, komm du auch hinter unsere verschlossenen Türen!

Und schenke uns, worum Papst Franziskus gebeten hat: Nicht die Ansteckung des Virus von Körper zu Körper, sondern die Ansteckung mit Hoffnung von Herz zu Herz!

Beate Schmid

 

 

Karfreitag

Der leidende Gottesknecht Jesus.

Der leidende Mensch heute.

Auf Christus schauen und 

in ihm das Gesicht der Leidenden heute erkennen.

"...und schöpfen draus die Zuversicht, dass du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, dass wir durchs Kreuz ins Leben gehen." (Ch. Fischer)

Bild: Fastentuch in St. Nikolaus

 

 

                            

Gebet in Coronazeiten

UMDENKEN

Das Aschekreuz zu Beginn der Fastenzeit lädt zum Umdenken ein.

"Kehre um und glaube an das Evangelium" - so lautete der Auftrag, den wir am Aschemittwoch im Gottesdienst bekommen haben. Die Asche auf unseren Köpfen erinnert an die Vergänglichkeit. Gleichzeitig ist es aber auch eine Zusage: was wir Gott anvertrauen, zerfällt nicht einfach zu Staub, sondern ist bei ihm gut aufgehoben!

Hinhören auf das Evangelium geht gut mit der Aktion "40 Tage - 40 Worte - 4 Minuten". Die Kärtchen, die sich hinten in den Kirchen unserer Seelsorgeeinheit finden, führen uns hin zum Bibeltext des kommenden Sonntages. 

Zuspruch

Wer in die Würzburger Augustinerkirche eintritt, wird mit diesem Satz empfangen. Noch bevor der Besucher in die helle Weite des Kirchenraums tritt, wo am Ende ein großes, leuchtendes Bild des himmlischen Jerusalems den Abschluss bildet, trifft den Eintretenden dieser Zuspruch.

Wollen, dass jemand ist, existiert, Lebensrecht, Heimat, Sicherheit findet. Und vieles andere noch dazu. Und das nicht nur in diesem Leben, sondern auch jenseits des Todes. Das feiern wir in den Festen des November, Allerheiligen und Allerseelen, an den Gräbern und am Altar.

Danke

Früchte des Gartens und des Feldes sind schön arrangiert. Erntedank ist Ausdruck der Wertschätzung dessen gegenüber, was uns jeden Tag satt macht. Nicht selbsterständlich. Heute legen wir das, was gewachsen ist, vor den Altar, dort wo uns das Brot - Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit - auf andere, geistliche Weise nährt und stärkt. Herr, dass doch jeder das hat, was er zum Leben braucht.