Herz-Jesu Kirche

Wer durch den Ort fährt, kommt an der Kirche vorbei.

Gebaut im Jahr 1902 ersetzt sie einen Vorgängerbau aus dem 16. Jahrhundert. Der Kirchturm mit seinem schönen Mauerwerk ist sogar noch aus älterer Zeit.

Nach den Umgestaltungen in den 70er Jahren blieb der neugotische Hochaltar im Altarraum. Er zeigt zwei Szenen aus dem Neuen Testament: Das Weinwunder bei der Hochzeit und die Brotvermehrung. Beide Szenen weisen hin auf das Geheimnis der Eucharistie, die Gegenwart Christi in den Gestalten von Brot und Wein.

Im filigranen Zieraufsatz des Altars steht die Figur des „Herz Jesu“, die auf den Namen der Kirche hinweist. Jesus zeigt auf sein geöffnetes Herz, er zeigt seine Liebe, die sich den Menschen schenkt.

Im Innenraum fallen die bunten Glasfenster auf. Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu und Mariens, wie sie aus dem Rosenkranz bekannt sind.

Beachtenswert ist an der linken Stirnwand die Figur der „Anna-Selbdritt“ aus der späten Gotik, vielleicht aus dem Umkreis des Ulmers Jörg Syrlin, der das große Chorgestühl des dortigen Münsters schuf. Die Figur ist ein Mehr-Generationenbild: Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Enkel Jesus auf dem Arm. Der Gottessohn war auch ein Familienmensch, der alles kennt, was unsere Beziehungen ausmacht.

Unter der Empore hat ein barockes Grabdenkmal seinen Platz gefunden. Es zeigt die Familie Grohe betend vor dem Kreuz in Dankbarkeit, die Pest von 1626 überlebt zu haben. Ein bemerkenswertes Zeugnis aus der Dorfgeschichte.