Kirche St. Jakobus
Seit 1900 steht die Kirche am Ortsrand. Sie ist im neuromanischen Stil gebaut.
Wer in den langen Kirchenraum eintritt, wird die reiche Ausmalung bemerken. Alfred Vollmar hat sie nach dem Krieg in der Technik des „Sgraffitto“ aus dem feuchten Putz geritzt.
Auf den Seitenwänden stehen die Heiligen wie in einer langen Prozession, links die Frauen, rechts die Männer. Es sind Heilige aus allen Zeiten. Diese Christen erinnern daran, dass alle Getauften, die je eigene Berufung finden sollen; sie zeigen, dass wir eine Gemeinschaft sind, die Erde und Himmel umfasst und die uns zu jeder Zeit Vorbilder und Fürsprecher schenkt, die uns auf unserem Glaubensweg begleiten.
Der Zug der Heiligen mündet in das große Bild im Altarraum. Sie nehmen uns gleichsam mit zu Gott.
So sehen wir in der Apsis den gekreuzigten Christus, der von seinem himmlischen Vater gehalten wird, darüber der Heilige Geist in Gestalt einer Taube.
Ein berührendes Motiv sind die gemalten Rosen. Sie erinnern an jeden Gefallenen des 2. Weltkrieges aus Tiefenbach.
An der rechten Seite ist auch St. Jakobus zu finden, der Patron der Pilger, erkennbar an seinem Stab und der Muschel an seinem Hut.
Der Innenraum vermittelt etwas von einer schützenden Gottesburg, die in den romanischen Kirchen des Mittelalters symbolisiert wird. Nicht zuletzt ist auch der schöne Fließenboden mit seinen Ornamenten eines Blickes wert.



